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Dienstag, 1. Januar 2013

Auf ein Neues: Mein Kinojahr 2012

Ein frohes Neues Jahr 2013 Euch allen! Bevor ich meine "Life of Pi"-Kritik auf die Welt loslasse, blicke ich noch einmal zurück auf das vergangene Jahr und was das Kino so alles für mich bereithielt.

Tja, ein wenig sind die Kinobesuche für mich zurückgegangen: Es zog mich 40 Mal ins Kino (2011: 43), allerdings handelt es sich dabei um 36 verschiedene Filme, wohingegen ich 2011 allein 8 Besuche auf das Konto von zwei Filmen gingen. *g* Dieses Jahr sah ich nur vier Filme zweimal im Kino und laut Quartalen verteilt es sich so: 6 Besuche / 11 Besuche / 11 Besuche / 12 Besuche.
Von diesen 40 Besuchen gehen  28 auf mein Heimatkino, die anderen verteilen sich auf zwei weitere Kinos mehr oder weniger in der Nähe.

Der beste Film
Dieses Jahr geht der Preis an den besten Sommerblockbuster, "The Avengers". Der Film hätte ein komplettes Desaster werden können, aber glücklicherweise hatte Joss Whedon das richtige Händchen und hat perfektes Popcornkino abgeliefert. Tolle Charaktere, zwischen denen die Chemie stimmt, beeindruckende Actionszenen und eine gute Portion Humor - so stell ich mir gutes Entertainment vor. Auch nach mehrmaligem Ansehen büßt "The Avengers" nichts von seinem Unterhaltungswert ein, was man auch nicht über jeden Film sagen kann.
Ebenfalls weit oben auf meiner Jahres-Hitliste finden sich "Cloud Atlas", "Life of Pi", "Der Hobbit", und "Dame König As Spion".


Der schlechteste Film
 Es gibt die offensichtlichen Vertreter in dieser Kategorie wie "Breaking Dawn 2" oder "Snow White & the Huntsman", die wirklich beide auf ihre Weise schlecht sind (schlecht inszeniert und langweilig, oder komplett unlogisch und abgekupfert). Aber wirklich richtig aufgeregt im Sinne von "Was für ein ätzend-nerviger Film, und dabei hätte der so gut sein können!" hat mich Til Schweigers "Schutzengel". Gut aussehende Action, aber so eine Unmenge an schlechten Klischees und miesen Dialogszenen, die sich gegen Ende ziehen wie ein richtig unkaputtbarere Kaugummi. Und dann natürlich ein komplett unglaubwürdiges Zuckerguss-Ende!
"Schutzengel" ist der Film, bei dem ich danach am meisten rumgemeckert habe. Die anderen beiden Filme haben mir wenigstens auf der "Wow, ist das ein Mist!"-Ebene noch Spaß gemacht, aber hier war es nur ein genervtes Augenrollen und "Mach voran!".


Der lustigste Film
Der Preis geht an "Ted", Mark Wahlbergs fluchenden Teddybären. Sicher, den Haudrauf-Humor muss man mögen, aber dann hat man eine gute Zeit. Ich weiß nicht, wie gut sich der Film bei mehrmaligem Sehen hält, aber im Kino war er für mich dieses Jahr der Film mit der höchsten Lachfrequenz und mit einigen der besten Cameos des Jahres.
Viel gelacht habe ich aber auch beim Überraschungshit "Ziemlich beste Freunde", "Ice Age 4" (dank der herrlichen Faultier-Oma, den Kampfhamstern und Scrat, nicht wegen der langweiligen Teeniedrama-Nebenhandlung) und Disneys "Ralph reicht's" (ein herrlich im wahrsten Sinne des Wortes zuckriger Film inklusive einer "hammerharten Braut" *g*).


Der emotionalste Film
Auch wenn "Life of Pi" mich am Ende doch das ein oder andere Mal schlucken ließ, fand ich "50/50 - Freunde fürs (Über)Leben" doch am emotional involvierendsten. Joseph Gordon-Levitt ist hervorragend als krebskranker Mittzwanziger, der irgendwie versucht, mit der Situation klarzukommen. Anna Kendrick liefert eine tolle Leistung als seine überforderte Psychologin, und Seth Rogen ist als beste Freund ehrlich, manchmal arschig, aber immer loyal. Da das Ganze auf einer wahren Geschichte basiert, ist der Ausgang  klar, und doch war ich einfach "drin" in diesem Film.


Die größte positive Überraschung
Zwei Filme haben mich wirklich richtig überrascht: "Cabin in the Woods" und "The Amazing Spider-Man". Während ersterer einfach eine herrlich erfrischende Abwechslung im Horrorgenre ist, zeigt letzterer uns einen etwas düstereren Peter Parker, der mit Andrew Garfield perfekt besetzt wurde. Dafür, dass das Reboot der "Spider-Man"-Serie eigentlich komplett überflüssig war, ist dieser Film wirklich richtig gut gelungen.


Die größte Enttäuschung
Es schmerzt mich ein wenig, dies sagen zu müssen, aber in dieser Kategorie ist "Dark Shadows" ganz vorne. Ein Vampirfilm von Tim Burton mit Johnny Depp? Na, das muss doch fantastisch werden! Leider weit gefehlt. Ich verließ einen Burton-Film noch nie so gleichgültig wie diesen. Da hat man wohl zuviel auf einmal gewollt und sich ziemlich verzettelt. Auch Depp hat sich schon mal mehr in eine Rolle reingehängt.


Das beste Publikum
Da geht mein Lob zunächst sowohl an das Publikum bei meinem zweiten "The Avengers"-Besuch als auch an das aus "Ted". Beide Male herrschte eine wirklich gute Stimmung - alle hatten offensichtlich richtig Spaß an dem Film, ohne irgendwie dabei zu ausgelassen oder störend zu werden. Schön.
Ähnlich unterhaltsam war das Publikum in "Breaking Dawn 2" - offensichtlich zum Großteil aus Fans bestehend, die gut mitgingen und den bescheuerten Twist entsprechend kommentierten.
Aus einem anderen Grund wirklich gut war das Publikum in "The Dark Knight Rises" - sehr angespannt und voll vom Film gefangen. Keinerlei Unruhe trotz der langen Filmdauer. Beinahe so gut wie die Meute damals in "Inception". *g*
Ehrennennung für das Mädel in der Reihe vor uns in "The Artist", die am Ende nach der großen Shownummer losklatschte.


Das schlechteste Publikum
Glücklicherweise blieb mir dieses Jahr ein insgesamt mieses Publikum erspart. Dafür gab es wieder ein paar "herausragende" Individuen...
Platz 1 an die Idioten ein paar Reihen hinter uns in "Dame König As Spion", die offensichtlich keinen Plan davon hatten, welche Art Film sie da gerade gucken, und glücklicherweise nach einer halben Stunde mit einer "freundlichen" Schlussbemerkung den Saal verließen. Kein Mitleid, selbst Schuld.
Platz 2 an den Typen neben mir in "Snow White & the Huntsman", der gefühlt alle 5 Minuten die Uhrzeit checkte, sich andauernd dreist halb in meinen Sitz lehnte und möglicherweise ein Atemproblem hatte. Wenn du den Film so schrecklich findest, dann geh.
Platz 3 an das Blag neben mir in "Die Tribute von Panem", das die erste Stunde des Films (weil sooo langweilig) damit verbrachte, ständig SMS mit irgendwem auszutauschen. Danke, Apple, für das extrem helle Handy-Display.


Das erinnert mich an....
Nun ja, der komplette "Snow White"-Film erinnerte mich an andere Filme. *g* Am dreistesten waren jedoch die ganzen "Der Herr der Ringe"-Anleihen.
Auch schön: Wir lernen in "Skyfall" den neuen Quartiermeister (Ben Whishaw) kennen, und uns fiel spontan nur eins dazu ein: Sherlock Holmes hat also auch einen jüngeren Bruder! Und ich kann mir nicht helfen, aber Fix-it Felix aus "Ralph reichts" erinnert mich an Martin Freeman. Keine Ahnung warum.
Aber manchmal stehe ich auch komplett auf dem Schlauch. So wie in "The Descendants", wo ich einfach nicht drauf kommen wollte, an wen mich dieser eine komische Schauspieler erinnert - bis mir nach dem Film mitgeteilt wurde, dass das Timothy Spall war. Ich habe ihn nicht erkannt. Er sah so... normal aus.


