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Freitag, 26. Mai 2017

Gelungene Fortsetzung: "Pirates of the Caribbean: Salazars Rache"

 Disney schickt ein weiteres seiner großen Flaggschiffe ins Rennen um den erfolgreichsten Film 2017, und dieses Mal ist das sogar wörtlich zu nehmen, denn die Piraten segeln wieder! Nach dem Megaerfolg „Die Schöne und das Biest“ sowie dem extrem gut laufendem „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ möchte nun auch „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache“ an die Erfolge der anderen „Pirates“-Filme anknüpfen. Und im Gegensatz zum vierten Teil „Pirates of the Karibik: Fremde Gezeiten“ ist dieses Mal der Vorabbuzz auf den Social Media-Seiten überraschend gut gewesen. Zwar ziehen die amerikanischen Durchschnittskritiker das positive Ergebnis mal wieder nach unten (s. Kommentar beim Nachbarblog), aber die sind ja eher selten ausschlaggebend für den Erfolg eines Blockbusters. Und ich als Fan der Reihe kann sagen, dass die bisher hauptsächlich Cineasten bekannten Regisseure Joachim Rønning und Espen Sandberg („Kon-Tiki“) einen würdigen fünften Teil abgeliefert haben. Bestes Popcorn-Kino, das Fans der Reihe auf jeden Fall zufrieden stellen wird.

Captain Jack Sparrow (Johnny Depp) hat ja ein Talent dafür es sich mit allen möglichen üblen Schurken zu verscherzen, und dieses Mal ist es Capitan Salazar (Javier Bardem), der Rache will. Er gibt nämlich Jack die Schuld daran, dass er und seine Crew vor vielen Jahren ihr Leben verloren und als Geister ihr Dasein fristen müssen. Doch jetzt bekommt er Gelegenheit, es Jack zurückzuzahlen, denn dieser ist die letzten Jahre vom Pech verfolgt gewesen. Mitten in diese Pechsträhne platzt Henry Turner (Brenton Thwaites), der mittlerweile erwachsene Sohn von Will Turner und Elizabeth Swann, denn er will unbedingt den Fluch seines Vaters brechen und hofft auf Jacks Hilfe. Ihnen schließt sich die Astronomin Carina Smyth (Kaya Scodelario) an, denn sie alle suchen dasselbe: Den Dreizack des Poseidon, der die Macht über die Meere verspricht und somit auch alle damit verbundenen Flüche brechen kann. Carina ist dabei diejenige, die als Einzige die Karte lesen kann, aber auf dem Weg treffen sie auch noch auf Captain Barbossa (Geoffrey Rush), dem Capitan Salazar ebenfalls im Nacken sitzt. Denn wie soll man sich gegen eine Geistercrew zur Wehr setzen, wenn man diese nicht töten kann?
 
Rønning, Sandberg und Drehbuchautor Jeff Nathason haben es geschafft, nach dem auch bei Fans durchaus kritisierten „Fremde Gezeiten“ wieder ein Piratenabenteuer abzuliefern, dass den Geist des ersten Teils einfängt ohne einfach nur zu kopieren. Die Handlung ist dieses Mal sehr geradlinig erzählt; wer da nicht nachvollziehen kann, wer mit wem warum zusammenarbeitet, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Dem ein oder anderen „Hardcore-Fan“ mag der Film vielleicht sogar zu unkompliziert sein. ;) Dabei tut der Reihe diese Besinnung auf etwas „leichteres“ Storytelling vielleicht sogar ganz gut, denn der Film wird trotzdem niemals langweilig. Wir haben so nämlich mehr Zeit, die neuen Charaktere kennenzulernen und gleichzeitig bei den alten Bekannten mitzufiebern.

