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Sonntag, 12. August 2012

Rundumschlag an Kurzkritiken, denn ich habe tatsächlich in letzter Zeit Filme gesehen

Merida - Legende der Higlands
Die Geschichte der schottischen Prinzessin Merida ist Pixars erster Versuch einer weiblichen Hauptfigur - und dazu handelt es sich auch noch um eine Prinzessin, eine Thematik, in der Disney durch langjährige Erfahrung nach wie vor den Ton angibt. Schön ist, dass Pixar seine erste Prinzessin aber ein wenig anders anlegt - hier wird am Ende nicht der holde Prinz geheiratet, da kann es vorher noch so sehr ein Turnier um Meridas Hand gegeben haben. Merida will ihre Freiheit und eckt damit bei ihrer Mutter extrem an, die es lieber sähe, wenn ihre Tochter sich damenhaft - eben wie eine wahre Prinzessin - benehmen würde. Einen Besuch bei einer leicht verwirrten Hexe später und Merida bekommt ihren Wunsch - die Veränderung ihrer Mutter. Nur leider anders, als sie es sich vorgestellt hatte...

Was gleich zu Beginn bei "Merida" auffällt, ist die wunderbare Optik. Die schottische Landschaft wird mit beeindruckenden Kamerafahrten gekonnt in Szene gesetzt und auf technischer Ebene gibt es absolut nichts auszusetzen. Auch Patrick Doyles keltisch anmutender Score passt perfekt und unterstreicht die Stimmung des Films sehr gut.
Nun geht man an einen Pixar-Film jedoch meist mit sehr hohen Erwartungen heran. Mir gefiel Merida, die lieber im Wald Bogenschießen übt als Wandteppiche zu sticken, als Charakter sehr gut und Nora Tschirner spricht sie mit der geforderten Forschheit auch sehr überzeugend. Das tragende Element des Films ist der Mutter-Tochter-Konflikt. Manchmal kam mir diese Entwicklung, v a. nach der Veränderung der Mutter, jedoch etwas gehetzt vor und zwischendurch kippt die eher ernsthafte, von gelegentlichen humorigen Elementen (z. B. Meridas Drillingsbrüder) durchbrochene Stimmung zu sehr ins slapstickhafte.
Dennoch hat mich der Film gut unterhalten wenn er auch nicht an meine Pixar-Lieblinge "Oben", "Ratatouille" und "WALL-E" herankommt.


Drive
"Drive" habe ich damals im Kino aus diversen Gründen ausgespart (schlechter Zeitpunkt, leichte Abschreckung durch die FSK-18 Bewertung) und im Nachhinein ärgert das mich nun doch ein wenig. Die stilisierte Optik des Films  kam im Kino sicherlich noch besser rüber als auf dem heimischen Fernsehbildschirm. Nicolas Winding Refns Arthouse-Film handelt von einem namenlosen Mann (Ryan Gosling), der tagsüber Stuntfahrer beim Film und Autmechaniker ist, nachts jedoch sein Können als Fluchtfahrer für Kriminelle zur Verfügung stellt. Er verliebt sich in seine zurückhaltende Nachbarin (Carey Mulligan), aber als ihr Mann aus dem Gefängnis entlassen wird und alte "Freunde" auftauchen, um Schulden einzutreiben, wird der Fahrer in eine Situation hineingezogen, die immer weiter eskaliert.

Winding Refn lässt sich sehr viel Zeit beim Aufbau seiner Charaktere und die erste halbe Stunde besteht zum Großteil aus langen Kameraeinstellungen und schweigsamen Charakteren. Beinahe unmerklich dreht er jedoch die Spannungsschraube an und das FSK-18-Label wird mit plötzlichen Gewaltausbrüchen auf jeden Fall gerechtfertigt. Dennoch sind alle, die blutiges Gemetzel sehen wollen, hier definitiv fehl am Platz, da sich diese Momente auf vielleicht vier Szenen beschränken.
Was "Drive" von ähnlichen B-Movies abhebt (denn etwas anderes ist die Handlung eigentlich nicht), ist die intensive Atmosphäre. Eine coole, gleichzeitig unterkühlte Optik, in Erinnerung bleibende Bilder (der Fahrer am Meer *schauder*), ein stylischer 80s Soundtrack, lange Kameraeinstellungen, wenig Dialog, undurchsichtige Charaktere - das alles trägt dazu bei, dass gerade die Atmosphäre des Films besonders im Gedächtnis bleibt.


The Amazing Spider-Man
Der Film, über den alle nach Ankündigung nur mit einem verwirrten Blick nach dem "Warum" frageten. Der letzte Teil von Sam Raimis "Spider-Man"-Trilogie war im Grunde kaum aus den Kinos verschwunden, da wurde auch schon ein Reboot angekündigt. Aber warum sollte man sich als geneigter Zuschauer nun schon wieder anschauen, wie Peter Parker von einer genetisch mutierten Spinne gebissen wird und plötzlich Superkräfte entwickelt? Gut, der Bösewicht ist dieses mal  der Lizard und nicht der Kobold, aber grün ist er auch. Und das hübsche Mädchen an Peters Seite ist nun nicht Mary Jane sondern Gwen Stacey, aber Eye Candy bleibt Eye Candy, oder?

Nun, teil teils. Mir persönlich gefällt dieses Spider-Man Reboot besser als Sam Raimis Version. Zum einen ist Andrew Garfield für mich einfach ein überzeugenderer und weniger weinerlicher Peter. Garfield ist ein bisschen mehr Nerd und bringt die Gefühle von Peter besser rüber, v. a. auch die Wut, die manchmal in ihm brodelt. Seine Romanze mit Gwen (Emma Stone) ist einfach schön anzusehen, auch weil Gwen eben nicht die übliche Maid in Not, sondern durchaus tough und auch mit einer guten Portion Humor ausgestattet ist. Und Rhys Ifans als Dr. Connors ist sympathisch, sodass er einem schon irgendwie leid tut, wenn er auf einmal zur bösen Echse mutiert.
Auf der technischen Ebene macht der Film auch was her, die Musik passt und ist schön heroisch, und die anderen Darsteller sind ebenfalls glaubwürdig.
Natürlich ist die Handlung jetzt nicht besonders neu und es wäre sicherlich sinnvoller gewesen, einfach nur einen kurzen Rückblick zu zeigen, in der Peters Wandlung zu Spider-Man kurz erklärt wird, anstatt sich damit die erste Hälfte des Films aufzuhalten. Und ja, es gibt auch so manche vorhersehbaren (z. B. bezüglich Gwen's Vater, der Polizist ist) oder kitschigen Momente - aber ich habe mich ganz wunderbar unterhalten gefühlt. Dieser neue "Spider-Man" hat auf jeden Fall eine Chance verdient.