Besondere Momente
Da gab's dieses Jahr nur eine Sache, und das war, ein komplettes Kino bei "Cabin in the Woods" für sich zu haben. Sehr cool - wie ein DVD-Abend, nur in größer. *g


Die "Ich bin so intellektuell"-Ecke
Ich habe dieses Jahr nicht nur einen Schwarzweiß-Film gesehen, sondern zwei! Yeah! Einer davon war ein Stummfilm ("The Artist", einfach ganz wunderbar) und der andere ein französischer Arthouse-Film mit Untertiteln ("Kill me please", ich bin nach wie vor nicht sicher, was ich da gesehen habe). Hinzu kommt natürlich noch "Die Entdeckung des Hugo Cabret", der ja immerhin eine Liebeserklärung an den Beginn des Kinos ist, auch wenn er sich irgendwie in diversen Nebenhandlungen verliert. Aber Scorsese ist ja trotzdem immer ganz toll oder so.

Und damit sind wir am Ende meines Jahresrückblickes angekommen.

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Montag, 5. März 2012

Und heute aus unserer "Youtube bestimmt mein Leben"-Ecke!

Ja, es stand schon in den Zeitungen und tumblr ist kurz nach den Oscars deswegen explodiert. Dennoch möchte ich diesen Clip einfach in unsere Blog-Youtube-Sammlung aufnehmen, da er zu grandios ist, um übergangen zu werden. Matt Damon ist auch dabei!

The One and Only Jimmy Kimmel presents: "Movie: the Movie"!!!



Und weil wir ja auch intelektuell und anspruchsvoll und kulturell sind, gibt's als Ausgleich zu diesem schnöd-hohlen, wenn auch stargespickten Blockbuster da oben nun Tschaikovkys "Sugar Plum Fairy" - auf der Glasharfe.



Bitte bitte, gern geschehen. :)

Mittwoch, 15. Februar 2012

Zur Überbrückung meines ewigen Schweigens: YouTube

Ich schneie nur mal kurz herein und lasse euch teilhaben ein zwei herrlichen Videos:

Das große Jammerballade "Hello" einmal etwas anders:


Jean Dujardin, Oscar-nominiert für "The Artist", spricht für all die kommenden Bösewichtrollen vor:

Mittwoch, 11. Januar 2012

Mein Kinojahr 2011

Ein bisschen spät dran bin ich ja dieses Jahr, aber irgendwas ist eben immer und im Moment muss ich zugeben, dass ich so gut wie meine gesamte Aufmerksamkeit auf meine Lieblingsserie konzentriere (wozu dann nach Ausstrahlung der letzten Folge auch eine Kritik folgen wird).

Nun, wie war denn meine Kinojahr 2011 so? Welche Filme fand ich gut, welche nicht so sehr, wie war das Publikum, gab es Überraschungen?
2011 habe ich 43 Mal das Kino aufgesucht (2010: 47), wobei sich die Besuche dieses Mal sehr schön auf die Quartale verteilen (10 / 11 / 12 / 10) und ich ehrlich gesagt am Ende nur aus Zeitgründen nicht auf mehr Besuche gekommen bin. Wie immer habe ich fleißig mein Heimatkino unterstützt (24 Besuche), auch zog es mich in die ein oder andere Großstadt (14 Besuche), davon allerdings nicht zwingend in die großen Kinos. *g* Einen totalen Ausreißer gibt es auch - als ich aus beruflichen Gründen in Hamburg war, verschlug es mich tatsächlich mit meiner Chefin ins Kino (das gerade umgebaut wurde, was allerdings die Vorstellung nicht störte).

Es gibt vier Filme, die ich zwei Mal im Kino sah, für "The King's Speech" ging ich drei Mal ins Kino und der vierte Teil der verfluchten Piraten brachte mich sogar fünf Mal dazu, Geld auszugeben.

Der beste Film


Und doch ist es nicht "Pirates of the Caribbean 4", der für mich der beste Film war, sondern "The King's Speech". Während "Pirates" doch ein paar Fehler hat, die mich tatsächlich auch stören, ärgert mich nichts an "The King's Speech". Colin Firth hat zu Recht einen Oscar für seine Leistung bekommen, aber auch alle anderen Schauspieler, allen voran Geoffrey Rush und Helena Bonham-Carter, sind absolut hervorragend und machen diesen Film zu ganz großem Kino. Er mag am Ende ein klein wenig pathetisch werden, aber bei der Thematik darf das auch mal sein. Und der Humor kommt ja zum Glück nicht zu kurz.
Neben "Pirates" finden sich in meiner absoluten Bestenliste außerdem noch "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" (hat sich noch schnell reingeschlichen), "Crazy Stupid Love" (wunderbare Liebesdramödie), "Super 8" und "Harry Potter 7.2".


Der schlechteste Film
Tja, das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich fand keinen Film wirklich schlecht, denn wie immer habe ich ganz klug die offensichtlichen Katastrophen erfolgreich vermieden. Ich denke, hier passt aber "Anonymus" von Roland Emmerich ganz gut rein. Da wäre noch soviel mehr drin gewesen und irgendwie habe ich die Explosionen vermisst. Das Ganze plätscherte einfach so vor sich hin und haute nachher ein paar Wendungen raus, die doch sehr weit hergeholt schienen und nur um der Provokation Willen überhaupt vorkamen. Vergessenswert.

Der lustigste Film
Da schwanke ich doch sehr und belasse es bei einem Unentschieden zwischen "Der Gott des Gemetzels" und "Nichts zu verzollen". Beide waren auf ihre Art sehr lustig und wir haben fast die ganze Zeit nur gelacht. Auch gut war "Brautalarm", allerdings kam es hier doch ein paar Durchhänger.

Der emotionalste Film
Ich könnte jetzt sagen, dass war "True Grit", weil ich da zum Ende hin die Contenance doch sehr verloren habe. *ähem* Aber bis zu diesem Punkt hatte der Film mich nicht besonders aufgewühlt oder Ähnliches. Daher nenne ich hier "Black Swan". Ein wirklich toller Film, der mir doch sehr an die Nerven gegangen ist. Ich komme mit Psychothrillern nicht so gut klar, weswegen ich mir hier öfters ganz schön erschreckt und richtig mitgelitten habe. Nervenaufreibend und wir waren danach ziemliche Wracks *g*, aber ein richtig guter Film.

Die größte positive Überraschung
Ganz klar "The Green Hornet". Dieser Film sah irgendwie nach nix aus, aber er war überraschend unterhaltsam mit einem tollen Hauptdarsteller-Gespann und einem herrlich verrückten Christoph Waltz als Bösewicht. Der 3D-Effekt wurde ebenfalls sehr gut eingesetzt und von mir aus darf die grüne Hornisse gerne wiederkommen.


Da mich dieses Jahr kein Film enttäuscht hat (alle waren wie erwartet gut oder schlecht *g*), gibt es an dieser Stelle die
Honourable Horror Film Mention

"Fright Night"! Der Film ist toll! Das Timing war toll! Warum sind da nicht mehr Leute reingegangen? Wollt ihr wirklich alle nur noch Glitzervampire sehen? Dieser Film hier macht wenigstens Spaß, hat coole Darsteller und einen super Soundtrack. Alles Ignoranten...

Das beste Publikum
Sowohl in der Hamburger "The King's Speech"-Vorstellung als auch in "Nichts zu verzollen" hatte ich ein super Publikum! Voller Saal, richtig tolle Stimmung, viele Lacher, so muss das sein.
Ehrennennung für das Mädel hinter uns in der zweiten "Fright Night"-Vorstellung, die sich zuerst überrascht zeigte, wie gut ihr das Ganze gefiel und nachher über die weibliche Hauptfigur sagte, "Hey die mag ich, die ist wie ich!" *g*

Das schlechteste Publikum
Den Preis für das allgemein schlechteste Publikum können sich zwei Gruppen teilen, und zwar die in meinem ersten "Sherlock Holmes 2"-Besuch, und die in "Die drei Musketiere". So ein langweilig-reaktionsloses Publikum ist wirklich selten. Wie kann man ausgerechnet bei diesen beiden Filmen so dermaßen ruhig bleiben? Das ist eine Kunst.
Sondererwähnung für die ätzenden Blagen in "Immer Drama um Tamara", die relativ schnell merkten, dass das so gar nicht der Film aus dem Trailer ist: "Ey ich weiß auch nicht, Mann, im Trailer hat die mit voll vielen Typen rumgemacht!" Öhm jaaa... Es wurde noch einige Zeit diskutiert, aber verhältnismäßig ging es. Habe schon Schlimmeres erlebt.