Zunächst will man natürlich wissen, ob sich Johnny Depp wieder in seine Paraderolle hineinfinden konnte. Zumindest in der deutschen Fassung fühlt es sich an, als wäre Captain Jack niemals weg gewesen. Allerdings lernen wir dieses Mal eine andere Seite kennen, denn zu Beginn des Films ist er sozusagen am Tiefpunkt angekommen. Ihm im Laufe des Films dabei zuzusehen, wie er sich wieder aus diesem Loch herauszukämpfen versucht, ist durchaus spannend und bringt einen interessanten anderen Blickwinkel für diesen Charakter. Gleichzeitig war man so klug Jack wieder eher als Nebencharakter anzulegen, was hier genauso gut funktioniert wie 2003 im ersten Teil. In etwas sparsamer Dosierung ist Jack nämlich immer am besten.
Die Neuzugänge Brenton Thwaites und Kaya Scodelario schlagen sich sehr gut und fügen sich nahtlos in den Filmkanon ein. Thwaites bringt die Mischung zwischen „Welpencharme“ und starkem Charakter gut rüber, Scodelario überzeugt mit forscher Art und glänzt mit tollen komödiantischen Timing. Nicht zu verachten ist, dass beide eine gute Chemie haben.
Auch Javier Bardem macht eine gute Figur als Geistercaptain und ist ein glaubwürdiger Bösewicht. Die Effekte um ihn und seine Crew herum sind zumeist absolut überzeugend und gelungen, und er bekommt im Gegensatz zu Blackbeard aus „Fremde Gezeiten“ auch eine richtige Motivation dadurch, dass wir in einer Rückblende den Grund für seinen Hass auf Jack Sparrow gezeigt bekommen. Ein wenig schade ist es, dass das Drehbuch ihm keine wirklich ikonische Szene spendiert, sodass er nicht so speziell glänzen kann wie damals Geoffrey Rush im ersten Teil oder auch Bill Nighy als Davy Jones, der allerdings auch zwei Teile für seine Entwicklung hatte. Dennoch ist er beängstigend und gefährlich genug, um eine wirkliche Bedrohung für die Protagonisten darzustellen.

Geoffrey Rush gibt Barbossa auch im fünften Film noch neue Facetten und er ist zu Recht ein Fanfavorit. Hier kommandiert er nun eine ganze Piratenflotte und genießt das dekadente Leben, zumindest bis er auf Salazar trifft. Schön ist es außerdem, dass man zumindest einige alte Bekannte ebenfalls wieder mit ins Boot holen könnte, und so gibt es ein Wiedersehen mit Gibbs (Kevin R. McNally), Marty (Martin Klebba), Scrum (Stephen Graham), Murtogg und Mullroy (Giles New und Angus Barnett), und ja, auch Orlando Bloom und Keiry Knightley als Will und Elizabeth (wenn auch leider mit wenig Screentime). Golshifteh Farahani als Hexe Shansa fällt vor allem durch das faszinierende Äußere des Charakters aus, sie macht aber ihre wenigen Szenen interessant genug, dass man sie gern noch einmal in dieser Rolle sehen würde.
Der Humor sitzt, und fast jeder Spruch oder jede Slapstickeinlage treffen ins Schwarze. Dabei ist der Humor dieses Mal etwas versauter als noch in den Teilen davor, was ja perfekt zu den Piraten passt. Es gibt einige herrlich absurde Dialoge, an die man sich noch gern erinnern wird.
Die Actionszenen verteilen sich gut auf die zweieinhalbstündige Laufzeit; sie sind vielleicht nicht ganz so „irre“ wie in den ersten drei Teilen (da fehlt dann vielleicht das Schräge eines Gore Verbinski), aber sehr unterhaltsam und bieten eine gute Mischung aus cooler Action und Spaß. Technisch gibt es hier sowieso nichts zu meckern, aber das war auch nicht zu erwarten. Zum 3D kann ich nichts sagen, da der Film nur in 2D lief, was aber vollkommen ausgereicht hat.

Der Film bietet zwar die Möglichkeit einer Fortsetzung, allerdings gibt es kein offenes Ende oder einen Cliffhanger. Sollte es also tatsächlich nicht zu einem weiteren Teil kommen, können Fans mit diesem Ende auf jeden Fall zufrieden sein.