Ice Age 4 - Voll verschoben
Mein Heimatkino hat diesem Film entgegen gefiebert, da jeder Teil der "Ice Age"-Reihe ganz einfach ein absolut sicheres Ding ist. Und auch Teil 4 ist es noch immer zu Recht. Dieses Mal löst unser verrückter Eichhörnchen-Ratten-Mix Scrat bei der Jagd nach seiner geliebten, doch so unerreichbare Eichel die kontinentale Verschiebung aus. Dies hat natürlich Auswirkungen auf unsere bunt gemischte Herde rund um Mammut Manni, Faultier Sid und Säbelzahntiger Diego. Sie werden von den anderen, u. a. Mannis Gefährtin Elli und seiner Teenie-Tochter Peaches, mit der er sich kurz vorher gestritten hatte, getrennt und auf einer Eisscholle aufs Meer gespült. Ihr Ziel besteht nun darin, die anderen wiederzufinden und dabei nicht von Sids Oma in den Wahnsinn getrieben zu werden. Unterwegs treffen sie auf eine Piratenbande rund um Captain Utan und einen Haufen überraschend schlagkräftiger Meerschweinchen.

Nach wie vor ist Scrat die Hauptattraktion des Films. Was er wieder für verrückte Abenteuer erlebt,  ist wie jedes Mal zum Brüllen komisch (v. a. die letzte Episode). Szenen stiehlt aber auch Sids Oma, die sich in nix reinquatschen lässt und dazu praktisch unkaputtbar ist. Außerdem hat sie ein sehr praktisches Haustier.
Die Piratenbande ist unterhaltsam skurril, aber ich hätte sehr gut ohne das "Vorstellungs-Lied" leben können...
Der Plot um Peaches und ihr Bestreben, zu den coolen Kids zu gehören, ist ziemlich vorhersehbar, aber noch ganz erträglich und birgt für die Kinder die übliche Aussage "Versuch dich nicht zu verstellen, um dazuzugehören, sondern halt dich an deine wahren Freunde". Doch auch im vierten Teil schafft die "Ice Age"-Reihe es, einfach nur gute Unterhaltung zu sein. Wir haben viel gelacht.



Beautiful Thing
Und zum Abschluss etwas eher Ausgefallenes. "Beautiful Thing" ist eine schöne Geschichte ums Erwachsenwerden, die erste Liebe und das Milieu in einer britischen Hochhaussiedlung. Die beiden Teenager Jamie (Glen Berry) und Ste (Scott Neal) sind Nachbarn. Jamie  wird in der Schule ständig von seinen Mitschülern gemobbt und schwänzt deshalb besonders oft den Sportunterricht, was seine zumeist überforderte Mutter (Linda Henry) zur Verzweiflung treibt. Stes Vater ist Alkoholiker und lässt seinen Frust immer an seinem Sohn aus, den er für eine absolute Niete hält. Als es eines Nachts besonders schlimm ist, flüchtet Ste nach nebenan zu Jamie. Die beiden werden Freunde und stellen bald fest, dass da mehr zwischen ihnen ist. Aber wie soll eine Beziehung zwischen ihnen funktionieren, wenn Stes Vater es auf gar keinen Fall erfahren darf und man vor den Mitschülern nicht als Schwuchtel dastehen will?

Die Beziehung zwischen Jamie und Ste entwicklet sich glaubhaft und wird sensibel dargestellt. Die Darsteller der beiden Jungs sind sehr gut - Berry spielt Jamie als jemanden, der sein Andersein soweit akzeptiert hat, während Neal als Ste derjenige ist, der große Probleme mit der Reaktion seiner Umgebung hat, aber seine Gefühle auch nicht komplett verleugnen will. Auch die anderen Darsteller bringen ihre Rollen gut rüber und man merkt, wie desillusioniert die Menschen in dieser Siedlung sind. Jamies Mutter fühlt sich hilflos in der Erziehung ihres Sohnes, zieht aber etwas Stärke daraus, dass Leah, die Tochter ihrer Nachbarin, offensichtlich noch viel schlimmer geraten ist. Gleichzeitig hat sie aber offensichtlich doch ein gutes Herz, da sie Ste gerne hilft und auch später, als sie von Jamies Homosexualität erfährt, versucht damit klarzukommen.
"Beautiful Thing" hat einige lustige Momente, regt zum Nachdenken an und verlangt nach mehr Toleranz, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger daherzukommen. Einen Blick wert.

Samstag, 1. Januar 2011

Mein Kinojahr 2010

Ein frohes neues Jahr euch allen!

Weil ich letztes Jahr soviel Spaß bei der „Auswertung“ hatte, habe ich auch dieses Jahr meine Kinobesuche Revue passieren lassen. Wieder werfe ich einen Blick auf meine Top-Filme des Jahres; auf die größten Enttäuschungen, auf gutes und schlechtes Publikum.

Es hat sich ganz schön was getan: 2010 hat es mich 47 Mal ins Kino gezogen (2009: 19 Mal), wovon allein 23 Besuche auf mein Stammkino entfielen. Drei Mal fand ich mich sogar in eher obskuren, kleinen Kinos in Aachen, Köln und Düsseldorf wieder. 13 Besuche fielen ins 1. Quartal, ins 2. 10. Im 3. Quartal war ich eher faul mit gerade mal 5 Besuchen, nur um dann im 4. Quartal mit 19 Besuchen noch mal ordentlich Gas zu geben. Man soll das Jahr schließlich gut ausklingen lassen. *g*

Unter den ganzen Kinobesuchen finden sich 8 Filme, die ich jeweils zwei Mal gesehen habe, und sogar zwei Filme, die mich je vier Mal ins Kino zogen (letztere sind „Alice im Wunderland“ und „Rapunzel“).

Der beste Film


Das war dieses Jahr etwas schwieriger zu entscheiden als im letzten. Ich fand einige Filme auf unterschiedlicher Ebene ganz einfach großartig, aber wenn ich alles zusammen nehme und überlege, welcher Film nicht einen einzigen unpassenden Moment hat, oder auch nur einen einzigen störenden Charakter, nun, dann ist es „Toy Story 3“. Da passt einfach alles: Handlung, Charaktere, Humor, Drama, Emotion. Man erwartet so was ja von Pixar, aber dieser Film ist so vollkommen rund, die Zeit flog nur so dahin und am Ende hab ich wieder geheult. :) Ich habe den Film noch einmal angeschaut, und wieder geheult., *g* Und mich erneut sehr darüber gefreut, dass es eine Totoro-Plüschfigur im Film gibt! Pixar, I ♥ you!
Mal schauen, ob Pixar diesen Platz auch im nächsten Jahr verteidigen kann...
Ehrenhalber möchte ich hier aber auch auf jeden Fall „Inception“, „The Social Network“ und „A Single Man“ erwähnen.

Der schlechteste Film

Von den ganz üblen Ausrutschern dieses Kinojahres habe ich zum Glück keinen gesehen (stellvertretend sei „Kindsköpfe“ genannt). Aber einen Film habe ich mir angetan, obwohl ich wusste, dass ich den Film nur überstehen würde, wenn ich zwischendurch blöde Kommentare abgebe. Bot sich ja auch einfach an. Die Rede ist natürlich von „Kampf der Titanen“. Das war irgendwie sehr trashig (v. a. die Götter im Olymp, oh Gott!), und zumeist einfach nur langweilig und „Dank“ des miesen 3Ds noch nicht mal gut anzuschauen. Gemma Arterton kommt halbwegs gut weg, sie hat zwar nichts zu tun, sieht aber immerhin schön aus. Das Pferd war gut. Und Hans Matheson, dem ich ewig dankbar sein werde für seine zwei witzigen Szenen.
Ansonsten ist eigentlich das einzig wirklich Positive, was ich über diesen Film sagen, dass ich als Gefallen für eine Freundin reinging und sie dadurch zwingen konnte, mit mir in „Kick-Ass“ zu gehen.