Das erinnert mich an...
Natürlich weckte David Tennant in seinem Peter-Vincent-Aufzug aus "Fright Night" sofort Assoziationen zu Captain Jack Sparrow und er wird auch gern als der Jack Sparrow der Vampirjäger bezeichnet. Und was soll ich sagen: Er kann's tragen. *g*
In "Der gestiefelte Kater" kam in irgendeiner Szene ein Hamster vor, und woran wir sofot denken mussten war Krustelinchen aus "Der Gott des Gemetzels". Sowas bleibt eben hängen!
Und dann natürlich noch das verwendete Gift in "Sherlock Holmes 2". Das war nämlich Curare und ich saß da und erinnerte mich an eine Fanfiction zu "Fluch der Karibik", die ich vor Jahren las und in der eben dieses Gift vorkam. Hach, ist das schön, sowas zu wissen. *g*

Besondere Momente
Schön war es, "Pirates" in der Originalfassung zu sehen. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel ich tatsächlich verstehe.
Das "Harry Potter 7"-Double Feature war ebenfalls eine wirklich tolle Sache.
Und dann gab es noch die interessante Publikumsreaktion nach "Anonymus": "Öhm jaaa. Puh. Öhm...?" Man sah förmlich die Fragezeichen über den Köpfen. Kollektives Schulterzucken. *g*

Das Fan-Erlebnis

Photobucket

Wie, habt ihr wirklich geglaubt, ich würde das Jahr 2011 abhandeln, ohne "Fremde Gezeiten" separat zu erwähnen? Ich bitte euch! Ich habe wie alle anderen Fans auch lange auf den Film gewartet und wurde zum Glück nicht enttäuscht. Ja, es gab ein paar Sachen, die ich gerne anders gehabt hätte (kompliziertere Handlung, etwas mehr Jack-Tricksereien und v. a. kein Mord an einem meiner Lieblings-Nebencharatere!), aber dennoch war ich von dem Film wirklich begeistert und bin v. a. sehr glücklich über das sehr gut gelungene Ende. Teil 5 kann kommen. :)

Und das war mein Rückblich auf's Kinojahr 2011. Hoffe, es hat euch gefallen.

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Freitag, 15. Juli 2011

Petrificus Totalus!! (oder auch: Kampf dem (Ge)*knurpsel*...)






Petrificus Totalus! Diesen Zauberspruch hätte ich heute im Kino (beim Film HP 7.2) gut gebrauchen können. Warum? Um ihn in die Reihen hinter mich zu schleudern. Und gleich noch den Silencio-Zauber hinterher, um alle Eventualitäten auszuschließen.


...*knurpsel*…*knurpsel*…*knurpsel*…*knurpsel*...*knurpsel*...*knurpsel*...*knurpsel*
...*knurpsel*…*knurpsel*…*knurpsel*…*knurpsel*...*knurpsel*...*knurpsel*...*knurpsel*
...*knurpsel*…*knurpsel*…*knurpsel*…*knurpsel*...*knurpsel*...*knurpsel*...*knurpsel*


....und das  DEN.  GANZEN.  VERDAMMTEN.  FILM.  HINDURCH.


Und nicht nur aus einer Ecke, sondern gleich aus mehreren (gleichzeitig!). Den. ganzen. Film. hindurch. permanent. und. unaufhörlich. bis. zum. Ende. Und ganz besonders in den ruhigen und sehr emotionalen Momenten war dies schier UNERTRÄGLICH.


Ich hasse das. Ich hasse solche Kinobesucher. Ich hasse die Rücksichtslosigkeit mancher Leute. Wieso verdammt noch mal muss man den ganzen Film hindurch fressen? Wieso immer dieses Knurpselzeug? (Chips, Nachos, Popcorn…ja, selbst das hörte man da raus!) Wieso kann man sich nicht VORHER sättigen? Und wieso können manche Leute Filme offensichtlich nur genießen, indem sie sich ständig mit irgendwas vollstopfen, knistern, rascheln…und eben knurpseln^^.

Ich fang’ ja auch nicht einfach während der Vorstellung an zu rauchen, weil ich mich dann besser entspannen (und genießen) kann. Und bei den Handys weisen die Kinobetreiber ja meist auch immer daraufhin, dass das während der Filmvorstellung gefälligst auszubleiben hat. Warum kann man dasselbe nicht mit dem Knister- und Raschelgeräusch, Knurpsel- und Mundkrachgeräusch verursachenden Snacks machen? Oder generell Snacks während der Vorstellung verbieten? Oder nur Snacks anbieten, die eben nicht knurpseln.

Man müsste echt das Kleingeld haben, um sich so einen Kinosaal ganz für sich allein zu mieten. Diese verfressenen Idioten! Stümper! Banausen! Egoisten! Blödians! (Und das Wort mit dem "A" am Anfang und dem "Nichts mit etwas drumherum" am Ende schlucke ich jetzt an dieser Stelle mal tapfer runter. Wir sind hier schließlich ein anständiger Blog. Und bleiben sauber. Naja....wir versuchen es zumindestens.*g*)

So.

Boah, ne.....ich hab’ mich so übelst derb heute aufgeregt. Arglnhhhhh!


Am liebsten wäre ich in die hinteren Reihen geklettert und hätte diesen vermaledeiten, rücksichtslosen, permanenten "Geräuscheverursachern" ihre Chipstüten, Nachoschälchen und ihre Popcorn-Eimer so tief in den Rachen gerammt, dass ihnen das Zeug wieder an den Ohren herauskommt oder dass es ihnen denselben so verstopft, dass ihnen die Lust und die Möglichkeit am weiteren Geknackse vergeht. Stinksauer war ich und bin es noch. Und da ich grad kein passendes Ohr zur Verfügung habe, was ich volljammern kann, muss jetzt eben die Mecker-Ecke herhalten. Dafür ist 'se ja schließlich da, gell? Und der Druck muss raus, alles andere ist schließlich ungesund für’s eigene Gemüt.*g*

Ja, so einen Lähmungs- oder Erstarrungszauber anzuwenden wäre heute im Kino wirklich außerordentlich praktisch gewesen. Und eine Genugtuung. Und eine Wohltat dazu.

Tja, aber leider leben wir nicht in der Zauberwelt eines Harry Potter & Co., sondern eben doch nur in der schnöden Welt der Muggel. Schade eigentlich.



P.S.
Nu' geht's mir besser. ;-)

Samstag, 1. Januar 2011

Mein Kinojahr 2010

Ein frohes neues Jahr euch allen!

Weil ich letztes Jahr soviel Spaß bei der „Auswertung“ hatte, habe ich auch dieses Jahr meine Kinobesuche Revue passieren lassen. Wieder werfe ich einen Blick auf meine Top-Filme des Jahres; auf die größten Enttäuschungen, auf gutes und schlechtes Publikum.

Es hat sich ganz schön was getan: 2010 hat es mich 47 Mal ins Kino gezogen (2009: 19 Mal), wovon allein 23 Besuche auf mein Stammkino entfielen. Drei Mal fand ich mich sogar in eher obskuren, kleinen Kinos in Aachen, Köln und Düsseldorf wieder. 13 Besuche fielen ins 1. Quartal, ins 2. 10. Im 3. Quartal war ich eher faul mit gerade mal 5 Besuchen, nur um dann im 4. Quartal mit 19 Besuchen noch mal ordentlich Gas zu geben. Man soll das Jahr schließlich gut ausklingen lassen. *g*

Unter den ganzen Kinobesuchen finden sich 8 Filme, die ich jeweils zwei Mal gesehen habe, und sogar zwei Filme, die mich je vier Mal ins Kino zogen (letztere sind „Alice im Wunderland“ und „Rapunzel“).