Fazit: Mit dem fünften „Pirates of the Caribbean“ werden all diejenigen glücklich, die auch mit den Vorgängern etwas anfangen können. Er bietet eine gelungene Mischung aus übernatürlicher Piratenaction und geradliniger Story mit einer guten Portion Humor. Alle Schauspieler, die „alten Hasen“ sowie die Neuzugänge, liefern tolle Arbeit ab und sorgen dafür, dass dem Zuschauer perfektes Popcornkino mit ein bisschen (gern auch wörtlich zu nehmendem) Tiefgang geboten wird. Reingehen und Spaß haben!

Mittwoch, 11. Januar 2012

Mein Kinojahr 2011

Ein bisschen spät dran bin ich ja dieses Jahr, aber irgendwas ist eben immer und im Moment muss ich zugeben, dass ich so gut wie meine gesamte Aufmerksamkeit auf meine Lieblingsserie konzentriere (wozu dann nach Ausstrahlung der letzten Folge auch eine Kritik folgen wird).

Nun, wie war denn meine Kinojahr 2011 so? Welche Filme fand ich gut, welche nicht so sehr, wie war das Publikum, gab es Überraschungen?
2011 habe ich 43 Mal das Kino aufgesucht (2010: 47), wobei sich die Besuche dieses Mal sehr schön auf die Quartale verteilen (10 / 11 / 12 / 10) und ich ehrlich gesagt am Ende nur aus Zeitgründen nicht auf mehr Besuche gekommen bin. Wie immer habe ich fleißig mein Heimatkino unterstützt (24 Besuche), auch zog es mich in die ein oder andere Großstadt (14 Besuche), davon allerdings nicht zwingend in die großen Kinos. *g* Einen totalen Ausreißer gibt es auch - als ich aus beruflichen Gründen in Hamburg war, verschlug es mich tatsächlich mit meiner Chefin ins Kino (das gerade umgebaut wurde, was allerdings die Vorstellung nicht störte).

Es gibt vier Filme, die ich zwei Mal im Kino sah, für "The King's Speech" ging ich drei Mal ins Kino und der vierte Teil der verfluchten Piraten brachte mich sogar fünf Mal dazu, Geld auszugeben.

Der beste Film


Und doch ist es nicht "Pirates of the Caribbean 4", der für mich der beste Film war, sondern "The King's Speech". Während "Pirates" doch ein paar Fehler hat, die mich tatsächlich auch stören, ärgert mich nichts an "The King's Speech". Colin Firth hat zu Recht einen Oscar für seine Leistung bekommen, aber auch alle anderen Schauspieler, allen voran Geoffrey Rush und Helena Bonham-Carter, sind absolut hervorragend und machen diesen Film zu ganz großem Kino. Er mag am Ende ein klein wenig pathetisch werden, aber bei der Thematik darf das auch mal sein. Und der Humor kommt ja zum Glück nicht zu kurz.
Neben "Pirates" finden sich in meiner absoluten Bestenliste außerdem noch "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" (hat sich noch schnell reingeschlichen), "Crazy Stupid Love" (wunderbare Liebesdramödie), "Super 8" und "Harry Potter 7.2".


Der schlechteste Film
Tja, das ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ich fand keinen Film wirklich schlecht, denn wie immer habe ich ganz klug die offensichtlichen Katastrophen erfolgreich vermieden. Ich denke, hier passt aber "Anonymus" von Roland Emmerich ganz gut rein. Da wäre noch soviel mehr drin gewesen und irgendwie habe ich die Explosionen vermisst. Das Ganze plätscherte einfach so vor sich hin und haute nachher ein paar Wendungen raus, die doch sehr weit hergeholt schienen und nur um der Provokation Willen überhaupt vorkamen. Vergessenswert.

Der lustigste Film
Da schwanke ich doch sehr und belasse es bei einem Unentschieden zwischen "Der Gott des Gemetzels" und "Nichts zu verzollen". Beide waren auf ihre Art sehr lustig und wir haben fast die ganze Zeit nur gelacht. Auch gut war "Brautalarm", allerdings kam es hier doch ein paar Durchhänger.

