Sonntag, 5. September 2010

30T BM: Tag 16 Gedichte

Tag 16: Lieblings-Gedicht oder -Gedichtsammlung
Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

-Rainer Maria Rilke

Rilkes "Der Panther" stand in meinem Deutschbuch der Mittelstufe. Wir haben es natürlich nie besprochen, aber irgendwie hat mich dieses Gedicht sehr berührt. Bis heute kann ich es auswendig aufsagen - ich find es einfach wirklich schön und traurig.

Dann liebe ich Edgar Allan Poe's "Der Rabe". Liegt natürlich in diversen Übersetzunge vor, wobei mir die von Theodor Etzel am besten gefällt. Üblicher scheint aber die von Hans Wollschläger zu sein. Nun, egal, welche man bevorzugt, ich muss einfach meinen Respekt für dieses unglaublich schwierige Reimschema zollen - schon allein im Original (Poe mag ziemlich verrückt gewesen sein, aber er war ein begnadeter Schriftsteller), und dann eine passende Übersetzung zu finden, die die Stimmung einfängt... beeindruckend. Ich mag diese düster-bedrohliche Stimmung sehr und liebe die "Simpsons"-Folge dazu (mit Bart als Rabe, wer auch sonst *g*).

Nich unerwähnt bleiben darf Annette von Droste-Hülshoffs Ballade "Die Vergeltung". Diese Ballade haben wir irgendwann in der Mittelstufe besprochen und glaube ich damals nicht wirklich verstanden. *g* Was mir aber immer gefiel, war die tiefe Ironie am Ende, in der Tat die Vergeltung für begangene schlimme Taten. Die letzten vier Verse kann ich demnach immer noch zitieren (genau wie die letzte Strophe von "Der Rabe", zufälligerweise. ^_^).

Und keine Gedichtliste wäre vollständig ohne eines von Shakespeares Sonnetten. Ich mag "Sonnett 116" sehr gerne. Einfach hübsch und romantisch.


Was Gedichtsammlungen angeht, nun ja, mit Gedichten kenne ich mich nicht wirklich aus, aber Reclam hat eine schöne Sammlung namens "Das Meer" herausgebracht. Heirnich Heine, Goethe, Nietzsche, E. A. Poe, Ringelnatz, R. L. Stevenson uvm. sind darin vertreten und wie immer bei Reclam ist auch dieses Heftchen günstig zu erwerben.

Samstag, 4. September 2010

30T BM: Tag 15 "Trostbuch"

Tag 15: Dein "Trostbuch"

Jetzt sind wir bei dem Teil des Memes angekommen, wo mir nicht allzu viel zu einfällt. Ich habe kein richtiges "Trostbuch", da ich eher nicht lese, wenn ich Trost brauche. Welches Buch mir aber durchaus gute Laune macht und bei mieser Stimmung hilft, ist "Mieses Karma" von David Safier. Hatte es ja schon hier erwähnt, daher gibt's eigentlich nichts mehr dazu zu sagen. Sehr lustig, coole Ideen, gute Moral... machte einfach Laune, das Buch!

Kommt jetzt auch endlich auf Englisch raus - ich hoffe, es verkauft sich gut! *daumendrück*

Ja, ziemlich kurz heute. Die nächsten Tage werden sich vermutlich nicht gerade durch Riesenposts auszeichnen...

Freitag, 3. September 2010

30T BM: Tag 14 Lieblingscharakter

Tag 14: Lieblingscharakter aus einem Buch

Na, die Frage ist diesmal nicht so leicht zu beantworten wie beim Film-Meme. Ich habe bei Büchern nämlich nicht den einen Lieblingscharakter, sondern ganz viele, die ich wirklich gut finde. Also nenne ich einfach ein paar davon.

Zuerst hätten wir da Severus Snape aus Harry Potter. Er ist wunderbar gemein und sarkastisch, und trockener Humor kommt bei mir generell gut an. Außerdem weiß man laaaange Zeit nicht, woran man eigentlich bei ihm ist - gut, böse, was'n nun? Er war immer schwer einzuschätzen, irgendwie ein bisschen mysteriös... und er hat einen wunderbar tragischen Grund für all das, was er tut.

Dann Elizabeth Bennett aus Stolz & Vorurteil. Eine kluge, spritzige Frau, die sich dennoch zu benehmen weiß und die bei Weitem nicht perfekt ist. Mir gehen über-perfekte Heldinnen nämlich sehr schnell auf die Nerven. Ich mag ihre kleinen Wortgefechte mit Mr. Darcy oder die spitzen Bemerkungen, die sie manchmal über die tratschenden Dorfbewohner fallen lässt. Außerdem gefällt mir, dass sie ihre Fehler auch einsieht und daraus lernt. Juhu!