Der beste Film


Das war dieses Jahr etwas schwieriger zu entscheiden als im letzten. Ich fand einige Filme auf unterschiedlicher Ebene ganz einfach großartig, aber wenn ich alles zusammen nehme und überlege, welcher Film nicht einen einzigen unpassenden Moment hat, oder auch nur einen einzigen störenden Charakter, nun, dann ist es „Toy Story 3“. Da passt einfach alles: Handlung, Charaktere, Humor, Drama, Emotion. Man erwartet so was ja von Pixar, aber dieser Film ist so vollkommen rund, die Zeit flog nur so dahin und am Ende hab ich wieder geheult. :) Ich habe den Film noch einmal angeschaut, und wieder geheult., *g* Und mich erneut sehr darüber gefreut, dass es eine Totoro-Plüschfigur im Film gibt! Pixar, I ♥ you!
Mal schauen, ob Pixar diesen Platz auch im nächsten Jahr verteidigen kann...
Ehrenhalber möchte ich hier aber auch auf jeden Fall „Inception“, „The Social Network“ und „A Single Man“ erwähnen.

Der schlechteste Film

Von den ganz üblen Ausrutschern dieses Kinojahres habe ich zum Glück keinen gesehen (stellvertretend sei „Kindsköpfe“ genannt). Aber einen Film habe ich mir angetan, obwohl ich wusste, dass ich den Film nur überstehen würde, wenn ich zwischendurch blöde Kommentare abgebe. Bot sich ja auch einfach an. Die Rede ist natürlich von „Kampf der Titanen“. Das war irgendwie sehr trashig (v. a. die Götter im Olymp, oh Gott!), und zumeist einfach nur langweilig und „Dank“ des miesen 3Ds noch nicht mal gut anzuschauen. Gemma Arterton kommt halbwegs gut weg, sie hat zwar nichts zu tun, sieht aber immerhin schön aus. Das Pferd war gut. Und Hans Matheson, dem ich ewig dankbar sein werde für seine zwei witzigen Szenen.
Ansonsten ist eigentlich das einzig wirklich Positive, was ich über diesen Film sagen, dass ich als Gefallen für eine Freundin reinging und sie dadurch zwingen konnte, mit mir in „Kick-Ass“ zu gehen.

Der lustigste Film

Hm. Da können sich jetzt auch mehrere Filme um die Krone streiten, aber keine sticht so heraus wie im letzten Jahr „Zombieland“ oder auch „Brüno“. Ich würde es als ein Unentschieden zwischen „Männer, die auf Ziegen starren“ und „Die etwas anderen Cops“ bezeichnen.
„Ziegen“ hat mein Humorzentrum besser getroffen als das vieler anderer Besucher, glaube ich, aber der Film baut zum Ende hin leider etwas ab. Dennoch, ich hab mich köstlich amüsiert.
„Cops“ hingegen hat auch am Ende noch gute Momente zu bieten, hat zwischendurch jedoch kleinere Durchhänger. Dafür bietet dieser Film die lauteren, offensichtlicheren Brüller („Peil das Gebüsch an!“, „Ich bin ein Pfau, lasst mich fliegen!“) – und ich finde Will Ferrell einfach aus Prinzip lustig. *g*

Der emotionalste Film

Eigentlich könnte man meinen, dass ich nun auch hier „Toy Story 3“ als den Gewinner bekannt gebe – schließlich hat mich der Film wieder so richtig zum Weinen gebracht. Und auch viel lachen lassen.
ABER, emotional aufwühlender war ein anderer Film, der mich danach noch lange beschäftigte: „A Single Man“. Ein einfach nur wunderschön-trauriger Film mit großartigen Darstellern, der mich wirklich tief berührt hat.


Die größte positive Überraschung


Das ist definitiv „Drachenzähmen leicht gemacht“. Aufgrund der Trailer und der Tatsache, dass Dreamworks das dahinterstehende Studio ist, hatte ich keine besonders hohen Erwartungen an den Film. Schließlich hatte man kurz vorher den vierten „Shrek“-Film auf die Menschheit losgelassen. Und dann wurde ich verzaubert. Eine gute Handlung, liebenswürdige Charaktere, und vor allem Herz – so ist’s fein, Dreamworks, das ist der richtige Weg! Dazu einer der besten Filmsoundtracks 2010 (die Trommeln!), sehr schön realisiertes 3D, besonders in den Flugszenen – ein wirklich empfehlenswerter Film. Und dazu auch noch eine überraschende Wendung am Ende.


Die größte Enttäuschung

So richtig schlimm enttäuscht hat mich dieses Jahr eigentlich kein Film. Selbst den doch sehr von den Kritikern verrissenen „The Tourist“ fand ich gar nicht so übel. Einen Film gibt es allerdings, von dem ich mir mehr versprochen hatte – und aus dem man mehr hätte machen können: das Remake von „Fame“. Also wirklich, der war lasch. Da wär mehr drin gewesen, v. a. haben mich als Zuschauer die Charaktere, bis vielleicht auf ein oder zwei, total kalt gelassen. Unpraktisch, wenn man dabei mitfühlen soll, wie Träume wahr werden oder eben auch zerplatzen.

Das beste Publikum

Am positivsten in Erinnerung blieb mir das Publikum bei meinem ersten „Inception“-Besuch. Ab ungefähr der Hälfte des Films gingen alle super mit und ich habe schon ewig nicht mehr ein ganzes Kino am Ende auf der vordersten Kante des Sitzes gesehen, alle laut flehend und intensiv auf die Leinwand starrend. Das Ende ist aber auch gemein. *g*
Der zweite Platz geht an das Publikum beim zweiten Besuch von „Die etwas anderen Cops“. Ich hatte schon Sorge, weil es so viele Kinder im Saal gab, aber die Stimmung war wirklich gut.
Gut waren auch die Besucher in „Das Kabinett des Doktor Parnassus“, v. a. weil der Großteil (u. a. meine mich begleitende Freundin) nicht wussten und/oder vergessen hatte, dass Johnny Depp und Co. mitspielten. Da ging ein Raunen durch den Saal... *g*

Das schlechteste Publikum

Ich habe hier leider einige Nennungen „ehrenhalber“ für unglaublich nervige Einzelpersonen, aber das allgemein schlechteste Publikum musste ich in „Einfach zu haben“ ertragen. Meine Güte, da gab es ja überhaupt keine Reaktion! So ein langweilig-uninteressiertes Publikum hatte ich schon ewig nicht mehr. Ja sorry, kann der Film doch nix dafür, dass „Harry Potter“ ausverkauft war!

Tja, und nun zu den Spezialisten, die konsequent versucht haben, mir andere Filme zu vermiesen.
Da wären zuerst die zwei nervig-giggelnden Weiber in der Reihe hinter uns in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1“. Nicht nur, dass sie – häufig an den unpassendsten Stellen – laut kicherten oder störende Kommentare abgeben (es gibt Leute, die haben einen Sensor für ruhige Szenen, die aufgrund der Stille wirken sollen – die plappern genau dann los), NEIN, sie standen auch abwechselnd drei Mal während dieses 2,5-Stunden-Films auf um, Achtung!, Bier zu holen. Es war irgendwie surreal. Da war der Typ vor uns, der nach ca. einer Stunde eine rauchen ging und entsprechend riechend wieder zurückkam, ja gar nix gegen.

Auch wunderbar waren die ca. zwölfjährigen Jungs in „Up in the Air“, bei denen ich mir sicher war, dass sie sich verlaufen hatten. Nee, hatten sie leider nicht. Einer von ihnen war offensichtlich an dem Film interessiert, die anderen zwei nicht. Lautes Gequatsche, Tütengeraschel und Rumgehampel folgte, bis sie dann nach ca. einer halben Stunde den Saal verließen. *puh*
Erwähnen muss ich auch einfach das seltsame Pärchen, dass in „Nine“ landete. Die gingen nach 10 Minuten. Da war noch gar nicht gesungen worden – oder hatte es bereits ein Lied gegeben? Bin nicht mehr sicher. Das war irgendwie ein sehr seltsamer Moment.

Und dann natürlich noch die elenden Blagen (okay, so siebzehn werden sie gewesen sein), die wir im zweiten Besuch von „Alice im Wunderland“ erdulden mussten. Die Mädels wollten den Film sehen, ihre männlichen Begleiter anscheinend nicht, was sie ca. eine halbe Stunde vor Ende auch anfingen, deutlich zu machen. Laute Kommentare wie „Maaaannn, ist das langweilig!“ etc., Treten gegen den Vordersitz, Gequatsche, bis die Mädels keine Lust mehr darauf hatten. Zirka fünfzehn Minuten vor Filmende verließ das Grüppchen den Saal. Meine Güte, wie blöd kann man sein. Schlaft doch, wenn ihr den Film scheiße findet! Haben viele der männlichen Begleiter damals bei „Twilight“ auch gemacht...