Der lustigste Film

Hm. Da können sich jetzt auch mehrere Filme um die Krone streiten, aber keine sticht so heraus wie im letzten Jahr „Zombieland“ oder auch „Brüno“. Ich würde es als ein Unentschieden zwischen „Männer, die auf Ziegen starren“ und „Die etwas anderen Cops“ bezeichnen.
„Ziegen“ hat mein Humorzentrum besser getroffen als das vieler anderer Besucher, glaube ich, aber der Film baut zum Ende hin leider etwas ab. Dennoch, ich hab mich köstlich amüsiert.
„Cops“ hingegen hat auch am Ende noch gute Momente zu bieten, hat zwischendurch jedoch kleinere Durchhänger. Dafür bietet dieser Film die lauteren, offensichtlicheren Brüller („Peil das Gebüsch an!“, „Ich bin ein Pfau, lasst mich fliegen!“) – und ich finde Will Ferrell einfach aus Prinzip lustig. *g*

Der emotionalste Film

Eigentlich könnte man meinen, dass ich nun auch hier „Toy Story 3“ als den Gewinner bekannt gebe – schließlich hat mich der Film wieder so richtig zum Weinen gebracht. Und auch viel lachen lassen.
ABER, emotional aufwühlender war ein anderer Film, der mich danach noch lange beschäftigte: „A Single Man“. Ein einfach nur wunderschön-trauriger Film mit großartigen Darstellern, der mich wirklich tief berührt hat.


Die größte positive Überraschung


Das ist definitiv „Drachenzähmen leicht gemacht“. Aufgrund der Trailer und der Tatsache, dass Dreamworks das dahinterstehende Studio ist, hatte ich keine besonders hohen Erwartungen an den Film. Schließlich hatte man kurz vorher den vierten „Shrek“-Film auf die Menschheit losgelassen. Und dann wurde ich verzaubert. Eine gute Handlung, liebenswürdige Charaktere, und vor allem Herz – so ist’s fein, Dreamworks, das ist der richtige Weg! Dazu einer der besten Filmsoundtracks 2010 (die Trommeln!), sehr schön realisiertes 3D, besonders in den Flugszenen – ein wirklich empfehlenswerter Film. Und dazu auch noch eine überraschende Wendung am Ende.


Die größte Enttäuschung

So richtig schlimm enttäuscht hat mich dieses Jahr eigentlich kein Film. Selbst den doch sehr von den Kritikern verrissenen „The Tourist“ fand ich gar nicht so übel. Einen Film gibt es allerdings, von dem ich mir mehr versprochen hatte – und aus dem man mehr hätte machen können: das Remake von „Fame“. Also wirklich, der war lasch. Da wär mehr drin gewesen, v. a. haben mich als Zuschauer die Charaktere, bis vielleicht auf ein oder zwei, total kalt gelassen. Unpraktisch, wenn man dabei mitfühlen soll, wie Träume wahr werden oder eben auch zerplatzen.

Das beste Publikum

Am positivsten in Erinnerung blieb mir das Publikum bei meinem ersten „Inception“-Besuch. Ab ungefähr der Hälfte des Films gingen alle super mit und ich habe schon ewig nicht mehr ein ganzes Kino am Ende auf der vordersten Kante des Sitzes gesehen, alle laut flehend und intensiv auf die Leinwand starrend. Das Ende ist aber auch gemein. *g*
Der zweite Platz geht an das Publikum beim zweiten Besuch von „Die etwas anderen Cops“. Ich hatte schon Sorge, weil es so viele Kinder im Saal gab, aber die Stimmung war wirklich gut.
Gut waren auch die Besucher in „Das Kabinett des Doktor Parnassus“, v. a. weil der Großteil (u. a. meine mich begleitende Freundin) nicht wussten und/oder vergessen hatte, dass Johnny Depp und Co. mitspielten. Da ging ein Raunen durch den Saal... *g*

Das schlechteste Publikum

Ich habe hier leider einige Nennungen „ehrenhalber“ für unglaublich nervige Einzelpersonen, aber das allgemein schlechteste Publikum musste ich in „Einfach zu haben“ ertragen. Meine Güte, da gab es ja überhaupt keine Reaktion! So ein langweilig-uninteressiertes Publikum hatte ich schon ewig nicht mehr. Ja sorry, kann der Film doch nix dafür, dass „Harry Potter“ ausverkauft war!

Tja, und nun zu den Spezialisten, die konsequent versucht haben, mir andere Filme zu vermiesen.
Da wären zuerst die zwei nervig-giggelnden Weiber in der Reihe hinter uns in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1“. Nicht nur, dass sie – häufig an den unpassendsten Stellen – laut kicherten oder störende Kommentare abgeben (es gibt Leute, die haben einen Sensor für ruhige Szenen, die aufgrund der Stille wirken sollen – die plappern genau dann los), NEIN, sie standen auch abwechselnd drei Mal während dieses 2,5-Stunden-Films auf um, Achtung!, Bier zu holen. Es war irgendwie surreal. Da war der Typ vor uns, der nach ca. einer Stunde eine rauchen ging und entsprechend riechend wieder zurückkam, ja gar nix gegen.

Auch wunderbar waren die ca. zwölfjährigen Jungs in „Up in the Air“, bei denen ich mir sicher war, dass sie sich verlaufen hatten. Nee, hatten sie leider nicht. Einer von ihnen war offensichtlich an dem Film interessiert, die anderen zwei nicht. Lautes Gequatsche, Tütengeraschel und Rumgehampel folgte, bis sie dann nach ca. einer halben Stunde den Saal verließen. *puh*
Erwähnen muss ich auch einfach das seltsame Pärchen, dass in „Nine“ landete. Die gingen nach 10 Minuten. Da war noch gar nicht gesungen worden – oder hatte es bereits ein Lied gegeben? Bin nicht mehr sicher. Das war irgendwie ein sehr seltsamer Moment.

Und dann natürlich noch die elenden Blagen (okay, so siebzehn werden sie gewesen sein), die wir im zweiten Besuch von „Alice im Wunderland“ erdulden mussten. Die Mädels wollten den Film sehen, ihre männlichen Begleiter anscheinend nicht, was sie ca. eine halbe Stunde vor Ende auch anfingen, deutlich zu machen. Laute Kommentare wie „Maaaannn, ist das langweilig!“ etc., Treten gegen den Vordersitz, Gequatsche, bis die Mädels keine Lust mehr darauf hatten. Zirka fünfzehn Minuten vor Filmende verließ das Grüppchen den Saal. Meine Güte, wie blöd kann man sein. Schlaft doch, wenn ihr den Film scheiße findet! Haben viele der männlichen Begleiter damals bei „Twilight“ auch gemacht...

Das erinnert mich an....