Der emotionalste Film
Ich könnte jetzt sagen, dass war "True Grit", weil ich da zum Ende hin die Contenance doch sehr verloren habe. *ähem* Aber bis zu diesem Punkt hatte der Film mich nicht besonders aufgewühlt oder Ähnliches. Daher nenne ich hier "Black Swan". Ein wirklich toller Film, der mir doch sehr an die Nerven gegangen ist. Ich komme mit Psychothrillern nicht so gut klar, weswegen ich mir hier öfters ganz schön erschreckt und richtig mitgelitten habe. Nervenaufreibend und wir waren danach ziemliche Wracks *g*, aber ein richtig guter Film.

Die größte positive Überraschung
Ganz klar "The Green Hornet". Dieser Film sah irgendwie nach nix aus, aber er war überraschend unterhaltsam mit einem tollen Hauptdarsteller-Gespann und einem herrlich verrückten Christoph Waltz als Bösewicht. Der 3D-Effekt wurde ebenfalls sehr gut eingesetzt und von mir aus darf die grüne Hornisse gerne wiederkommen.


Da mich dieses Jahr kein Film enttäuscht hat (alle waren wie erwartet gut oder schlecht *g*), gibt es an dieser Stelle die
Honourable Horror Film Mention

"Fright Night"! Der Film ist toll! Das Timing war toll! Warum sind da nicht mehr Leute reingegangen? Wollt ihr wirklich alle nur noch Glitzervampire sehen? Dieser Film hier macht wenigstens Spaß, hat coole Darsteller und einen super Soundtrack. Alles Ignoranten...

Das beste Publikum
Sowohl in der Hamburger "The King's Speech"-Vorstellung als auch in "Nichts zu verzollen" hatte ich ein super Publikum! Voller Saal, richtig tolle Stimmung, viele Lacher, so muss das sein.
Ehrennennung für das Mädel hinter uns in der zweiten "Fright Night"-Vorstellung, die sich zuerst überrascht zeigte, wie gut ihr das Ganze gefiel und nachher über die weibliche Hauptfigur sagte, "Hey die mag ich, die ist wie ich!" *g*

Das schlechteste Publikum
Den Preis für das allgemein schlechteste Publikum können sich zwei Gruppen teilen, und zwar die in meinem ersten "Sherlock Holmes 2"-Besuch, und die in "Die drei Musketiere". So ein langweilig-reaktionsloses Publikum ist wirklich selten. Wie kann man ausgerechnet bei diesen beiden Filmen so dermaßen ruhig bleiben? Das ist eine Kunst.
Sondererwähnung für die ätzenden Blagen in "Immer Drama um Tamara", die relativ schnell merkten, dass das so gar nicht der Film aus dem Trailer ist: "Ey ich weiß auch nicht, Mann, im Trailer hat die mit voll vielen Typen rumgemacht!" Öhm jaaa... Es wurde noch einige Zeit diskutiert, aber verhältnismäßig ging es. Habe schon Schlimmeres erlebt.

Das erinnert mich an...
Natürlich weckte David Tennant in seinem Peter-Vincent-Aufzug aus "Fright Night" sofort Assoziationen zu Captain Jack Sparrow und er wird auch gern als der Jack Sparrow der Vampirjäger bezeichnet. Und was soll ich sagen: Er kann's tragen. *g*
In "Der gestiefelte Kater" kam in irgendeiner Szene ein Hamster vor, und woran wir sofot denken mussten war Krustelinchen aus "Der Gott des Gemetzels". Sowas bleibt eben hängen!
Und dann natürlich noch das verwendete Gift in "Sherlock Holmes 2". Das war nämlich Curare und ich saß da und erinnerte mich an eine Fanfiction zu "Fluch der Karibik", die ich vor Jahren las und in der eben dieses Gift vorkam. Hach, ist das schön, sowas zu wissen. *g*

Besondere Momente
Schön war es, "Pirates" in der Originalfassung zu sehen. Ich bin immer wieder erstaunt, wieviel ich tatsächlich verstehe.
Das "Harry Potter 7"-Double Feature war ebenfalls eine wirklich tolle Sache.
Und dann gab es noch die interessante Publikumsreaktion nach "Anonymus": "Öhm jaaa. Puh. Öhm...?" Man sah förmlich die Fragezeichen über den Köpfen. Kollektives Schulterzucken. *g*