Das erinnert mich an....

Wieder wurde ich im ein oder anderen Film von Déjà Vus heimgesucht.
Gleich zwei hatte ich in „Sherlock Holmes“. So kommt darin ein geruchs- und geschmackloses Pulver vor, und das Einzige, woran ich denken konnte, war „Tihi, Jokanpulver!“ Wer „Die Braut des Prinzen“ gesehen hat, weiß Bescheid. *g* Außerdem erinnerte mich eine Szene gegen Ende stark an eine ähnliche in „Das Kabinett des Doktor Parnassus“, den ich kurz zuvor gesehen hatte: Jemand baumelt erhängt unter einer Brücke. *schüttel* Das war ein leicht makabrer Zufall.
„Prince of Persia“ hatte ebenfalls einen „Die Braut des Prinzen“-Moment zu bieten: Dastan wird von seinem Bruder und ein paar Soldaten verfolgt, die offensichtlich super im Spurenlesen sind, und das Einzige, was mir dazu einfällt, ist, „Er kann an einem bewölkten Tag einen Falken verfolgen, er wird Euch finden!“ *g* Von den ganzen an „Fluch der Karibik“ erinnernden Momenten fang ich am besten gar nicht erst an...

Besondere Momente

Der Besuch vom Chaplin-Film „Moderne Zeiten“, bei dem ein großes Orchester die Musik live zum Film spielte, war wunderbar. Eine ganz besondere Atmosphäre, und der Film an sich ist ja eh nicht schlecht.
Außerdem das laute Gekicher, als bei „The Tourist“ am Ende doch tatsächlich Marcus Off (Jack Sparrows deutsche Stimme) zu hören ist und er da so offensichtlich Sparrow ist, dass das dem Publikum nicht verborgen bleibt. *g*

Desweiteren gab es da noch diesen einen männlichen Besucher, den ich einfach erwähnen muss, weil er in „The Twilight Saga: Eclipse“ für einen der besten Kino-Momente ever sorgte. In der von den „Twilight“-Fans herbeigesehnten Bella/Edward-Bettszene will Bella endlich zur Sache kommen, Edward hält sie davon ab (denn er ist NOBEL), Bella guckt unglaublich bedröppelt – und genau im stillsten Moment dieser Szene, es ist grad unglaublich intensiv und emotional (blabla), sagt der Besucher, total trocken und matter-of-fact: „Idiot.“ Es war EPIC.

Und schließlich muss meine beste Freundin auch erwähnt werden, die unbedingt noch mit mir „Rapunzel“ schauen wollte. Der Film neigt sich dem Ende, es wird dramatisch, geht aber natürlich gut aus, und auf einmal hör ich neben mir ein leises Schniefen.
Ich: „Hast du wieder Allergie?“ (denn sie weint ja nicht im Kino)
Sie: *verstohlen schnief* „Nein.“
Ich: „Weinst du wegen dem Film?“ *freu*
Sie: „Ja, Mensch, ich steh auf so Kitsch!“ :D

Und was für eine wunderbare Überleitung...


Der „Oh Mein Gott! Ab Sofort Ein All-Time-Classic, Den ich Immer Und Immer Wieder Anschauen Werde, Weil Er Soooo Toll Ist *Auf Rosa Nostalgie-Wolken Schweb*“-Film


Ich hätte es ja vorher nicht gedacht (auch wenn ich es gehofft habe), aber „Rapunzel“ hat mich absolut begeistert. Vier Mal gesehen und ich könnte immer wieder reingehen, einfach so schön ist er. Der Film erinnert mich so sehr an Disneys Renaissance mit den „Fab Four“, es kommt dieselbe Stimmung rüber, der Spaß, das Märchenhafte... hach. *seufz* Einfach schööööööön.


Tja, das war mein Kinojahr 2010 im Schnelldurchlauf. Mal schauen, was 2011 so bringt!

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Montag, 29. März 2010

Film-Stöckchen: Die 100 finanziell erfolgreichsten Filme


Wenn ich schon zu faul zum Kritiken schreiben bin (ich gebs ja immerhin zu), dann kann ich mich zumindest zu einem Stöckchen hinreißen lassen. Gefunden bei Gilly.  Welche der 100 finanziell erfolgreichsten Filme hab ich gesehen? Die sollen schön fett markiert werden. Kein Problem!

001. Avatar – Aufbruch nach Pandora, 2009, James Cameron
002. Titanic, 1997, James Cameron
003. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs, 2003, Peter Jackson
004. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2, 2006, Gore Verbinski
005. The Dark Knight, 2008, Christopher Nolan
006. Harry Potter und der Stein der Weisen, 2001, Chris Columbus
007. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt, 2007, Gore Verbinski
008. Harry Potter und der Orden des Phönix, 2007, David Yates
009. Harry Potter und der Halbblutprinz, 2009, David Yates
010. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme, 2002, Peter Jackson
011. Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung, 1999, George Lucas
012. Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück, 2004, Andrew Adamson, Kelly Asbury, Conrad Vernon
013. Jurassic Park, 1993, Steven Spielberg
014. Harry Potter und der Feuerkelch, 2005, Mike Newell
015. Spider-Man 3, 2007, Sam Raimi
016. Ice Age 3, 2009, Carlos Saldanha, Mike Thurmeier
017. Harry Potter und die Kammer des Schreckens, 2002, Chris Columbus
018. Der Herr der Ringe – Die Gefährten, 2001, Peter Jackson
019. Findet Nemo, 2003, Andrew Stanton
020. Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith, 2005, George Lucas
021. Transformers – Die Rache, 2009, Michael Bay
022. Spider-Man, 2002, Sam Raimi
023. Independence Day, 1996, Roland Emmerich

024. Shrek der Dritte, 2007, Chris Miller
025. Krieg der Sterne, 1977, George Lucas
026. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, 2004, Alfonso Cuaron
027. E.T. – Der Außerirdische, 1982, Steven Spielberg
028. Der König der Löwen, 1994, Roger Allers, Rob Minkoff
029. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, 2008, Steven Spielberg
030. Spider-Man 2, 2004, Sam Raimi
031. 2012, 2009, Roland Emmerich
032. The Da Vinci Code – Sakrileg, 2006, Ron Howard
033. Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia, 2005, Andrew Adamson
034. Matrix Reloaded, 2003, Andy & Larry Wachowski
035. Oben, 2009, Pete Docter, Bob Peterson
036. Transformers, 2007, Michael Bay
037. New Moon – Biss zur Mittagsstunde, 2009, Chris Weitz
038. Forrest Gump, 1994, Robert Zemeckis
039. The Sixth Sense, 1999, M. Night Shyamalan
040. Fluch der Karibik, 2003, Gore Verbinski
041. Ice Age 2, 2006, Carlos Saldanha
042. Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger, 2002, George Lucas
043. Kung Fu Panda, 2008, Mark Osborne, John Stevenson
044. Die Unglaublichen, 2004, Brad Bird
045. Hancock, 2008, Peter Berg
046. Ratatouille, 2007, Brad Bird
047. Vergessene Welt – Jurassic Park, 1997, Steven Spielberg
048. Die Passion Christi, 2004, Mel Gibson
049. Mamma Mia!, 2008, Phyllida Lloyd
050. Madagascar 2, 2008, Eric Darnell, Tom McGrath
051. 007 – Casino Royale, 2006, Martin Campbell
052. Krieg der Welten, 2005, Steven Spielberg
053. Men in Black, 1997, Barry Sonnenfeld
054. 007 – Ein Quantum Trost, 2008, Marc Forster
055. I Am Legend, 2007, Francis Lawrence
056. Iron Man, 2008, Jon Favreau
057. Nachts im Museum, 2006, Shawn Levy
058. Mission: Impossible 2, 2000, John Woo
059. Armageddon, 1998, Michael Bay
060. King Kong, 2005, Peter Jackson
061. The Day After Tomorrow, 2004, Roland Emmerich
062. Das Imperium schlägt zurück, 1980, Irvin Kershner
063. Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf, 2008, Andrew Stanton
064. Kevin – Allein zu Haus, 1990, Chris Columbus
065. Madagascar, 2005, Eric Darnell, Tom McGrath
066. Die Monster AG, 2001, Pete Docter
067. Die Simpsons, 2007, David Silverman
068. Terminator 2 – Tag der Abrechnung, 1991, James Cameron
069. Ghost – Nachricht von Sam, 1990, Jerry Zucker
070. Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich, 2004, Jay Roach
071. Aladdin, 1992, John Musker, Ron Clements
072. Troja, 2004, Wolfgang Petersen
073. Twister, 1996, Jan De Bont
074. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, 1989, Steven Spielberg
075. Illuminati, 2009, Ron Howard
076. Toy Story 2, 1999, John Lasseter
077. Bruce Allmächtig, 2003, Tom Shadyac
078. Shrek – Der tollkühne Held, 2001, Andrew Adamson, Vicky Jenson
079. Der Soldat James Ryan, 1998, Steven Spielberg
080. Mr. & Mrs. Smith, 2005, Doug Liman
081. Die Rückkehr der Jedi-Ritter, 1983, Richard Marquand
082. Charlie und die Schokoladenfabrik, 2005, Tim Burton
083. Gladiator, 2000, Ridley Scott
084. Der weiße Hai, 1975, Steven Spielberg
085. Hangover, 2009, Todd Phillips
086. Mission: Impossible, 1996, Brian De Palma
087. Pretty Woman, 1990, Garry Marshall
088. Cars, 2006, John Lasseter
089. Matrix, 1999, Andy & Larry Wachowski
090. X-Men – Der letzte Widerstand, 2006, Brett Ratner
091. Das Vermächtnis des geheimen Buches, 2007, Jon Turteltaub
092. Last Samurai, 2003, Edward Zwick
093. Tarzan, 1999, Kevin Lima, Chris Buck
094. 300, 2007, Zack Snyder
095. Ocean’s Eleven, 2001, Steven Soderbergh
096. Pearl Harbor, 2001, Michael Bay
097. Men in Black II, 2002, Barry Sonnenfeld
098. Sherlock Holmes, 2009, Guy Ritchie
099. Das Bourne Ultimatum, 2007, Paul Greengrass
100. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen, 1993, Chris Columbus