Dann hat Der Herr der Ringe natürlich eine Menge toller Charaktere zu bieten: Aragorn, Èowyn, Galadriel, Faramir, Sam...

Und ich muss natürlich auch den Ganoven und begnadeten Schauspieler Locke Lamora nennen, ebenso wie Sherlock Holmes, Zaphod Beeblebrox aus Per Anhalter durch die Galaxis, Captain Wentworth aus Überzeugung, Casanova aus Mieses Karma...

Ähm, ja. Ich kann mich nicht entscheiden. *g* Man könnte möglicherweise den Schluss ziehen (wenn man denn einen ziehen möchte), dass ich v.a. männliche Charaktere toll finde.^^


Siehe auch:

Donnerstag, 2. September 2010

30T BM: Tag 13 Buch aus der Kindheit

Tag 13: Lieblingsbuch aus deiner Kindheit (oder aktuelles Lieblings-Jugendbuch)

"Als die Tiere den Wald verließen" war als Kind eine meiner absolute Lieblings-Fernsehsendungen. Was hab ich da mitgefiebert, v.a. wenn es um die Füchse ging (die fand ich nämlich ganz besonders toll). Und dann hab ich herausgefunden, dass die Serie auf einem Buch basiert, geschrieben von Colin Dann. Das musste ich haben!

Ein wirklich richtig schönes Buch für Kinder, aber auch für Erwachsene. Es spart nicht mit Dramatik und spannenden Szenen (die Fuchsjagd, oh Gott! Die Autobahn!), lehrt dabei aber auch so wichtige Dinge wie Freundschaft, Loyalität, Zusammenhalt. Wie wichtig es ist einander zu helfen und dass man dann alles schaffen kann.

Die in Deutschland erschienen Fortsetzungen "Was die Tiere im Park erleben" (zusammengesetzt aus den beiden Büchern "In the Grip of Winter" und "Fox's Feud") und "Jagd auf den roten Schatten" kann ich auch nur wärmstens empfehlen. Die 2. Staffel der TV-Serie basiert auf diesen Büchern, und gerade "Jagd auf den roten Schatten", die Geschichte des Jungfuchses Keck, hat es mir richtig angetan. Meine Güte, hab ich da am Ende geheult! Ich weiß noch, dass ich das Buch noch spät abends gelesen hab und meine Eltern immer wieder genervt zu mir reinkamen und mir befahlen, das Buch wegzulegen. Aber ich konnte nicht! Das war so dramatisch - und so gut!

Wirklich, sehr schöne Reihe. Das waren Zeiten... :)


Und dann natürlich die "Blitz"-Reihe von Walter Farley! Als Pferdefan musste das natürlich sein, denn wie jedes andere pferdebegeisterte Kind hab ich selbstverständlich auch davon geträumt, mit so einem tollen Pferd wie Blitz am Strand entlang zu galoppieren. *träum*

Die Reihe ist nichts für die ganz Kleinen oder zu empfindliche Gemüter, da es tatsächlich ein paar Mal recht brutal wird. Und ich weiß noch, dass ich gerade Band 11 ("Blitz in Gefahr"; spielt in den unheimlichen Sümpfen Floridas) richtig beängstigend fand.

Aber prinzipiell natürlich eine richtig tolle Reihe mit vielen dramatischen Pferderennen (die Blitz natürlich immer gewinnt, egal wie hoch das Handicap ist! *g*) und packender Handlung.

Mittwoch, 1. September 2010

30T BM: Tag 12

Tag 12: Ein Buch, das du mehr als fünf Mal gelesen hast

Da ist die Auswahl zum Glück nicht so groß. Eins der wenigen Bücher, die ich so oft gelesen habe, ist Brysons Shakespeare. Es liest sich einfach wirklich gut runter, ist informativ und dazu noch unterhaltsam. Außerdem nicht zu lang (eigentlich eher viel zu kurz). Daher ist es eines der Bücher, die ich zwischendurch gerne nochmal lese um zu entspannen.

Ebenfalls so oft gelesen habe ich Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Sehr interessant und gleichzeitig auch ein durchaus abschreckendes Beispiel dafür, was Drogenkonsum aus einem machen kann. Und wie schnell es passieren kann, dass man in die Szene abrutscht, wenn man zufällig die falschen Leute kennenlernt. Dann wird aus "ein bisschen Spaß haben und dazugehören" ganz schnell die Hölle.