Das Fan-Erlebnis

Photobucket

Wie, habt ihr wirklich geglaubt, ich würde das Jahr 2011 abhandeln, ohne "Fremde Gezeiten" separat zu erwähnen? Ich bitte euch! Ich habe wie alle anderen Fans auch lange auf den Film gewartet und wurde zum Glück nicht enttäuscht. Ja, es gab ein paar Sachen, die ich gerne anders gehabt hätte (kompliziertere Handlung, etwas mehr Jack-Tricksereien und v. a. kein Mord an einem meiner Lieblings-Nebencharatere!), aber dennoch war ich von dem Film wirklich begeistert und bin v. a. sehr glücklich über das sehr gut gelungene Ende. Teil 5 kann kommen. :)

Und das war mein Rückblich auf's Kinojahr 2011. Hoffe, es hat euch gefallen.

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Dienstag, 24. Mai 2011

Auf den "Fremden Gezeiten" segel ich gern jederzeit wieder!


Bevor ich ein zweites Mal die Fremden Gezeiten besuche, kommt hier also meine längere Kritik. Oder Meinung. Was auch immer. *g*

Ein kurzer Blick auf die Handlung: Captain Jack Sparrow (Johnny Depp), nach wie vor sans Schiff aber dennoch guter Dinge, trifft in London auf seine alte Flamme Angelica (Penelope Cruz), die ihn überreden will, mit ihr nach der Quelle der Ewigen Jugend zu suchen (denn Jack weiß doch wo sie ist, oder?). Jack will nicht, landet aber trotzdem auf Angelicas Schiff – oder eher gesagt, Blackbeards Schiff, der Queen Anne’s Revenge. Blackbeard (Ian McShane) will unbedingt die Quelle finden und Jack soll ihm dabei helfen. Auch Jacks früherer Erzfeind Hector Barbossa (Geoffrey Rush), mittlerweile als Freibeuter im Auftrag der britischen Krone unterwegs, macht sich auf den Weg zur Quelle – genau wie eine spanische Abordnung.
Hinzu kommen der Missionar Philip (Sam Clafin) und eine Meerjungfrau (Àstrid Bérgès-Frisbey), die für das Ritual an der Quelle gebraucht werden...

Es dürfte kein Geheimnis sein, dass ich ein großer Fan des „Pirates of the Caribbean“-Franchises bin. *g* Ich liebe diese Filme, mit all ihren Fehlern, fantastischen Kreaturen, und überzogenen Actionszenen. Ich liebe die Charaktere ganz besonders. Es ist mir egal, dass die Filme Fehler haben – wie langweilig wäre es doch, wenn sie perfekt wären. Worüber soll man denn dann meckern? *g*

Und wenn auch ihr Fan irgendeines Franchises seid, dann versteht ihr sicher was ich meine, wenn ich sage, dass ich vor dem „Fremde Gezeiten“ Angst hatte. Im Grunde konnte man ja nur zwischen zwei Extremen wählen; „Juhuuuu, sie machen noch einen Teil! Wheeeee!“ oder „Oh mein Gott, hoffentlich verbocken sie das nicht! *panik*“. Ich wurde panisch. Ein bisschen zumindest. Ich meine, falls mir dieser Teil nicht gefiele, könnte ich es ja so machen wie all die „Star Wars“-Fans und einfach leugnen, dass es einen weiteren Teil gibt. Aber dennoch wüsste ich ja tief drinnen, dass da ein vierter Teil existiert, der mich absolut enttäuscht hat. Manche Dinge, die ich hörte, schürten meine Sorgen nur noch mehr.

Aber als ich aus dem Kino kam, war ich... erleichtert. Glücklich. Ich liebe diesen Film! Ich verehre das Ende, es ist genau so wie es sein sollte. Meiner Meinung nach hat man es geschafft, den Charakteren und ihrer vorangegangenen Entwicklung gerecht zu werden, und außerdem noch etwas Neues zur verrückten PotC-Welt hinzuzufügen.