Och, so schlecht ist die Ausbeute gar nicht. Und ich kann immerhin gleich dazusagen, dass diverse der noch fehlenden Filme bereits in meinem Besitz sind - ich bin nur noch nicht dazu gekommen, sie anzuschauen. *g*

Wer will, kann sich das Stöckchen natürlich gern mitnehmen.

Sonntag, 21. Februar 2010

"Alice in Wonderland": der Persönlichkeits-Test

Just for fun ;) ...

  
Zur Überbrückung  bis Tim Burtons neuestes, phantasievolles Machwerk endlich in die Kinos kommt: Der "Alice im Wunderland" Persönlichkeits-Test! 

Welcher der ebenso wunderbaren wie skurrilen Charaktere bist DU? 

Finde heraus, welcher Wunderland-Charakter Dir am ähnlichsten ist. 
(gefunden bei Moviepilot)



Selbstverständlich habe ich mich auch dem Selbsttest unterzogen, das ist ja klar *g*. 

Und mein Ergebnis war dieses:
  
Welche bist du im Wunderland? </span>Mach den Test bei der
Film-Community moviepilot


Nun, ich muss sagen, es hätte durchaus schlimmer kommen können :D. Damit kann ich gut leben und völlig zufrieden schlafen gehen :].  Gut's Nächtle! *g*



Donnerstag, 4. Februar 2010

Mein Kinojahr 2009

Interessehalber habe ich einmal das letzte Jahr hinsichtlich meiner Kinobesuche untersucht. Wie oft war ich eigentlich im Kino, welche Filme waren besonders lustig oder haben mich enttäuscht, gab es erinnerungswürdige Momente, wie war das Publikum so? Und weil ich mir schon solch eine unglaubliche Mühe gemacht habe, dachte ich, ich teile mein Ergebnis mit der Allgemeinheit. :)

2009 war ich 19 Mal im Kino, womit ich genau zwischen den beiden vorangegangenen Jahren lag (2008: 18, 2007: 20). Von diesen 19 Kinobesuchen fanden ganze 2 im ersten Halbjahr statt und die restlichen im zweiten. Was soll ich sagen? Im ersten Halbjahr war ich faul. Ich habe 11 Mal etwas für mein Heimatkino getan, 3 Mal war ich in Mönchengladbach im Kino und sogar 5 Mal in Düsseldorf.

Einen Film habe ich sogar mehrmals gesehen: "Oben". In diesen musste ich einfach alle möglichen Leute reinschleppen, sodass ich ihn insgesamt 3 Mal im Kino gesehen habe. Dieser Film wird uns noch öfters in diesem Post begegnen.

Der beste Film
Natürlich rein subjektiv. *g* Aber allein die Tatsache, dass ich dafür 3 Mal ins Kino gegangen bin, muss ja bedeuten, dass "Oben" der beste Film war. Während andere Filme lustig waren, oder die Action toll war, oder es schöne romantische Szenen gab, bietet "Oben" einfach alles. Ein Rundumpaket sozusagen, und deshalb mein Favorit 2009.

Der lustigste Film
Hier trägt „Zombieland“ den Sieg davon und „Brüno“ muss sich mit dem zweiten, „Ice Age 3“ mit dem dritten Platz zufrieden geben. Im Gegensatz zu den beiden letztgenannten Filmen, die mehr oder weniger deutliche Durchhänger hatten und mich damit aus meiner Hochstimmung herausholten, hält „Zombieland“ konstant den Ton. Selbst ernstere Szenen fügen sich absolut harmonisch ein, aber ernst bleibt es sowieso nicht allzu lange. *g* „Brüno“ und „Ice Age 3“ hatten zwar ein paar richtige Brüller, aber nicht alles ist bei mir so gut angekommen. In „Zombieland“ hab ich mich einfach die ganze Zeit pudelwohl gefühlt und der Film war viel zu schnell vorbei. Ein Feelgod-Film mit bluttriefenden Zombies, wer hätte das gedacht.

Der emotionalste Film
Es kann ja gar kein anderer Film als „Oben“ sein, denn dieser ist der erste Film, der mich im Kino zum Weinen gebracht hat. Mehrmals. Nur um gleich danach wieder eine herzerwärmend lustige Szene auf das Publikum loszulassen, sodass der Film zu einer richtigen Gefühlsachterbahn wurde. Leicht verheult habe ich das Kino mit einem breiten Grinsen verlassen. Das ist Kino.

Die größte positive Überraschung
Das ist „Avatar“. Nach dem ganzen Hype hatte ich entsprechend tolle Technik erwartet, aber dass der Film mich richtig fesseln konnte, damit hatte ich nicht gerechnet. Trotz der Schwächen des Films war ich begeistert, der Film hat mich einfach erreicht (sehr viel mehr als „Titanic“ damals, den ich nach wie vor nur dann interessant finde, wenn das Schiff anfängt unterzugehen oder wenn man etwas über die historischen Hintergründe erfährt). Ehrenhalber muss hier aber auch „Illuminati“ erwähnt werden. Da mir der Vorgänger (bzw. wenn man von den Büchern ausgeht, das Sequel) nicht allzu sehr gefallen hat (bis auf die großartige Leistung von Paul Bettany) und mich die meiste Zeit kalt ließ, schaffte „Illuminati“ es, mich zu überzeugen. Besseres Tempo, tolle Musik, Tom Hanks etwas glaubwürdiger in seiner Rolle und das Ende des Buches hatte ich auch fast komplett vergessen, sodass ich zu Beginn sogar noch ein wenig mitraten konnte. :)

Die größte Enttäuschung
Es schmerzt mich, das zu schreiben, aber es war „Public Enemies“. Während jeder andere Film zumindest meinen Erwartungen entsprach oder sie sogar noch übertraf (auch im negativen Sinne, „New Moon“ war tatsächlich langweiliger als erwartet, dafür aber auch unfreiwillig komisch), konnte ich mir nicht helfen, nach „Public Enemies“ enttäuscht das Kino zu verlassen. Oh, der Film ist gut, ja, aber ich hatte ganz einfach das Gefühl, dass noch viel mehr drin gewesen wäre. Der Film hat mich emotional einfach nicht erreicht und erst in der letzten Stunde, ab dem Hinterhalt von „Little Bohemia“, war ich wirklich interessiert am Leinwandgeschehen. Davor war es eher ein Achselzucken. Den Grund sehe ich in der Regie und auch im Drehbuch – Mann bleibt seinen Charakteren gegenüber sehr distanziert und macnhe Figuren, z. B. Christian Bales Purvis, sind nicht vernünftig ausgearbeitet. Schade drum.