Wieder wurde ich im ein oder anderen Film von Déjà Vus heimgesucht.
Gleich zwei hatte ich in „Sherlock Holmes“. So kommt darin ein geruchs- und geschmackloses Pulver vor, und das Einzige, woran ich denken konnte, war „Tihi, Jokanpulver!“ Wer „Die Braut des Prinzen“ gesehen hat, weiß Bescheid. *g* Außerdem erinnerte mich eine Szene gegen Ende stark an eine ähnliche in „Das Kabinett des Doktor Parnassus“, den ich kurz zuvor gesehen hatte: Jemand baumelt erhängt unter einer Brücke. *schüttel* Das war ein leicht makabrer Zufall.
„Prince of Persia“ hatte ebenfalls einen „Die Braut des Prinzen“-Moment zu bieten: Dastan wird von seinem Bruder und ein paar Soldaten verfolgt, die offensichtlich super im Spurenlesen sind, und das Einzige, was mir dazu einfällt, ist, „Er kann an einem bewölkten Tag einen Falken verfolgen, er wird Euch finden!“ *g* Von den ganzen an „Fluch der Karibik“ erinnernden Momenten fang ich am besten gar nicht erst an...

Besondere Momente

Der Besuch vom Chaplin-Film „Moderne Zeiten“, bei dem ein großes Orchester die Musik live zum Film spielte, war wunderbar. Eine ganz besondere Atmosphäre, und der Film an sich ist ja eh nicht schlecht.
Außerdem das laute Gekicher, als bei „The Tourist“ am Ende doch tatsächlich Marcus Off (Jack Sparrows deutsche Stimme) zu hören ist und er da so offensichtlich Sparrow ist, dass das dem Publikum nicht verborgen bleibt. *g*

Desweiteren gab es da noch diesen einen männlichen Besucher, den ich einfach erwähnen muss, weil er in „The Twilight Saga: Eclipse“ für einen der besten Kino-Momente ever sorgte. In der von den „Twilight“-Fans herbeigesehnten Bella/Edward-Bettszene will Bella endlich zur Sache kommen, Edward hält sie davon ab (denn er ist NOBEL), Bella guckt unglaublich bedröppelt – und genau im stillsten Moment dieser Szene, es ist grad unglaublich intensiv und emotional (blabla), sagt der Besucher, total trocken und matter-of-fact: „Idiot.“ Es war EPIC.

Und schließlich muss meine beste Freundin auch erwähnt werden, die unbedingt noch mit mir „Rapunzel“ schauen wollte. Der Film neigt sich dem Ende, es wird dramatisch, geht aber natürlich gut aus, und auf einmal hör ich neben mir ein leises Schniefen.
Ich: „Hast du wieder Allergie?“ (denn sie weint ja nicht im Kino)
Sie: *verstohlen schnief* „Nein.“
Ich: „Weinst du wegen dem Film?“ *freu*
Sie: „Ja, Mensch, ich steh auf so Kitsch!“ :D

Und was für eine wunderbare Überleitung...


Der „Oh Mein Gott! Ab Sofort Ein All-Time-Classic, Den ich Immer Und Immer Wieder Anschauen Werde, Weil Er Soooo Toll Ist *Auf Rosa Nostalgie-Wolken Schweb*“-Film


Ich hätte es ja vorher nicht gedacht (auch wenn ich es gehofft habe), aber „Rapunzel“ hat mich absolut begeistert. Vier Mal gesehen und ich könnte immer wieder reingehen, einfach so schön ist er. Der Film erinnert mich so sehr an Disneys Renaissance mit den „Fab Four“, es kommt dieselbe Stimmung rüber, der Spaß, das Märchenhafte... hach. *seufz* Einfach schööööööön.


Tja, das war mein Kinojahr 2010 im Schnelldurchlauf. Mal schauen, was 2011 so bringt!

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Samstag, 11. September 2010

Wir unterbrechen unser reguläres Programm für eine Sondersendung...

Zwei Kleinigkeiten, die ich einfach mal kurz dazwischenschieben muss, sonst fühl ich mich schlecht.



1. Verdammt Leute, geht "Toy Story 3" gucken!
Der Film ist einfach grandios und mit das Beste, was ihr dieses Jahr bisher im Kino erleben konntet. Und dabei mein ich nicht mal das 3D, hab den Film nämlich ohne gesehen, sondern einfach bezogen auf Figurenzeichnung, Handlung, Unterhaltungswert.

Es ist wirklich eine Schande, dass der Film weltweit sehr gut angenommen wird und bei uns nicht mal die 2 Mio. Besuchergrenze knackt. Dabei ist der Film tatsächlich etwas für die ganze Familie, im absolut besten Sinn. Ja, er bietet für Jugendliche und Erwachsene sogar noch viel mehr Unterhaltung als für die Kleinen und Kleinsten, obwohl diese genug vom Film beschäftigt werden, um die ganze Zeit über ruhig zu bleiben (selbst erlebt; ich saß in einer Kindervorstellung).

Desweiteren ist dieser 3. Teil auch wieder ein Beweis dafür, dass Fortsetzungen (und gerade dritte Teile, die ja gern besonders verschrieen sind) ihre Vorgängerfilme sogar deutlich überragen können. Ich mag "Toy Story 1 + 2" wirklich sehr gerne, aber sie sind nicht meine Lieblingspixarfilme. Dieser Teil jedoch könnte sich ganz oben in meiner Präferenzliste niederlassen (ist nach einmal Gucken noch nicht so sicher zu beurteilen, aber dass ich ihn am liebsten sofort noch einmal geschaut hätte, sagt schon viel). Und auch ein Beweis, dass Pixar zurzeit konkurrenzlos ist. Was die da in Reihe abliefern, ist nicht mehr zu glauben.

Wirklich, wirklich schön mit unglaublich gutem Humor, Gefühl, Spannung (oh ja! Ich saß auf der Kante des Sitzes gegen Ende und am Schluss hab ich geheult. *g*). Reingehen!



2. Wenn ihr die Möglichkeit habt, ein Tony Mono-Konzert zu besuchen - tut es!
Wenn ihr nur halbwegs etwas mit seinem "Wettervorhersong" auf 1live anfangen könnt, dann lasst euch eine Gelengenheit, ihn live zu sehen, auf gar keinen Fall entgehen!

Meine Freundin und ich haben von Anfang bis Ende nur gelacht und auch der Rest des Publikums (alle Altersschichten waren vertreten) hat sich köstlich amüsiert. Viele Ideen sind einfach so kreativ und gleichzeitig bescheuert, dass man sie gutfinden muss, und Tonys Moderation zwischen den Liedern ist ebenfalls wunderbar! Sehr spontaner und sympathischer Typ (ganz am Ende war er dann kurz mal er selbst bevor er wieder in den Tony-Modus geschaltet hat *g*) und seine Partnerin "Annemarie" (falls sie denn wirklich so heißt *g*) war ebenfalls toll. Außerdem bietet sie dem männlichen Publikum ordentlich was zu gucken. Wäre ja sonst auch unfair, wo wir Frauen doch den ganzen Abend über den gottgleichen Tony ansabbern können. ;)

3 Zugaben, Standing Ovations mit Riesenapplaus, über 2 Stunden super Unterhaltung und das für grade mal 20 €. Wenn er nächstes Jahr wieder halbwegs bei mir in der Nähe auftritt, bin ich definitiv wieder dabei!

