Dienstag, 31. August 2010

30T BM: Tag 10 und 11

Jetzt muss ich doch tatsächlich eine Tag nachholen. Meine Begeisterung, mich noch an den PC zu setzen, hielt sich jedoch gestern, als ich um 11 zu Hause ankam, sehr in Grenzen. Dann heut eben im Schnellverfahren zwei Tage abgehandelt. :)

Tag 10: Ein Buch, von dem du dachtest, dass du es nicht mögen würdest, es dann nachher aber toll fandest

Das trifft auf Harry Potter zu. Als der Hype um die Reihe anfing, war ich gerade im Herr der Ringe-Fieber und habe aus Trotz diesen komischen Zauberlehrling boykottiert. Eine Freundin schleppte mich dann in den vierten Teil, den ich auch soweit ganz gut fand. Die Bücher lesen wollte ich deshalb aber immer noch nicht. *g* Immerhin, meine Abneigung gegen die Reihe legte sich so langsam.

Im Grunde war dann Fanfiction Schuld, dass ich mich doch an die Bücher gesetzt habe. Ich las damals eine Story, in der Snape eine der Hauptrollen innehatte, und da ich ihn verdammt gut geschrieben fand, wollte ich einfach wissen, wie nah die Auotrin dem Original kam. Und so hab ich mich dann mit den Büchern angefangen.

Ich war durchaus positiv überrascht. Gerade die ersten Bücher lesen sich in einem Rutsch durch, sind unterhaltsam, hin und wieder was dramatisch und haben wirklich gute Charaktere. Dabei haben es mir v. a. die Nebencharactere angetan, ebenso wie die Hintergrundgeschichte um Harrys Vater und seine Clicque.
Natürlich gab es auch mal Momente, wo ich Harry gern eine gescheuerte hätte (Buch 5! Du blödes Blag, hör auf rumzujammern!), aber so in der Gesamtheit ist das eine wirklich schöne Reihe mit interessanter Weltengestaltung.


Tag 11: Ein Buch, das dich enttäuscht hat

Von Maarten 't Harts Roman "In unnütz toller Wut" hatte ich mir mehr versprochen. Es geht darum um die Einwohner eines holländischen Dorfes, die von einer jungen Fotografin für einen Bildband porträtiert werden. Als jedoch nach und nach immer mehr Leute, die in diesem Buch vorkommen, sterben, fangen die Dorfbewohner an einen Fluch oder etwas Ähnliches zu vermuten und drehen langsam aber sicher durch.

Der Anfang ist recht vielversprechend, aber das Ende hat mir einfach nicht gefallen. Ich habe kein großes unheimlich-übersinnliches Ende erwartet, aber hier war es eher ein Schulterzucken und "Joa, das wars dann." - ist mir zu wenig. Im Deutschkurs könnte man da sicher toll ruminterpretieren, warum die Leute so reagiert haben, wie man das alles deuten kann usw. Nur hab ichs eben nicht für einen Deutschkurs gelesen. Und als Lektüre für zwischendurch konnte es mich nicht überzeugen.

Sonntag, 29. August 2010

30T BM: Tag 9 Beste Szene

Ein erholsames Wochenende war das definitiv nicht... ich fahr jedenfalls nicht mehr an zwei aufeinanderfolgenden Tagen auf's Reitturnier. Hallo Stress, ich hatte dich vermisst! Immerhin hat's sich gelohnt.


Tag 9: Die beste Szene überhaupt

Also bitte, als könnte ich mich hier auf nur eine einzige Szene festlegen! Es gibt so viele wirklich gut geschriebene Szenen, die mir im Gedächtnis geblieben sind, deshalb nenne ich jetzt einfach die, die mir spontan einfallen. :) Ich werde mich so vage wie möglich ausdrücken, da ich etwaige Spoiler so gut es geht vermeiden möchte.

