Posts mit dem Label zeichentrick werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label zeichentrick werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. Juni 2010

Disney-Stöckchen

Der gute Sir Donnerbold hat uns Wild-West-Damen mit einem Stöckchen beworfen (gehört sich sowas?^^). Vielleicht schafft es meine Schreibkumpanin auch noch, das Stöckchen zu machen. Ich jedenfalls habe nun meine Hausarbeit für die Uni fertig (tatsächlich rechtzeitig fertig geworden) und kann mich ein, zwei Tage entspannen. Da ist ein Stöckchen doch eine super Idee!

Ich beziehe die ersten Fragen auf Zeichentrickfilme bzw. Filme mit Zeichentrickanteil, zumindest verstehe ich das so. Wenn später schon explizit nach Disneyrealfilmen gefragt wird... sonst wäre dieser Fragebogen auch viel zu einseitig. ;)


1. Was ist dein Lieblings-Disneyzeichentrickfilm?

Und schon wird’s schwierig. Ich war schließlich in einer von Disneys allerbesten Phasen Kind und gerade die Filme Anfang der 90er sind für mich alle auf einem gleich hohen Niveau. Aber... einen winzigkleinen, wirklich kaum wahrnehmbaren Vorsprung hat „Die Schöne und das Biest“.

2. Welche Figur ist dein Lieblings-Bösewicht?

Da hab ich keinen Liebling. Seien es Scar, Dschafar, Hades, Dr. Facilier oder Yzma (die ist einfach zu abgedreht, wunderbar!) – ich kann mich nicht entscheiden und find zu viele einfach auf ihre Art toll. Wobei meist die extrem guten Synchronsprecher ihre Teil dazu beitragen.

3. Und dein liebster Held?

Aladdin. Und Robin Hood (Er ist ein Fuchs! Wie kann er da nicht toll sein?!). Und Belle. Und Jim Hawkins. Und...

4. Welche Moral ziehst du aus deinem Lieblingsfilm?


Ehrlich gesagt hab ich über die Moral nie nachgedacht. Wahrscheinlich, dass man sich selbst treu sein soll und dass man den Charakter nicht nach dem Äußeren beurteilen soll. Wie in jedem zweiten Film, der auf den Markt kommt. *g*

5. Dein liebster Nebendarsteller?

Timon und Dschinni, weil auch hier wieder ein an sich toller Charakter durch den Sprecher noch um ein Vielfaches besser wird.

6. Wenn du die Wahl hättest einen ganzen Film lang live dabei zu sein, welcher wäre das?

Mich reizt „Der Schatzplanet“. Die Welt an sich find ich großartig konzipiert und ich drück mir einfach die Daumen, dass ich das überlebe. *g*

7. Findest du einen Charakter besonders erotisch/unerotisch?


Mit der Erotik von Zeichentrickfiguren hab ich mich noch nicht näher beschäftigt, aber wenn ich die Charaktere mal auf die reale Welt übertrage... Prinz Philipp aus „Dornröschen“ wär dann sicherlich ganz ansprechend. Außerdem mag er Pferde. *g* Absolut unanziehend finde ich Dschafar.^^

8. Dein Lieblingslied?

Soooo viele! So ziemlich alles aus Die Schöne und das Biest und Der König der Löwen, „Mensch sein“ und „Unter dem Meer“ aus Arielle, „Nur’n kleiner Freundschaftsdienst“ aus Aladdin, „That’s how you know“ aus Verwünscht...

9. Hast du eine eigene Idee für einen neuen Disney-Film? Wenn ja, wie sähe die aus?

Ich bin bei so was eher unkreativ, aber sie können gern alle möglichen Märchen verfilmen, leicht aufgepeppt natürlich.

10. Hast du auch einen Lieblingsrealfilm von Disney?

Die “Pirates of the Caribbean”-Reihe und da kommt auch nichts gegen an. Wobei an mir oft eh vorbeigeht, welches Studio jetzt welchen Film gedreht hat.^^

11. Ist Disney immer noch unschlagbar?

Für tiefschürfende Diskussionen über Disney bin ich der falsche Ansprechpartner. Was das Box Office angeht sind sie auf jeden Fall nicht mehr unschlagbar. Auch bei Zeichentrickfilmen gibt es durchaus andere Studios, die ihnen ernsthafte Konkurrenz machen und in den letzten Jahren konstanter Topqualität abgeliefert haben (Ghibli). Aber dennoch ist Disney immer noch eine Marke, die für Qualität steht und mit den ganzen Änderungen der letzten Monate fahren sie sicherlich nicht schlecht.

12. War die Zusammenarbeit mit Pixar der Anfang vom Ende?

Wohl kaum. Pixar hat so viele kreative Leute mit großartigen Ideen, dass Disney eigentlich nichts Besseres machen konnte. Pixar-Filme sind für mich immer eine absolut sichere Sache für einen wunderbaren Kinoabend mit tollen Geschichten und Charakteren. Die paar Oscars, die Disney dadurch einheimsen konnte, sprechen ja eine deutliche Sprache.