Ich verstehe nicht, warum einige Kritiker wieder meckern, der Film wäre zu verwirrend. Wie leicht soll eine Handlung noch sein? Nur weil es ein Sommerblockbuster ist, heißt das nicht, dass ihr euer Gehirn zu Hause lassen sollt! Ich glaube, dass viele Kritiker ganz einfach motzig sind, weil dies nun der vierte PotC-Teil ist und sie keinen Bock mehr darauf haben. So lesen sich viele der negativen Kritiken nämlich: „Wäh, noch einer davon! Die hätten nach dem ersten aufhören sollen, das ist doch alles langweilig!“
Wie man’s macht, macht man’s falsch. Die Drehbuchautoren Ted Elliot und Terry Rossio hätte sicherlich gerne mehr Komplexität reingebracht, aber man wollte ja den ganzen Meckerfritzen nach Teil 3 entgegenkommen. Ich denke, etwas mehr Komplexität hätte dem Film nicht geschadet. Aber sei’s drum. Sie können sich ja in Teil 5 austoben. *g*

Von einer genaueren Ausarbeitung hätte auf jeden Fall der Handlungsfaden von Syrena und Philip profitiert. Ihre Beziehung kommt doch etwas zu kurz, da hätte sich deutlich mehr draus machen lassen. Clafin als Philip bleibt ziemlich blass, aber Bérgès-Frisbey schafft es sehr gut, der Meerjungfrau Syrena Leben einzuhauchen.
Auch die Voodoo-Thematik rund um Blackbeard hätte man so mehr Gewicht verleihen können; das lief ein bisschen so nebenher. Da gäbe es deutlich mehr Potential, aber man hat sich da ja durchaus eine kleine Brücke zu Teil 5 gebaut. Die Zombies waren ziemlich verschenkt; das hatte was von „Eine übernatürliche Crew pro Film muss schon sein“. Leider waren die Zombies im Roman sehr viel unheimlicher. Da sie aber auch nicht gestört haben, nehme ich es einfach so hin.

Blackbeard war toll umgesetzt (Ian McShane hat einfach das richtige Gesicht dafür *g*), wenn ich mir auch ein wenig mehr Subtilität gewünscht hätte. Er muss sich allerdings auch mit Barbossa und Davy Jones vergleichen lassen; an die ranzukommen ist auch wirklich nicht leicht. Ich fand ihn auf jeden Fall in seiner Bösartigkeit überzeugend, er hatte auch ein paar augenzwinkernde Momente und hat mir alles in allem gut gefallen.


Schön, dass Kevin McNally als Joshamee Gibbs dieses Mal richtig was zu tun bekommt. Er hat sich schnell zum Fanliebling gemausert und es ist schön, dass die Drehbuchautoren ihn in „Fremde Gezeiten“ so würdigen.
Auch Barbossa ist grandios. Der alte Seebär sieht in seiner Navyuniform ganz wunderbar verkleidet aus und hat einige herrliche Szenen mit Jack. Geoffrey Rush geht in dieser Rolle sichtbar auf, es ist eine Freude, ihm zuzuschauen.

Penelope Cruz hat es geschafft, mich als Angelica zu überzeugen. Die Chemie zwischen ihr und Depp stimmt, sodass auch die Beziehung (welcher Art auch immer) zwischen den beiden glaubhaft wird. Das gefällt mir sowieso ausnehmend gut: Dass es sich hierbei nicht, wie ich zu Anfang fürchtete, um eine kitschige Liebesgeschichte handelt, sondern dass die beiden sich keinen Zentimeter weit über den Weg trauen, aber irgendwie doch irgendwas füreinander empfinden. Oder so. Ist etwas schwierig. Angelica ist wunderbar doppelbödig; welches Ziel sie so genau verfolgt, erschließt sich nicht direkt – und das Lügen hat sie definitiv von Jack gelernt. *g*