Die Lügen des Locke Lamora: Das Buch hat viele gute Szenen zu bieten, auch viele gute Sprüche, aber zwei ganz bestimmte Momente haben sich mir besonders eingeprägt. Einmal Lockes Kampf gegen einen der Antagonisten, der für den Bösewicht nicht besonders gut ausgeht. Wie Locke es jedoch schafft ihn zu besiegen, was er noch in der Hinterhand hatte... nun, ich hab nicht dran gedacht, der Bösewicht offensichtlich erst recht nicht, und dabei ist es so logisch. *g*
Und dann noch die Szene, in der Locke sich mit ein paar anderen wichtigen Charakteren unterhält. Auf einmal lässt er einen Satz fallen, der den Leser so richtig schön vor den Kopf stößt und zumindest mich laut lachen ließ (obwohl es da eigentlich grad nicht viel zu lachen gibt): "Ich nannte ihn auch ein Arschloch. " Glaubt mir, wenn ihr an der Stelle seid, werdet ihr es verstehen. *g*

Harry Potter-Reihe: Gute Reihe mit vielen guten Momenten, aber ein paar finde ich besonders gelungen. Wie die Weasley-Zwillinge der fiesen Umbridge so richtig schön die Abschlussprüfungen versauen, ist großes Kino; genau wie der Ron/Hermine-Kuss (meine Güte, endlich!), oder der Moment, als die Schüler erfahren, dass Snape ab sofort neuer Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste ist (sowieso eigentlich fast jede Szene, in der Snape anwesend ist; er ist immer so schön fies-sarkastisch). Und natürlich Neville in Band 7! GO NEVILLE! *Fähnchen schwenk*

On Stranger Tides: Das letzte Stück Weg zum Jungbrunnen ist richtig gut. Und die Szene, in der Jack Shandy Captain Davies ganz unerwartet zu Hilfe kommt. Das war... überraschend.

Überredung: Wenn Anne Captain Wentworths Brief liest... soo romantisch und schön und awwwww. *dahinschmelz*

Samstag, 28. August 2010

30T BM: Tag 8 Soll-Buch

Tag 8: Ein Buch, das jeder mindestens einmal gelesen haben sollte


Man könnte sich an dieser Frage natürlich lange aufhalten - welche Kriterien setzt man an? Aus einem bestimmten Genre, ein Klassiker, ein besonders kontroverses Werk, ein Bestseller?

Da das alles doch immer sehr vom persönlichen Geschmack abhängig ist, habe ich mich für ein Buch entschieden, von dem ich denke, dass es einer der Klassiker schlechthin ist: Robert. L. Stevensons Die Schatzinsel. Dieser Roman gilt als echter Jugendbuchklassiker und das meiner Meinung nach zu Recht: Abenteuer, ferne Länder, Piraten, Schätze, Verrat. Wunderbar, um dem grauen Alltag zu entfliehen, oder sich selbst an der Stelle des jungen Jim Hawkins zu sehen, der unversehens in dieses Piratenabenteuer gezogen wird.

Im Grunde bezieht sich meine einzige Kritik auf diesen Jim - ich fand es mitunter ein wenig schwierig, mir die ganze Zeit einen zehnjährigen Jungen vorzustellen, der mit Piraten verhandelt und dergleichen. Für mich persönlich macht die Figurenentwicklung mit einem Teenager (wie z. B. in Disneys sehr schönen freien Verfilmung Der Schatzplanet) mehr Sinn, aber Jim ist - man muss es ehrlich zugeben - ja auch nicht der interessanteste Charakter des Buches. Das ist definitv Long John Silver, der Anführer der Piratenbande. Ein wunderbarer Charakter, zwar im Grunde der Antagonist der Geschichte, aber dennoch sehr menschlich gezeichnet, sogar mit einem weichen Kern.

Ein wirklich lohnendes Buch und mit Recht ein Klassiker, der es wert ist gelesen zu werden.