Ebenfalls: Angucken, Leute!

Sonntag, 18. Juli 2010

30T FM: Tag 20

Tag 20: Eine emotionale Szene


Dies war mal wieder eine leichte Entscheidung. Bei der Montage zu Beginn von Oben habe ich geweint. Im Kino. Das ist das letzte Mal... noch nie passiert. Klar, die Augen waren manchmal ein bisschen feucht, aber jedes Mal hat irgendwas die Stimmung zerstört (weinende Sitznachbarn, Popcornrascheln...).

Mit einer Freundin habe ich die Preview besucht, die sehr leer war (WARUM? Ihr Ignoranten!) und ich hatte zumindest vorher gelesen, dass der Anfang doch ziemlich zu Herzen geht. Aber gut, ich dachte natürlich, dass es bei mir nicht anders läuft als sonst auch. Und meine Güte, was hab ich geheult! So ergreifend, so schön, so traurig! Meiner Freundin liefen auch die Tränen so das Gesicht runter, denn sie war absolut unwissend in den Film gegangen (ihr Wissen war: "Ein Opa bindet Luftballons an sein Haus und fliegt damit rum"). Und direkt nach der Montage kommt eine lustige Szene und wir mussten lachen, obwohl wir ja eigentlich noch weinten.

Hach, großartig!

Sonntag, 27. Juni 2010

Disney-Stöckchen

Der gute Sir Donnerbold hat uns Wild-West-Damen mit einem Stöckchen beworfen (gehört sich sowas?^^). Vielleicht schafft es meine Schreibkumpanin auch noch, das Stöckchen zu machen. Ich jedenfalls habe nun meine Hausarbeit für die Uni fertig (tatsächlich rechtzeitig fertig geworden) und kann mich ein, zwei Tage entspannen. Da ist ein Stöckchen doch eine super Idee!

Ich beziehe die ersten Fragen auf Zeichentrickfilme bzw. Filme mit Zeichentrickanteil, zumindest verstehe ich das so. Wenn später schon explizit nach Disneyrealfilmen gefragt wird... sonst wäre dieser Fragebogen auch viel zu einseitig. ;)


1. Was ist dein Lieblings-Disneyzeichentrickfilm?

Und schon wird’s schwierig. Ich war schließlich in einer von Disneys allerbesten Phasen Kind und gerade die Filme Anfang der 90er sind für mich alle auf einem gleich hohen Niveau. Aber... einen winzigkleinen, wirklich kaum wahrnehmbaren Vorsprung hat „Die Schöne und das Biest“.

2. Welche Figur ist dein Lieblings-Bösewicht?

Da hab ich keinen Liebling. Seien es Scar, Dschafar, Hades, Dr. Facilier oder Yzma (die ist einfach zu abgedreht, wunderbar!) – ich kann mich nicht entscheiden und find zu viele einfach auf ihre Art toll. Wobei meist die extrem guten Synchronsprecher ihre Teil dazu beitragen.

3. Und dein liebster Held?

Aladdin. Und Robin Hood (Er ist ein Fuchs! Wie kann er da nicht toll sein?!). Und Belle. Und Jim Hawkins. Und...

4. Welche Moral ziehst du aus deinem Lieblingsfilm?


Ehrlich gesagt hab ich über die Moral nie nachgedacht. Wahrscheinlich, dass man sich selbst treu sein soll und dass man den Charakter nicht nach dem Äußeren beurteilen soll. Wie in jedem zweiten Film, der auf den Markt kommt. *g*

5. Dein liebster Nebendarsteller?

Timon und Dschinni, weil auch hier wieder ein an sich toller Charakter durch den Sprecher noch um ein Vielfaches besser wird.

6. Wenn du die Wahl hättest einen ganzen Film lang live dabei zu sein, welcher wäre das?

Mich reizt „Der Schatzplanet“. Die Welt an sich find ich großartig konzipiert und ich drück mir einfach die Daumen, dass ich das überlebe. *g*

7. Findest du einen Charakter besonders erotisch/unerotisch?


Mit der Erotik von Zeichentrickfiguren hab ich mich noch nicht näher beschäftigt, aber wenn ich die Charaktere mal auf die reale Welt übertrage... Prinz Philipp aus „Dornröschen“ wär dann sicherlich ganz ansprechend. Außerdem mag er Pferde. *g* Absolut unanziehend finde ich Dschafar.^^

8. Dein Lieblingslied?

Soooo viele! So ziemlich alles aus Die Schöne und das Biest und Der König der Löwen, „Mensch sein“ und „Unter dem Meer“ aus Arielle, „Nur’n kleiner Freundschaftsdienst“ aus Aladdin, „That’s how you know“ aus Verwünscht...

9. Hast du eine eigene Idee für einen neuen Disney-Film? Wenn ja, wie sähe die aus?

Ich bin bei so was eher unkreativ, aber sie können gern alle möglichen Märchen verfilmen, leicht aufgepeppt natürlich.

10. Hast du auch einen Lieblingsrealfilm von Disney?

Die “Pirates of the Caribbean”-Reihe und da kommt auch nichts gegen an. Wobei an mir oft eh vorbeigeht, welches Studio jetzt welchen Film gedreht hat.^^

11. Ist Disney immer noch unschlagbar?

Für tiefschürfende Diskussionen über Disney bin ich der falsche Ansprechpartner. Was das Box Office angeht sind sie auf jeden Fall nicht mehr unschlagbar. Auch bei Zeichentrickfilmen gibt es durchaus andere Studios, die ihnen ernsthafte Konkurrenz machen und in den letzten Jahren konstanter Topqualität abgeliefert haben (Ghibli). Aber dennoch ist Disney immer noch eine Marke, die für Qualität steht und mit den ganzen Änderungen der letzten Monate fahren sie sicherlich nicht schlecht.

12. War die Zusammenarbeit mit Pixar der Anfang vom Ende?

Wohl kaum. Pixar hat so viele kreative Leute mit großartigen Ideen, dass Disney eigentlich nichts Besseres machen konnte. Pixar-Filme sind für mich immer eine absolut sichere Sache für einen wunderbaren Kinoabend mit tollen Geschichten und Charakteren. Die paar Oscars, die Disney dadurch einheimsen konnte, sprechen ja eine deutliche Sprache.

13. Was hältst du davon, dass in den neuen Disneyfilmen nicht mehr wie in den alten gesungen wird?

Ich mag die guten, alten Disney-Musicals sehr gerne, aber mich stört es nicht, wenn in einem Zeichentrickfilm nicht gesungen wird. Wenn es passt, warum nicht, aber in jeden Film auf Teufel komm raus Lieder integrieren zu wollen, ist Quatsch. Disney kehrt ja langsam wieder zurück zu dieser alten Tradition und das begrüße ich. In „Ein Königreich für ein Lama“ oder „Atlantis“ habe ich die Lieder aber nicht vermisst.