Das beste Publikum
Das ist ziemlich schwierig, aber am meisten begeistert hat mich das Publikum in „Brüno“. Wir schauten OmU, der Saal war rappelvoll, und es fühlte sich an wie eine Party. Super Stimmung und man konnte recht gut die Fremdschäm-Schwellen ablesen. *g*
Den zweiten Platz ganz knapp dahinter belegt mein zweiter „Oben“-Kinobesuch. Einfach wunderbar, wie Alt und Jung (das Publikum war wirklich absolut bunt gemischt) sich einig waren: Das ist ein toller Film! Es lag irgendwie in der Luft, dieses Gemeinschaftsgefühl, zusammen gerade etwas ganz Tolles zu sehen.

Das schlechteste Publikum
Schon wieder muss ich „Oben“ nennen, diesmal bei meinem dritten Besuch. Vor und hinter uns (prä)pubertäre Gören, die ständig bescheuerte Kommentare rissen, den Film ganz offensichtlich nicht verstanden und von denen v.a. die männliche Fraktion ganz klar überhaupt keinen Bock hate, den Film überhaupt zu gucken. Leider hatte ich nichts Schweres zum Werfen dabei...
Unbedingt erwähnen muss ich aber auch die Teenies in „Zweiohrküken“, die solange die Klappe hielten, bis es zu den dramatischeren Stellen gegen Schluss kam. Dann waren anscheinend die Alkopop-Flaschen ausgetrunken und der Drang, irgendwelche Lieder zu singen, ließ sich nicht mehr unterdrücken. Einen mitleidigen Blick für den einzigen Jungen in der Gruppe, dem das alles sehr offensichtlich sehr peinlich war, kann ich aber erübrigen.

Das erinnert mich aber an...
Ihr kennt das sicher auch: Ihr schaut euch einen Film an und aus dem Nichts fällt euch zu einer Szene oder einem Satz ein ganz anderer Film ein. Manchmal sind solche Momente gewollt, manchmal aber nicht, und gerade dann sind sie oft unfreiwillig komisch (in „Königreich der Himmel“ hatte ich innerhalb der ersten halben Stunde Flashbacks zu „Fluch der Karibik“, „Der Herr der Ringe“ und „Star Wars“... fragt nicht). Dieses Jahr hatte ich so einen Moment einmal bei „Küss den Frosch“, und zwar zu Anfang auf der Kostümparty, als sich einer der Gäste als Kraken verkleidet und ich mir nicht helfen konnte und an den Kraken aus „Fluch der Karibik“ denken musste (und das auch gleich meiner Freundin stecken musste *g*). Ich gehe davon aus, dass diese Anspielung gewollt war, aber es war einfach ein schöner Moment. Nicht gewollt war aber sicherlich die Parallele in „Twilight“ zu „Die Tudors“. Edward und Bella liegen im Wald auf einer hübschen Lichtung voller Blümchen und schauen sich intensiv in die Augen. Ansonsten passiert nichts. Und was ist das Einzige, was mir dazu einfällt? „Wären wir jetzt bei den Tudors, würden die beiden sicherlich auch auf dem Boden liegen, allerdings ohne Klamotten und mit wichtigeren Dingen im Kopf als sich verliebt in die Augen  zu starren.“ Dummerweise hatte ich nämlich kurz vorher das Finale der ersten Tudors-Staffel gesehen...
Dieser Gedanke macht die unglaublich kitschige „Twilight“-Szene allerdings erträglich.

Besondere Momente
Ja, und manchmal gibt es im Kino so Momente, die sich einfach einprägen. Zwei davon hatte ich 2009.Der eine war in der zweiten „Oben“-Vorstellung. Gerade war die „Growing old“-Montage vorbei und ich saß wieder schniefend im Sessel, als ich plötzlich neben mir ebenfalls ein Schniefen höre. Ich drehe mich zu meiner mir unbekannten Sitznachbarin – uns beiden laufen die Tränen die Wangen runter und genau deshalb müssen wir beide anfangen zu lachen. Kino bringt Menschen zusammen. :)
Und dann gibt es auch Momente, die zwar schon toll sind, wenn man sie alleine oder nur in einer kleinen Gruppe erlebt, die aber unglaublich viel besser werden, wenn man sie in einem vollen Kinosaal erlebt. Ich rede natürlich von der Ultimate Fighting Szene aus „Brüno“. Brüno und sein ehemaliger Assistent haben sich gerade verprügelt, der Mob draußen vorm Käfig ist auf 180 und dann... Stop. Die beiden schauen sich an, Hans lehnt sich vor... dieses Lied setzt ein... und der gesamte Saal fängt an zu schreien, ein Mischmasch aus lautem Lachen aufgrund dieses Chutzpes und „NEIN! TU’S NICHT!“-Rufen. Uns hat es kaum noch auf den Sitzen gehalten, ich hab ein Publikum noch nie so begeistert abgehen sehen. Wow.

Und mit diesem einschneidenden Kinoerlebnis komme ich zum Ende.

Gute Nacht. :)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Ich bin schockiert und verzweifelt, so'n bisschen zumindest

Urlaub zu haben ist was Feines. Man kann ausschlafen (wenn man denn dazu in der Lage ist und einem die innere Uhr nicht einen Strich durch die Rechnung macht...), rumgammeln, sich des schönen Wetters erfreuen usw.

Da meine innere Uhr dummerweise ziemlich gut funktioniert, und mich der pünktlich einsetzende Muskelkater vom gestrigen Sand- und Dreckschippen sowieso nicht richtig schlafen ließ, habe ich mich heute morgen mit Begeisterung auf Scrubs gestürzt. Ich habe die Serie bisher noch nie bewusst gesehen (wenn sie abends einmal lief und ich zufällig den Fernseher laufen hatte, war meine Aufmerksamkeit meistens entweder von unglaublich spannenden Hausaufgaben, oder von sehr wichtigen Telefonaten beansprucht, sodass ich also mindestens die Hälfte der Folge verpasste) und mich wunderbar amüsiert! Naja, bis dann eben die Werbung kam. Okay, wäre es Werbung gewesen, hätte ich ja nix gesagt. Aber haha, reingefallen: Es war eine "Quizbreak"! Bitte was?! Könnte ich hier Icons wechseln, wäre dies der Moment für das WTF-Icon. Da wird man also aus der Serie gerissen um sich nicht mehr oder weniger gute Werbespots anzuschauen, sondern von diesen typischen Telefonquiz- "Sendungen" hysterisch dazu aufgefordert zu werden, doch jetzt SOFORT anzurufen, "denn, meine Damen und Herren, hier geht es um ein voll cooles Notebook mit WLAN und hey hey hey, man kann damit sogar skypen! Und ganz viele andere tolle Funktionen hat es auch! Glauben Sie mir einfach! Rufen Sie jetzt an und Sie bekommen nicht 150, NEIN, sondern 250 € dazu!!!!"

WAAAHHHH! Ist man vor dieser Scheiße wirklich nirgends sicher?! Und ich habe immer das Problem, dass ich einfach hinschauen muss. Blinkende Lichter, ein verzweifelter ähm, "Moderator", diese nervige drängelnde Soundkulisse, die einem, natürlich gaaanz unauffällig, suggeriert, dass ein Anruf jetzt sofort erfolgen muss, denn sonst könnte ja ein anderer das tolle Notebook gewinnen... Da lob ich mir bis heute diesen einen jungen Herrn, der den ganzen ach-so-klugen Typen hinter den Kulissen dieser Shows so dermaßen einen reingewürgt hat, als er bei "Tiere mit S" den Stirnlappenbasilisken nannte. Und richtig lag. Nehmt das, ihr Mistkerle! HA-HA!

Dennoch, Scrubs war sehr cool. Zach Braff ist einfach ne sympathische Type und ich hab mich sehr gut unterhalten gefühlt. Für die bescheuerte "Quizbreak" kann die Serie ja nix.

Ein bisschen Verzweiflung macht sich bei mir dann aber doch breit: Ich würde unglaublich gern Away we go im Kino sehen, aber - Surprise, surprise! - der läuft ja nirgends. Okay, "nirgends" ist natürlich das falsche Wort, aber er läuft nicht in meiner Nähe, und damit meine ich "in einem Kino, dass ich in 30 min Fahrt mit Auto oder Zug erreichen kann, ohne ewig nach einem Parkplatz suchen zu müssen".