Freitag, 27. August 2010

30T BM: Tag 7 Erinnerung

Tag 7: Ein Buch, dass dich an jemand erinnert


Meine Uralt-Ausgabe der Grimm'schen Kinder- und Hausmärchen. Dass das Buch nicht mehr so ganz neu ist, sieht man möglicherweise am Klebeband und den angestoßenen Rändern... *g* Die Ausgabe darf aber auch so aussehen, denn sie war ein Weihnachtsgeschenk für meine Mutter in 1964.

Das Buch erinnert mich an meine Oma, die leider 1994 verstarb. Als ich klein war und manchmal über Nacht bei ihr blieb, hat sie mir abends immer aus dem Buch vorgelesen. Ich weiß noch, dass ich manche Geschichten etwas beängstigend fand, z. B. Von einem der auszog das Fürchten zu lernen oder auch Brüderchen und Schwesterchen. Immerhin waren dies aber die echten Märchen der Gebrüder Grimm und nicht die glattgebügelten späteren kinderfreundlichen Versionen. *g* Hier gibt's in der Tat noch "Blut im Schuh" usw.

Außerdem kann die Ausgabe mit wunderschönen Bildern aufwarten, wenn auch in sehr eigenem Stil:









Donnerstag, 26. August 2010

30T BM: Tag 6 Lieblings-Buch

Tag 6: Dein absolutes Lieblingsbuch (oder dein Lieblingsbuch aus deiner Lieblingsreihe)


Ich habe viele Bücher, die ich wirklich sehr gerne mag. Aber eins meiner absoluten Favoriten ist Jane Austens "Stolz & Vorurteil". Eigentlich gibt es darüber nicht mehr viel zu schreiben - Jane Austen hat nicht viele Bücher geschrieben, aber die zählen allesamt zu den Klassikern der Literatur.

"Stolz & Vorurteil" ist mit Recht der am höchsten angesehen ihrer Romane, da er im Grunde perfekt all das in sich vereinigt, was Austens Stil ausmacht: Ein genauer Blick für die Eigenheiten der Gesellschaft im England des 19. Jhds., ausgereifte, echte Charaktere, Spitzfindigkeiten und Ironie, Romantik. Natürlich leidet man mit den beiden ältesten Bennett-Schwestern, Elizabeth und Jane, mit, wenn ihrem Liebesglück v.a. die eigene Familie im Weg steht, und man freut sich über das verdiente Happy End.

Die Austen-Romane wurde alle schon mehrmals verfilmt, wobei von "Stolz & Vorurteil" definitiv die BBC-Miniserie von 1996 (mit Jennifer Ehle als Elizabeth und Colin Firth als Mr. Darcy, die für ihn prägende Rolle) am meisten Lorbeeren ernten durfte (absolut zu Recht). Aber auch die Version mit Keira Knightley von 2005 ist nicht schlecht und kann in vielen Rollen sogar meiner Meinung nach mit einer passenderen Besetzung aufwarten (leider jedoch nicht in den Hauptrollen).


Aus einer ganz anderen Ecke kommt natürlich David Safiers "Mieses Karma", einer der absoluten Bestseller 2007. Die Geschichte um die Fernsehmoderatorin Kim, der ihre Karriere wichtiger ist als ihre Familie und die am Abend des Fernsehpreises durch einen dummen (und sehr unwahrscheinlichen) Unfall ums Leben kommt, ist richtig unterhaltsam und witzig. Außerdem wird die Moral der Geschichte wirklich hübsch serviert. Wenn Kim im Jenseits erfährt, dass sie viel zu viel mieses Karma gesammelt hat und sich in ihrem nächsten Leben nun echt anstrangen muss, ist das zum Schießen. Und die beste Nebenrolle hat ausgerechnet Casanove (ja, der Casanova).

Ein wirklich schönes, kurzweiliges Buch, dessen Nachfolger "Jesus liebt mich" gar nicht so Zeigefinger-katholisch daherkommt, wie man meinen könnte, ebenfalls wirklich gut ist. Und sobald Safiers dritter Roman "Plötzlich Shakespeare" endlich als Taschenbuch erhältlich ist, werd ich mich draufstürzen. :)