14. Wie viele Disneyfilme hast du daheim?

Ach je... allein an Zeichentrick-DVDs 23, und dann kommen natürlich noch einige computeranimierte Filme und massig Realfilme dazu, Kaufvideos und aufgenommene Videos ebenfalls. Die zähl ich jetzt aber nicht. *g*

15. Welchen Disney-Film würdest du deinen Kindern vorsetzen, um ihnen was zu vermitteln?

So ziemlich alle („Die Kühe sind los“ mal ausgeklammert), aber nicht , weil ich ihnen etwas vermitteln will, sondern weil es einfach gute Filme sind. Jeder Disney-Film vermittelt doch Werte wie Freundschaft, Vertrauen in sich selbst, Loyalität usw. Da bräuchte ich keinen speziellen auszusuchen.

16. Haben Disney-Filme deine Kindheit beeinflusst?

Natürlich! Irgendwoher muss meine Affinität zu Musicals ja kommen und zum Zeichentrick allgemein. *g* Auch haben sie mich überhaupt erst für Filme begeistert – ins Kino in den neuen Disneyfilm zu Weihnachten zu gehen, das gehörte einfach zu meiner Kindheit dazu.

17. Welcher Disney-Film ist deiner Meinung nach der traurigste?

Durchgängig traurig sind die Filme ja nie. Es gibt traurige Momente, und da sind „Der König der Löwen“ oder auch „Bambi“ ziemlich gut dabei. Wenn ich aber auch Pixar-Filme mit einbeziehe, dann ist es für mich „Oben“. Ich hab noch nie so sehr im Kino geheult (und das nicht nur bei der Anfangs-Montage, sondern auch später wieder...). Dabei würde ich auch „Oben“ nicht als traurigen Film bezeichnen, dafür gibt’s zu viele fröhlich-lustige oder spannende Momente – aber er hat mich irgendwie besonders berührt.

18. Und der lustigste?

„Ein Königreich für ein Lama“. Und „Die Monster AG“. Jedes Mal aufs Neue wieder genauso komisch wie beim ersten Mal gucken.


Ich bin nie gut im Werfen gewesen - wer möchte, kann sich das Stöckchen einfach schnappen. :)

Sonntag, 11. Oktober 2009

Eine wunderbare Reise

Eigentlich hatte ich ja gar nicht vor, mir das neueste Pixar-Werk im Kino anzuschauen. Nicht, dass ich Pixar-Filme nicht mag. Ganz im Gegenteil. Ich mag sie sehr. Sowohl ihre Kreativität, ihren Ideenreichtum als auch ihre Liebe zu und für Details.

Und ich erinnere mich gern daran zurück, wie ich in jungen Jahren und mit staunenden Augen den ersten vollständig am Computer erstellten Kinofilm der Pixar-Animation-Studios fasziniert im Kino verfolgt habe (die Rede ist natürlich von Toy Story). Dennoch habe ich nicht das Bedürfnis, mir jeden neuen Film von Pixar nun im Kino ansehen zu müssen. Bei manchen reicht es mir eben auch, mir dann irgendwann einfach die DVD zu holen. Meine Sympathie bzw. meine Begeisterung müssen sie sich nun auch mal mit anderen Filmvorlieben bzw. Vorlieben für andere Filmgenres teilen.

Auch bei Oben, welchen ich vorgestern mit meiner Schwester im Kino angeschaut habe, wollte ich mit "dem ersten Mal" warten, bis er dann auf DVD erscheint. Ursprünglich. Nun habe ich mich doch dagegen entschieden. Erstens, weil ich bisher nur durchweg gute Kritiken gelesen habe und mir auch vom Hörensagen bzw. den Erzählungen derjenigen, die den Film bereits gesehen haben, ein recht genaues Bild machen konnte. Zweitens, weil mir die Trailer und Filmausschnitte, die ich im Netz gefunden und gesehen habe wirklich sehr gefielen. Und zu guter Letzt, weil meine Schwester von irgendwann Mal noch zwei Kino-Freikarten hatte, die sie gedachte nun zum Einsatz kommen zu lassen und mit denen sie vor meiner Nase hin- und herwedelte. Das war natürlich ein schlagendes Argument, dem man sich nur schwer entziehen konnte und dem ich auch nichts mehr entgegen zu setzen hatte *g*.

Nun, dies ist ganz sicher keine Rezension über den Film Oben im üblichen Sinne, denn diese Arbeit hat Sunny bereits hier wunderbar erledigt, so dass ich mir das Erzählen der Handlung und Ausführungen zu derselben an dieser Stelle ersparen werde. Dennoch ist mir danach, einfach noch ein paar Worte zum Kinobesuch selber sowie einige wenige Gedanken zum Film zu hinterlassen.

Wir wählten die Abendvorstellung um 20:00 Uhr in einem der größten Kinokomplexe in unserer Heimatstadt. Oben wurde in einem der mittleren Kinos gezeigt mit ca. 260 Plätzen. Der Saal war zu etwa zwei Dritteln gefüllt, was mich dann doch überrascht hat (ich hätte mit weniger gerechnet). Sicher spielte eine Rolle, dass es sich um eine Vorstellung am Freitagabend handelte und die warmen Sommerabende vorbei sind, in denen sich die Leute lieber zum Grillen im Garten treffen, als ins Kino zu gehen. Aber der Film läuft bereits in der 4. Woche und der Kinokomplex enthält 14 Kinos. Das Angebot an Konkurrenzfilmen ist da natürlich nicht gerade klein, allen voran zurzeit immer noch Wickie und die starken Männer, vor dessen Kinokasse sich auch in der 5. Woche, nachdem der Film in den Kinos angelaufen ist, immer noch eine sehr lange Schlange reihte, wie wir beobachten konnten. Aber vielleicht hat sich ja durch Mund-  propaganda mittlerweile doch herumgesprochen, dass Oben ein wirklich sehenswerter und weiterer gelungener Film von Pixar ist, der einen Kinobesuch allemal lohnt. Zumindest bei mir hat das ja funktioniert^^. Ich würde es dem Film auf jeden Fall sehr wünschen.

An Werbung für kommende Filme wurden Trailer zu Planet 51, Küss den Frosch, Niko-ein Rentier hebt ab und Alvin und die Chipmunks 2 gezeigt.

Und dann begann auch schon der obligatorische Pixar-Kurzfilm, der ja immer vor dem eigentlichen Hauptfilm folgt. Ja, in diesem Kino wurde er gezeigt! Ich habe öfters gelesen, dass dies wohl nicht immer und überall der Fall gewesen ist, was an sich schon ein Schande ist und eigentlich an Unverschämtheit grenzt, denn sie gehören bei Pixar-Filmen nicht nur einfach dazu (und sind schließlich im Kinopreis mit inbegriffen^^), sondern stimmen in der Regel auch gut auf das dem Kurzfilm folgende eineinhalb bis zwei Stunden dauernde Kinoerlebnis ein.



Teilweise wolkig war mir zwar schon durch Youtube bekannt, allerdings in  wirklich grottenschlechter Qualität, so dass ich froh war, ihn jetzt sozusagen in voller Schönheit genießen zu können.