Noch nicht mal der UFA in Düsseldorf zeigt den! Hallo? Die Kritiken machen einem den Mund wässerig, und dann sowas. Schön und gut, dass er im Metropolis in Köln läuft (OmU versteht sich) und das ist auch ein echt hübsches Kino und Sweeney Todd dort zu sehen, war wunderbar, aber diesen Film würde ich gern genießen, ohne mich mit Untertiteln beschäftigen zu müssen. Und eine knappe Stunde Anfahrt zu benötigen. Naja und gegen die Innenstadt von Aachen hatte ich irgendwie schon immer eine leichte Abneigung. Immerhin kann man sich nicht so richtig verfahren, schließlich besteht Aachen fast nur aus Straßen, die im Ring verlaufen. Man kommt nur immer so schwer wieder raus, wenn man einmal drin ist (ich glaub, Aachen will ganz einfach nicht, dass man jemals wieder raus kommt).

Okay okay, der Film läuft im Bambi in Düsseldorf. Aber mich allein durch D'dorf und das Straßenbahnsystem zu kämpfen spricht mich nicht wirklich an. Vielleicht bin ich einfach kein Großstadtkind. Genug rumgeheult. Das hat man eben davon, wenn man in der Provinz lebt. ;)

Sonntag, 4. Oktober 2009

Manchmal muss man auch meckern dürfen...

Oben ist ein Film, der mit jedem Mal Anschauen besser wird. Der Film ist sogar so "unkaputtbar", dass er sich gegen alle Hindernisse, die seinen wohlwollenden Zuschauern in den Weg gelegt werden, behaupten kann. Bestes Beispiel dafür: Die von meinen Freundinnen und mir am Freitagabend besuchte Vorstellung.

Ich hatte mich sehr darauf gefreut, mit ihnen diesen Film anzusehen. Aber irgendeine unbekannte Macht wollte anscheinend nicht, dass wir Oben ungestört genießen können. Zuerst einmal wurden wir in unserem Stammkino in den Mini-Kino"saal" abgeschoben. Da passen ja immerhin 50 - 60 Leute rein, reicht also für so einen lächerlichen Animationsfilme locker aus, schließlich laufen ja ansonsten Meilensteine der Filmkunst wie Gangs... Hey, aller Bitterkeit zum Trotz ist der vielleicht sogar ganz unterhaltsam, und wenn ich nochmal 14 wäre, würde ich ihn mir vielleicht sogar ansehen. So war ich einfach nur ein wenig, ähm, enttäuscht, dass wir in diesen kleinen Raum mussten. Da wird es nämlich spätestens ab der Hälfte des Films immer unglaublich warm drin, zumindest wenn viele Plätze besetzt sind. Wie Freitag.

Okay, gut, mit dem Saal kann man ja leben.  Nicht super, aber auch da hab ich schon nette Vorstellungen erlebt.  Hat ja doch eine recht heimelige Atmosphäre, wenn man genug Vorstellungskraft besitzt.

Das Ganze steht und fällt jedoch mit den anderen Zuschauern, die sich noch so in der Vorstellung einfinden. Oh, es waren ein paar ganz vernünftige Leute da, die den Film auch offensichtlich sehen wollten. Dumm nur, dass der Großteil des Publikums aus nervigen Gören (anders kann ich sie leider nicht nennen) aus der gefährlichen Altersgruppe ca. 8 -12 bestand. Hinzu kam noch ein Grüppchen obercooler Teenies, dessen männlicher Anteil wohl eigentlich viel zu cool für Oben war. Was man doch nicht alles tut für die Flamme aus der Parallelklasse.

Die Gören gingen uns schon vor Filmbeginn auf die Nerven mit ständigem Rumgehampel zwei Reihen hinter uns und lautem Gequatsche, meist mit ungeduldigen "Wann fängt das endlich an?!"-Fragen. Also wirklich, wie können es die Kinobetreiber nur wagen, mit der Vorschau Punkt 8 zu beginnen! Tzz. Während Teilweise wolkig war zum Glück Ruhe - aber dann ging es gleich nach der berühmten Anfangssequenz aus Oben weiter. Aus der Görengruppe ein paar Reihen vor uns, vielleicht auch aus der Teenie-Ecke, kam dann nämlich prompt mehrmals die kluge Frage (und zwar laut, obwohl offensichtlich nicht für den ganzen Saal gedacht) "Ist die jetzt tot?!" Hmmm. Das ist ja auch wirklich eine berechtigte Frage. Immerhin hat niemand gesagt, dass Ellie tot ist. Oder ein Schild hochgehalten, auf dem in großen Lettern "Für all die begriffsstutzigen Gören, die nicht 1 und 1 zusammenzählen können: Ellie ist jetzt tot!!!" stand. Da kann diese Szene also durchaus zu Unklarheiten führen...

Okay, gut, danach kam ja erstmal etwas Action, das Haus fliegt los und so. Darauf konnten sie ihre Aufmerksamkeit anscheinend konzentrieren. Einen der bewegendsten Momente des gesamten Films hatten sie zwar schon zerstört, aber hey! - ist doch nur ein Kinderfilm, ne?  Auch die Auftritte des Riesenvogels und des sprechenden Hundes waren anscheinend interessant genug für sie, um die Klappe zu halten, bis auf gelegentliches Handypiepsen, vermutlich aus der Teenieecke. Man muss ja wissen, wie viele Minuten man im Kino bereits durchgestanden hat.

Nur kamen ja dann leider später die Szenen, in denen Carl mit dem kleinen Russell über dessen Vater spricht. In diesen Szenen passiert leider nichts Dramatisches, und wer interessiert sich schon für Charakterentwicklung. Sofort ging das Gequatsche wieder los, gefolgt von einem lauten "Wieviel Uhr ists eigentlich?". Ja, wirklich, grad ist's auch furchtbar langweilig, da passiert ja gar nix, was ist das denn für ein bescheuerter Film?! Von der Szene, als Carl Ellies altes Buch wieder in die Hand nimmt, fang ich am besten gar nicht erst an...

Natürlich sprangen sie auch alle sofort auf, als der Abspann begann. Da hatte ich aber auch nichts anderes erwartet. Gegen diese Banausen war der verschobene Ton in einer Szene ja gar nichts. Außerdem gehört dieses Problem irgendwie zu diesem Saal dazu. Wenn es kein Tonproblem gibt, fragt man sich schon, ob da irgendwas nicht in Ordnung ist... So schlimm wie vor Jahren in Moulin Rouge, als der Film drei mal angehalten werden musste, weil Ton und Bild dermaßen unpassend waren, habe ich es zumindest aber nicht mehr erlebt.

Tja, was macht man also mit solchen Blagen, die offensichtlich ein erhebliches Aufmerksamkeitsproblem haben (hab gehört, dafür gibt es Tabletten...)? Hätte ich Popcorn gehabt, ich hätte es geworfen. Allerdings hätten die vermutlich zurückgeworfen... Es zeigt auf jeden Fall, dass sich unsere heutige Konsumgesellschaft mit ihrem Drang nach "Schneller, Besser, Billiger" gerade auf Kinder immer negativer auswirkt. Klar, das ist schon länger bekannt, aber es wird immer einfacher, Beispiele dafür zu finden. Ich hatte in letzter Zeit viel Glück mit dem Publikum in den Filmvorstellungen, die ich besucht habe. Gerade wenn man denkt, alles würde sich langsam bessern, dann hat man so ein Erlebnis und verliert wieder die Hoffnung. "Ach, hat sich doch nix geändert; ich hab bisher einfach nur richtig Schwein gehabt." Für jedes total begeisterte 12-jährige Kind in At World's End gibt es fünf nervige Blagen aus Oben.

Damit sich solche Leute nicht mehr in die falschen Filme verwirren,  sollte man vielleicht Hinweise im Kino anbringen: „In diesem Film gibt es Dialoge, bei denen weder etwas explodiert, noch eine Verfolgungsjagd stattfindet, noch lustige Sachen passieren.“ Dann würden sich sicherlich einige nochmal überlegen, ob sie so einen Film wirklich sehen wollen. Oder nicht doch lieber Transformers 2 anschauen.

Meinen Freunden hat der Film übrigens dennoch sehr gut gefallen, und ja, es flossen auch ein paar Tränchen. Nur diesmal nicht bei mir. Dafür war ich zu wütend. Naja, bleibt ja immer noch die DVD.