Tja, und Captain Jack Sparrow. Er ist immer noch er selbst, wenn auch leicht verändert nach den Geschehnissen in Teil 3. Er ist immer noch ein Schurke, ein Pirat, ein Schwerenöter – aber er hat akzeptiert, dass er eben auch ein guter Mann ist und dass es nicht schlimm ist, auch mal selbstlos zu handeln. Jack trägt fast den gesamten Film, er ist in nahezu jeder Szene. Mich freut das sehr, weil ich ihn als Charakter nach wie vor sehr interessant und faszinierend finde, aber ich kann mir vorstellen, dass es auch für manche zu viel Jack sein könnte. Daher hoffe ich, ganz einfach um die Figur nicht vollkommen zu überreizen, dass er in Teil 5 wieder etwas verschnaufen darf.
Er hat ein paar herrlich lustige, aber auch ernste Szenen mit Barbossa und Gibbs, und es ist immer wieder eine Freude, Depp mit Rush und McNally zusammen zu sehen. Die mögen sich offensichtlich sehr, da kommt immer großartige Arbeit bei raus. Sei es die Szene in Palm Tree Cove oder v. a. das Ende. Dazu sage ich nichts weiter, außer dass eben jeder da endet, wo es für ihn richtig ist. Und dass es den Charakteren treu bleibt. Was für mich das Wichtigste war.


Ja, was gibt es noch zu sagen? Ich hätte mir etwas mehr Schwertkämpfe gewünscht, aber es war auch so gut dosiert. Die Effekte sind wie immer toll, die Sets ebenso, die Kameraarbeit ist ebenfalls sehr gut. Unterhaltsame, teilweise hysterisch-lustige Cameos! Großartige Meerjungfrauen-Szene. Wie zu erwarten sehr gute Musik von Hans Zimmer, wenn ich mir nach dem ersten Mal auch ein ikonischeres neues Thema gewünscht hätte. Da hatte gerade Teil 3 sehr viel zu bieten. Die Synchronisation ist gelungen – es war nie eine Frage, ob Nathan gute Arbeit abliefern würde; falls er damals den Film ebenso eingesprochen hat, verstehe ich nicht, warum er ausgetauscht wurde. Dennoch ist es aus Kontinuitätsgründen sehr schade – und weil Off dem Charakter irgendwie den letzten Kick gab. Es hätte jedoch auch schlimmer kommen können. ;) 3 D ist unnötig; es bringt zwar Tiefenwirkung und hin und wieder sticht was aus dem Bild heraus, aber man braucht es wirklich nicht, um den Film zu genießen.

Fazit: „Fremde Gezeiten“ ist ein würdiger vierter Eintrag ins Pirates-Universum. Die alten, liebgewonnen Charaktere sind so, wie sie sein sollen; die neuen Charaktere fügen sich gut ein. Nach dem teilweise etwas verworrenen Teil 3 hat man die Handlung deutlich vereinfacht, was den Zugang zwar erleichtert, aber wodurch auch einige interessante Ansätze nicht komplett ausgearbeitet werden konnten. Dennoch wirklich unterhaltsames Sommerkino – ich warte gespannt auf Teil 5!



Siehe auch:

Dienstag, 3. Mai 2011

Pirates of Caribbean - On Stranger Tides: erster kurzer Filmausschnitt!




Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus und der 4. Teil der Pirates-Filmreihe von Disney "Pirates of Caribbean - on Stranger Tides" macht da keinen Unterschied.

Nun sind es noch knapp zwei Wochen bis zum Start des Blockbusters in den deutschen Kinos. Trailer gab es bisher (zwei), Featurettes gab's auch (vier), TV-Spots und natürlich auch die obligatorische Poster-Serie . Was bleibt da noch als Leckerli so kurz vor dem Start und offensichtlich als Anreiz gedacht (was für mich persönlich jetzt zwar nicht nötig gewesen wäre, was ich aber gerne noch mitnehme *g*)? Richtig, ein erster kleiner Filmausschnitt, den Palace Escape Clip!