Was soll ich sagen? Wunderschöner Vorfilm! Allein das Thema des Kurzfilms (die kleinen Babys kommen aus den Wolken und ja, es stimmt....der Storch bringt sie!) ist schon eine unglaublich entzückende Idee an sich und wurde einfach hinreißend und sehr liebevoll umgesetzt in wirklich sehr schönen Bildern.  Ich liebe diese Pixar-Kurzfilme einfach und bin immer wieder überrascht über den Ideenreichtum dafür. In der Rangliste meiner Lieblings-Pixar-Kurzfilme nimmt dieser in jedem Fall eine der vorderen Ränge, wenn nicht sogar momentan den ersten Platz ein. 

Die Zuschauer sind schon beim Vorfilm wunderbar mitgegangen. Als die einzelne, einsame, traurige, dunkle Wolke unterhalb des hellen, rosa durchfluteten Wolkenfeldes auftauchte gab es schon ein allgemeines mitfühlendes "Oooooh", was durch wirklich den gesamten Kinosaal raunte.....und es sollte nicht das letzte bleiben *g*. Der Vorfilm vermittelt eine herrliche Stimmung und entlässt einen mit einem zufriedenen Lächeln und in freudiger Erwartung auf den Hauptfilm.

Wie sich schon im Vorfilm andeutete, hatten wir mit dem Publikum dieses Mal viel Glück. Hauptsächlich erwachsenes Publikum, aber tatsächlich auch noch ein paar jüngere Kinder darunter (was bitte machen die um diese Uhrzeit noch im Kino? Tsss...). Sie fielen jedoch überhaupt nicht unangenehm auf, was natürlich ganz sicher auch daran lag, dass sie in Begleitung ihrer Eltern waren und dass es sich überwiegend um ein Erwachsenen-Publikum handelte im Gegensatz zu den Nachmittagsvorstellungen voller Kinder aller Altersklassen, gerade bei solcher Art von Filmen (das letzte Mal erlebt bei der Nachmittagsvorstellung von Ice Age 3...uff!). Aber sie waren unüberhörbar, vor allem bei den eher slapsticklastigen Szenen.

Wie gesagt, das Publikum war prima, ist sehr gut mitgegangen, war an den richtigen Stellen still und gerührt oder eben amüsiert, erheitert und hat folgerichtig deshalb auch an genau den richtigen Stellen mitgelacht. Es war spürbar, wie das gesamte Publikum den Film regelrecht "mitgelebt" hat. Das war schön und ist mir so -in dieser Form- auch bis jetzt nur ein einziges Mal passiert und zwar damals in der zweiten Vorstellung von PotC 2, die ich seinerzeit besucht habe. Auch da ein tolles Publikum, was den Film für mich zu einem doppelten Genuss hat werden lassen. Dieses Glück hat man ja leider nicht immer^^.

Direkt hinter uns und schräg in der Reihe direkt vor uns, saßen zwei Typen, die sich an manchen Stellen im Film gar nicht mehr einkriegen wollten und so lauthals und herzhaft gelacht haben, dass sie die restlichen Zuschauer dann noch mal umso mehr mitgerissen haben *g*. Schön auch, wie das Publikum auch gerade auf die etwas feineren Nuancen und mehr versteckten humoresken Szenen reagierte und diese durch ein leises Lachen oder unterdrücktes freudiges Gekichere honoriert hat.

Das einzige, was mich anfangs ein wenig nervte, war der Typ direkt neben mir, der ein Portion Nachos verspeiste und dessen ständiges Knurpseln und Krachen mich zu Beginn ein paar Mal aus meiner Konzentration auf den Film riss. Irgendwann dachte ich: "Du meine Güte, wann hat er sie denn endlich aufgegessen....die Portion war doch gar nicht so groß, menno!". Aber ungefähr nach einem Drittel des Films verstummte er dann endlich und erstarb. Beziehungsweise "es". Also das Knurpseln, nicht der Typ *g*. Und nachdem dessen Nacho-Hunger bis zum Ende des Films wohl offensichtlich gestillt war, tat sich auch –Gott sei Dank- keine weitere Störquelle mehr für mich auf, so dass ich den Film ohne weiteres durchgängig bis zum Ende genießen konnte (inklusive des Abspanns, der ebenso wie der ganze Film sehr liebevoll gemacht und gestaltet ist).

Zum Film selber:

   

Schön fand ich, dass Pixar diesmal zwei Spezies zu Hauptcharakteren gemacht hat, die auch in unserer realen Welt nun eher zu den ich will nicht sagen "Randgruppen" gehören, aber doch zu den kaum bis gar nicht beachteten oder auch durchaus oftmals ausgegrenzten Gruppen, die sicher weniger als mehr im Zentrum unserer Gesellschaft stehen und eben oft hintenan fallen. Alleinstehende, verbitterte, gesundheitlich bereits eingeschränkte, vereinsamte, alte Menschen und kleine, dicke, ständig essende, emotional wohl eher vernachlässigte und gleichsam nach Anerkennung wie Schokolade hungernde (jedenfalls in diesem Fall *g*)  Kinder. Mutig finde ich das. Es sind ja damit nicht unbedingt die klassischen Helden, die wohl eher das Publikum (vor allem wohl das jüngere) ins Kino ziehen dürften. Und doch sind sie Helden. Auf ihre sehr eigene Art und Weise.

Im Übrigen habe ich mich verliebt. Und zwar bereits, als ich den Trailer zum ersten Mal  gesehen habe. Sofort und auf der Stelle! In Russell *g*. 

Dieser kleine, übergewichtige, übereifrige Junge ist einfach nur supermegaknuffig. Aber eben auch der schrullig-liebenswerte Carl ist auf seine Art einfach herzig. Und kämpft mit seinen "Waffen", ganz seinem Alter entsprechend *g*. Hunde- und Vogelliebhaber kommen in diesem Film übrigens auch voll auf ihre Kosten.

Die deutsche Synchro fand ich durchweg gelungen. Besonders auch bei Carl und Russell. Die Stimmen passten für mich perfekt zu den Charakteren.

Tränen vergossen habe ich übrigens nicht. Das mag aber sicher auch daran liegen, dass ich bereits zuviel von dem Film gelesen und gehört hatte, so dass ich wusste, was mich erwartete. Die einzige Stelle, die diesbezüglich für mich ein wenig grenzwertig war, war die, als Carl noch einmal in dem Abenteuerbuch blätterte und entdeckte, dass Elli ihm dort noch etwas hinterlassen hatte. Da, in diesem Moment, als Carl diese Entdeckung machte und welche Botschaft Ellie ihm damit nach ihrem Ableben noch vermittelte, und als sich dann auch noch seine Augen mit Tränen zu füllen begannen, da bekam ich fast selber Pipi in den Augen und musste dementsprechend einen Moment lang tatsächlich schwer schlucken.

Meine Schwester hat übrigens geweint. Und nicht nur einmal ;).

Oben ist ein Film zum Lachen und zum Weinen. Ein Film für Jung und Alt, für Groß und Klein, für Dicke und Dünne, für Schokoladenliebhaber und auch für die, die schokoladen-technisch eher zu den Unbestechlichen gehören *g*. Ein Film für Jedermann...und auch für jede Frau ;). Kurz gesagt, ein Film für die ganze Familie. Mit wunderschönen Landschaftsbildern. Mit unglaublich liebevoll ausgearbeiteten Charakteren. Ein Film, der einen mit auf die Reise nimmt. Nicht nur auf eine Reise nach Südamerika und hinein in das gemeinsam zu bestehende Abenteuer der Protagonisten, sondern auch auf die emotionale Reise in deren eigene(n) Geschichte(n).