13. Was hältst du davon, dass in den neuen Disneyfilmen nicht mehr wie in den alten gesungen wird?

Ich mag die guten, alten Disney-Musicals sehr gerne, aber mich stört es nicht, wenn in einem Zeichentrickfilm nicht gesungen wird. Wenn es passt, warum nicht, aber in jeden Film auf Teufel komm raus Lieder integrieren zu wollen, ist Quatsch. Disney kehrt ja langsam wieder zurück zu dieser alten Tradition und das begrüße ich. In „Ein Königreich für ein Lama“ oder „Atlantis“ habe ich die Lieder aber nicht vermisst.

14. Wie viele Disneyfilme hast du daheim?

Ach je... allein an Zeichentrick-DVDs 23, und dann kommen natürlich noch einige computeranimierte Filme und massig Realfilme dazu, Kaufvideos und aufgenommene Videos ebenfalls. Die zähl ich jetzt aber nicht. *g*

15. Welchen Disney-Film würdest du deinen Kindern vorsetzen, um ihnen was zu vermitteln?

So ziemlich alle („Die Kühe sind los“ mal ausgeklammert), aber nicht , weil ich ihnen etwas vermitteln will, sondern weil es einfach gute Filme sind. Jeder Disney-Film vermittelt doch Werte wie Freundschaft, Vertrauen in sich selbst, Loyalität usw. Da bräuchte ich keinen speziellen auszusuchen.

16. Haben Disney-Filme deine Kindheit beeinflusst?

Natürlich! Irgendwoher muss meine Affinität zu Musicals ja kommen und zum Zeichentrick allgemein. *g* Auch haben sie mich überhaupt erst für Filme begeistert – ins Kino in den neuen Disneyfilm zu Weihnachten zu gehen, das gehörte einfach zu meiner Kindheit dazu.

17. Welcher Disney-Film ist deiner Meinung nach der traurigste?

Durchgängig traurig sind die Filme ja nie. Es gibt traurige Momente, und da sind „Der König der Löwen“ oder auch „Bambi“ ziemlich gut dabei. Wenn ich aber auch Pixar-Filme mit einbeziehe, dann ist es für mich „Oben“. Ich hab noch nie so sehr im Kino geheult (und das nicht nur bei der Anfangs-Montage, sondern auch später wieder...). Dabei würde ich auch „Oben“ nicht als traurigen Film bezeichnen, dafür gibt’s zu viele fröhlich-lustige oder spannende Momente – aber er hat mich irgendwie besonders berührt.

18. Und der lustigste?

„Ein Königreich für ein Lama“. Und „Die Monster AG“. Jedes Mal aufs Neue wieder genauso komisch wie beim ersten Mal gucken.


Ich bin nie gut im Werfen gewesen - wer möchte, kann sich das Stöckchen einfach schnappen. :)

Sonntag, 6. Dezember 2009

"Küss den Frosch"


Gerade gesehen und für gut befunden.

Ich weiß nicht, ob ich den Film vielleicht durch eine nostalgisch verklärte Brille sehe, aber mir hat er richtig gut gefallen! Es war eigentlich alles drin, was ich von einem leicht kitschigen Disney-Film zu Weihnachten erwarte: Liebenswerte Charaktere im geliebten und bewährten Stil, leicht schräge Tierfiguren (sprechend natürlich^^), viel (gute!) Musik, Romantik, ein cooler Bösewicht (und yepp, das war er!) und ein Happy End. Und nein, das ist kein Spoiler, wer erwartet denn bitte schön in einem Disney-Zeichentrickfilm, dass das Ganze hochdramatisch-traurig endet? ;)

Die Handlung:
Tiana arbeitet als Kellnerin in New Orleans in gleich zwei Restaurants und spart jedes kleine bisschen Geld für ihren großen Traum: Ein eigenes Restaurant zu eröffnen, so wie es sich ihr Vater immer gewünscht hat. Ihr ist nie etwas in den Schoß gefallen und da sie aus armen Verhältnissen kommt, musste sie imemr hart für ihre Träume schuften. Nicht so Prinz Naveen, der gerade zu Besuch in der Stadt ist und das Leben immer locker-leicht genommen hat. Schließlich haben seine Eltern Geld, was soll er sich also Sorgen machen?! Naveen trifft auf den hinterhältigen Voodoo-Zauberer Dr. Facilier, der ihn zu einem Deal überredet. Dumm nur, dass ein Deal mit Dr. Facilier immer auch ein oder zwei Haken hat. So endet Naveen als Frosch, während sein Diener nun als Prinz Naveen auftritt. Der echte Prinz trifft auf einem Kostümball auf Tiana und überredet sie – mit Hinweis auf die Geschichte „Der Froschkönig“ – dazu, ihn zu küssen. Blöd nur, dass sich Naveens Fluch prompt auf Tiana überträgt und sie selbst ebenfalls zum Frosch wird. Die beiden müssen nun wohl oder übel zusammenarbeiten und sich durch die Sumpfgebiete New Orleans’ kämpfen, um Mama Odie zu finden, die ebenfalls eine ziemlich Koryphäe im Voodoo ist. Unterwegs treffen sie natürlich auf so manche interessante Gestalt und Dr. Facilier ist ihnen ebenfalls dicht auf den Fersen...

