Montag, 5. Juli 2010

30T FM: Tag 7

Tag 7: Die überraschendste Handlungswende bzw. das überraschendste Ende


Natürlich könnte ich hier auch den WTF-Klassiker Die üblichen Verdächtigen nehmen. Oder, hätte ich sie gesehen, The sixth Sense und Memento. Oder, könnte ich mich richtig an den Film erinnern, Sieben (hab ihn vor Jahren gesehen und war geschockt, aber der Effekt ging etwas verloren, weil mir die Promo und der Casting-Coup nicht bewusst waren).

Nein, ich wähle Prestige - Die Meister der Magie, Christopher Nolans dramatischen Mystery-Thriller aus 2006. Wie sich Hugh Jackman und Christian Bale als geniale Magier immer gefährlichere Trickduelle liefern, um herauszufinden, wer denn nun der Bessere ist, ist großartiges Schauspiel voller Spannung und Intensität (natürlich, ist ja Bale...).

"Schaust du auch genau hin?" - Die Auflösung hat mich ziemlich kalt erwischt; nicht, weil sie an sich so schockierend wäre, sondern weil man dadurch bestimmte Charaktere und Szenen ganz anders sieht und die sich ergebenden Konsequenzen kaum fassbar sind. Beim zweiten Mal Anschauen mit dem Wissen, wie sich alles zusammenfügt... da hatte ich das ein oder andere Mal Gänsehaut. Was manche Charaktere bereit sind zu opfern...

Ich bin nach wie vor absolut begeistert von diesem Film. Die Schaupsieler sind grandios und Nolan beweist mit jedem weiteren Film, was für ein genialer Regisseur er ist. Ja, ich habe genau hingeschaut.

Kommentare:

Sir Donnerbold hat gesagt…

Liebe und Anerkennung für "Prestige" - yieehaaa!

Ich ließ mich ebenfalls täuschen und war überaus erstaunt. Allerdings versetzten mich andere Twists und Auflösungen in "Prestige" noch mehr als die, auf die du wahrscheinlich anspielst.

Sunshine hat gesagt…

Sicher doch, ist doch ein toller Film (der hier wieder an allen vorbeiging *grummel*)!

Hm, kommt natürlich drauf an, was du meinst. ;)

Prinzipiell fand ich die Auflösungen für beide Charaktere sehr überraschend. Bales war vielleicht die, die man am ehesten erahnen konnte, aber sie traf mich wirklich im Hinblick darauf, was das für diesen Charakter bedeutet (und auf einmal machte so vieles Sinn, und die letzte Szene im gefägnis, wahhh!).

Jackmans ist natürlich etwas weiter hergeholt, sagen wir mal so, aber auch die ist schockierend, gerade wenn man das Ausmaß in der letzten Einstellung vor Augen gehalten bekommt und was das für ihn bedeutete.

Daneben gab es natürlich immer wieder kleinere WTF-Momente (die Katzen und Hüte...). Der Film spielt mit den Erwartungen des Zuschauers und den unterschiedlichen Zeitebenen, sehr gemein. Und toll. *g*