Mich persönlich hat der Film einfach nur begeistert, gerade auch in seinen stillen, melancholischen Momenten sowie in seinen Details und ich finde ihn in seiner ganzen Mischung aus heiter, komisch, traurig, ruhig und abenteuerlich absolut rund und überaus gelungen.

Im Nachhinein bin ich wirklich froh, dass ich ihn mir -entgegen meiner ursprünglichen Intention- nun doch im Kino angeschaut habe, denn gerade auch bei den Landschafts- und Luftbildern entfaltet sich deren Wirkung noch einmal ganz anders und um so mehr, wenn man sie auf einer großen Kinoleinwand sehen kann (und das gilt für den Hauptfilm ebenso wie für den Vorfilm Teilweise wolkig!).

Deshalb bleibt wohl am Ende nur zu sagen: Danke für diese wunderbare Reise, Pixar!

Fazit:
Wer sich auf die Reise von und mit Carl und Russell einlässt, wird garantiert nicht enttäuscht werden. Ein wunderschöner, herzerwärmender, sehr liebevoll gemachter und gestalteter Film, der einen mit einem guten Gefühl wieder nach Hause entlässt. Absolut sehens- und ebenso empfehlenswert!




Weitere Filmkritik zu "Oben"

Sonntag, 27. September 2009

Oben



Pixar spielt in einer ganz eigenen Liga. Ihr neues Meisterwerk Oben macht dies wieder einmal mehr als deutlich. Dieser Film hat mich restlos begeistert, mich zum Lachen, Weinen und Staunen gebracht. Meistens abwechselnd, manchmal gleichzeitig. Allein die Tatsache, dass der Film mich zum Weinen gebracht hat, zeugt davon, wie wunderbar sich Pixar darauf versteht, die Charaktere den Zuschauern nahe zu bringen. In Pixar-Filmen geht es in erster Linie um die Geschichte und die Charaktere. Pixar-Filme sind gemacht für jung und alt, sind witzig, herzerwärmend, spannend, traurig, wunderschön und entlassen einen immer mit einem erhebenden Gefühl.

Ich habe Oben mittlerweile zweimal gesehen: Einmal in der Vorpremiere mit gerade mal acht Leuten im Saal (meine Freundin und mich eingeschlossen), und nach offiziellem Kinostart in der nächstgrößeren Stadt in einem sehr gut gefüllten Saal und mit Leuten aus allen Alterstufen. Der Film hat alle Zuschauer absolut gepackt; es war schön, ein Publikum so mitgehen zu sehen. Sie waren gefesselt, an den „richtigen“ Stellen war es mucksmäuschenstill und wenn es witzig wurde, wurde lauthals gelacht. Das ist es doch, warum man ins Kino geht: Um dieses wunderbare Gemeinschaftsgefühl zu erleben, wenn man mit Leuten zusammensitzt, die den Film genauso toll finden wie man selbst!

Oben beginnt mit einer wunderschönen Montage über des Leben des Protagonisten Carl Fredericksen. Sie zeigt uns, wie er die Liebe seines Lebens, Ellie, trifft, wie sie heiraten, das Haus renovieren, zur Arbeit gehen, davon träumen, irgendwann einmal nach Südamerika zu fliegen und gemeinsam alt werden. Am Ende dieser Montage ist Carl Witwer und der Zuschauer ein emotionales Wrack. :) Nicht umsonst wurde diese Szene vom englischen Kinomagazin TOTAL FILM zur besten Animationsfilm-Szene überhaupt gewählt. Wenn hartgesottene Filmkritiker bei der Premiere in Cannes alle unisono anfangen, sich verstohlen die Tränen aus den Augen zu wischen, dann hat man einen Hit gelandet.

Nach diesem Paukenschlag zum Anfang setzt die eigentliche Handlung ein. Carl soll sein Haus verkaufen, um Platz für neue Hochhäuser zu machen, was für ihn natürlich nicht in Frage kommt. Er fasst den Entschluss, dann eben mitsamt seinem Haus nach Südamerika zu fliegen, und sich somit seinen und Ellies Traum zu erfüllen. Als sein Haus, an tausende von Luftballons gebunden, losfliegt, muss er feststellen, dass er einen Pfadfinderjungen namens Russell unfreiwillig mit an Bord genommen hat. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als ihn mit nach Südamerika zu nehmen. Dort erwartet ihn ein Abenetuer, mit dem er niemals gerechnet hätte, mit sprechenden Hunden, einem Riesenvogel und so mancher Überraschung.

Es ist im Grunde am besten, wenn man gar nicht mehr über die Handlung weiß. Denn die entfaltet sich ganz wunderbar und mir war nicht eine Sekunde während des Films langweilig. Es gibt bittersüße Szenen, in denen ich weinen musste, auf die häufig unglaublich lustige Szenen folgen... ein herrliches Wechselbad der Gefühle!

Die Charaktere sind sehr liebenswert, vom grantigen Senioren Carl über den knuddeligen Russel bis zum liebenswerten Hund Dug (der mich sehr an unseren Hund erinnert hat...). Die deutsche Synchronisation ist sehr gut gelungen. Ich kann jetzt natürlich nicht mit dem Original vergleichen, aber die Stimmen sind alle sehr passend ausgewählt (wie man es von Pixar-Filmen erwartet) und die Gags funktionieren. Die einzige Übersetzungsänderung, die mir bekannt ist, ist der Ausruf der Hunde. Im Original sagen sie „Squirrel“, also Eichhörnchen. Das lässt sich im Deutschen natürlich nicht so schön rufen, und außerdem jagen bei uns Hunde sowieso eher Katzen nach, also sagen sie in unserer Fassung auch „Katze“. Wenn es weiter nichts ist...

Manche mögen vielleicht sagen, dass mit der Erinnerung an Ellie etwas zu sehr auf die Tränendrüse gedrückt wird. Das ist sicherlich Geschmackssache; ich fand es jedenfalls einfach schön, wie sehr Carl seine Ellie geliebt hat – und sie ihn.

Oben ist ein wunderschöner Film, wieder ein richtiger „Feel good“-Film, der den Zuschauer mit einem großen Grinsen aus dem Kinosaal entlässt. Unbedingt anschauen gehen! Ich hoffe, dass Oben durch die positive Mund-zu-Mund-Propaganda noch ordentlich an Zuschauern zulegt.

Ach so, noch etwas: Wie immer gibt es auch bei Oben den obligatorischen Vorfilm. Die Kinos, die diesen wunderschönen Vorfilm Teilweise wolkig nicht zeigen, sollten einen Teil des Eintrittspreises erstatten. Ich hatte Glück und durfte ihn beide Male bewundern. Diesmal ist der Vorfilm nicht so lustig hysterisch wie Presto!, aber dafür stimmt er ganz wunderbar auf den Hauptfilm ein. Die Stimmung, die in Teilweise wolkig vermittelt wird, ist perfekt für Oben. So muss das sein.



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