Naja, der Ausgang der Handlung dürfte nicht allzu schwer zu erraten sein, aber wer das hier erwartet hat, hat selbst Schuld. Die Handlung ging aber in einem guten Tempo voran, es gab viele witzige Momente, aber auch ein paar ruhige – sowohl traurig als auch romantisch.

Die Musik gliedert sich gut in den Handlungsfluss ein; ich hatte nicht das Gefühl, dass alles stillsteht für den „Hey, jetzt kommt ein Lied!“-Moment. Außerdem sind die Lieder ziemlich mitreißend, es jazzt und swingt und man muss einfach ein bisschen mit dem Fuß wippen. Eine Liedszene Tianas erscheint sogar im wunderbaren Retro-Look, was mich überrascht hat, aber einfach super aussah. Und auch passte, da sie sich in dieser Szene vorstellt, wie es in ihrem eigenen Restaurant aussehen wird. Überrascht hat mich auch ein wenig, dass es so viele Lieder sind. Okay okay, ich hätte mich natürlich auf youtube stürzen und nachschauen können, aber ich wollte mir die Lieder zuerst im Film anschauen, im Kontext. Mich hat es nicht gestört, dass es viele waren (ist ja auch immer relativ), da sie sich, wie gesagt, gut in die Handlung einfügen und einfach Spaß machen.

Die Synchro hat vorher ja für einigen Schrecken gesorgt... Cassandra Steen und Roger Cicero als Tiana und Naveen?! Und ich muss sagen, ich fand sie wirklich gut. Ich hab jetzt nicht das Original als Vergleich, aber ich finde es auch müßig, darüber zu meckern, dass in Deutschland der eine Satz nicht so betont wird wie im Original etc. Mich haben sie in ihren Rollen überzeugt, gerade von Cicero war ich wirklich positiv überrascht. Das einzige Problem, was sicherlich einige haben werden, ist, dass man ihm beim Singen deutlich erkennt. Wenn man ihn mag, ist das natürlich gut, aber wenn nicht... nun ja. Da Naveen noch nicht mal viel zu singen hat, hätte man hier auch ohne Weiteres auf jemand anders zurückgreifen können, aber für die Promotion wollte man vermutlich einfach möglichst viele bekannte Namen.

Marianne Rosenberg hat mir als Mama Odie auch sehr gut gefallen. Ehrlich gesagt, hatte ich ganz vergessen, dass sie dabei ist und hab erst am Ende wieder dran gedacht. Dementsprechend fällt sie also nicht negativ auf. *g*
Bill Ramsey als Krokodil Louis fand ich auch richtig gut und Robert Missler als Glühwürmchen Ray war auch okay. Im Deutschen funktioniert das mit dem Cajun-Akzent natürlich nicht so, aber immerhin haben sie sich dazu entschlossen, ihm einen französischen Akzent zu geben statt einen ... hessischen oder so.

Und der „Böse“, Dr. Facilier? Fand ich klasse! Der hätte gern noch viel mehr Szenen haben können... Der Wechsel zwischen Sprechstimme (Thomas Nero Wolff) und Gesangsstimme (Tommy Amper) war auffällig, was nicht hätte sein müssen .Egal, jedenfalls fand ich ihn klasse. :)

In meiner Vorstellung war es nicht besonders voll, noch nicht mal ein Viertel gefüllt würde ich sagen. Eigentlich sehr schade, aber wenn man bedenkt, was so ein Kinobesuch für eine komplette Familie kostet... da überlegt man sich das schon zweimal, ob man die lieben Kleinen nicht doch mit einer DVD vorm Fernseher parkt. Meine Freundin und ich hatten schon etwas Angst, dass die Kinder stören könnten, aber sie haben sich alle sehr gut benommen, will heißen: Sie haben nicht genörgelt, gequengelt oder rumgeschrieen.
Neben mir saß eine Frau mit einem ca. 8 Jahre alten Jungen und einem etwas älteren (vielleicht 11). Sie hatte schon unglaublich Spaß bei den Trailern, genauso wie der Ältere, während der Jüngere anscheinend beschlossen hatte, diesen Kinobesuch stoisch über sich ergehen zu lassen. Das erste, was er zu seiner kichernden Mutter sagte: „Boah, Mama, du bist voll peinlich!“ *g* In den ruhigeren Szenen war er auch nicht so wirklich bei der Sache, aber beim Finale mit Dr. Facilier rutschte ihm dann doch ein „Yeah!“ raus. Jaja, die Jugend von heute.

Zwei Trailer gab’s: Einmal „Rock it!“, was wohl das deutsche „High School Musical“ ist. Wirklich, mit Massentanzszenen, Love Story etc. Ich ringe mit mir, ob ich mir den anschaue oder nicht... Und dann noch den „Toy Story 3“-Trailer, der sehr gut ankam.

So, ein schönes Kinoerlebnis vor Weihnachten. Was hab ich die guten, alten Zeichentrickfilme um diese Jahreszeit vermisst. :)