Nur ca. 1 Min. lang und wir sehen Jack Sparrow im Palast des englischen Königs und im Begriff das zu tun, was er mit am besten beherrscht: auszubüxen. *g* Und zwar auf seine sehr altbekannte, eigene Art. Der berühmte "Laufstegwalk" fehlt natürlich auch nicht (wieso hab' ich grad einen kleinen Mad Hatter-Flashback? Tse, komisch aber auch^^). Begleitet werden wir dabei von nur allzu bekannten Klängen (hach, ich lieeebe diese Musik!). Gut, bei dem Tischabgang in einer Art Salto oder Rad (das soll es wohl sein) merkt man schon, dass auch der alte Jack oder auch Depp....oder auch dessen Double etwas in die Jahre gekommen ist. Das geht auch weitaus geschmeidiger! *g*

Ebenfalls kurz zu sehen in dieser Szene: Mr. Dursley als King George II. ....ach ne, falscher Film. *g* Natürlich handelt es sich um Richard Griffiths. Auf den freu' ich mich schon, weil ich ihn unheimlich gerne sehe (nein, nicht nur in den Harry Potter-Filmen) und für den König hätten sie für mein Empfinden keinen besseren finden können.

Ach ja, Barbossa bekommen wir in dieser Szene auch zu sehen. Er sieht...ähm...nett aus. Fein herausgeputzt hat der Hector sich. Nun ja, so muss das wohl sein, wenn man bei Königs zu Haus ist. *g*




gefunden bei: screenrant.com

Samstag, 9. April 2011

Der Vollständigkeit halber...


(Teaser-Poster)

Nur der Vollständigkeit halber und für den Fall, dass eines irgendwo und irgendwie vermisst wird, hier noch einmal gesammelt die bis dato erschienen offiziellen Poster zu "Pirates of Carribbean - On Stranger Tides", die einem bisher so mehr oder weniger im Netz über den Weg gelaufen sind. Bei uns herrscht schließlich Ordnung! :P

Da hätten wir den als erstes den Banner:

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(Bild klickbar)

Dann gab es noch die einzelnen Charakterposter von:
  • J. Sparrow - Nr. 1
  • J. Sparrow - Nr. 2
  • Angelica
  • Barbossa
  • Blackbeard
  • Mermaids
  • Syrena
  • Philip/Syrena


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(Bilder klickbar)



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(Bilder klickbar)





Und dann schwirrte da noch ein Queen Anne's Revenge-Poster durch's Netz, das von einer russischen Seite stammt und von dem unklar ist, ob es echt ist. Ich könnte mir vorstellen, dass es dies nicht ist, aber gut gelungen ist es trotzdem. *g*

Photobucket
(Bild klickbar)


Sooo...war's das? Oder habe ich noch was vergessen? Hm, da fehlt doch noch eines.....

....eines, welches ziemlich frisch erschienen ist und von dem bekannt ist, dass darauf eine mir nicht ganz unbekannte junge Dame seeehr wartet, um zu prüfen, ob sie das in ihren vier Wänden letzt verbliebene, freie Fleckchen für Poster denn nun mit diesem oder lieber doch mit dem Jack Sparrow-Antlitz Nr. 1 verzieren soll. *g*

Nämlich das.......*tatatata*......

.... Hauptcharaktere-Poster!



Ich bin gespannt, zu welcher Entscheidung sie sich durchringen und welcher Zierde sie letztendlich den Vorrang geben wird. *g* Ich für meinen Teil wüßte ja bereits, für welches ich mich entscheiden würde, wenn ich denn meine Wände mit Postern piesacken würde (was ich nicht tue). Und die Wahl würde mir auch nicht allzu schwer fallen. ;-)

In diesem Sinne ein schönes Weekend!





Edit  
(17.04. und 27.04.2011)


Das Hauptcharakter-Poster zwar nicht so viel anders als das erste, aber dafür in größer und schön breit. *g* Leider nur in einer russischen Version gefunden.

Photobucket




Und zu guter Letzt noch das Imax 3D -Poster. Auch hier leider nichts mehr großartig Neues, aber es sollte hier selbstverständlich ebenfalls nicht fehlen. ;-)

gefunden bei shockya.com






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Montag, 14. März 2011

PotC 4 - On Stranger Tides: erstes offizielles Filmposter!

In aller Kürze und heute mal von mir, weil mir gerade danach ist. :)
Und außerdem, damit ich auch mal wieder etwas poste, wo ich doch schreibtechnisch nicht unbedingt die Begabteste und darüberhinaus so elend schreib- und kommentierfaul bin. *g*

Nun, endlich scheint es so langsam mal mit den offiziellen Bildern, Poster usw... loszugehen. Yay!
Nachdem vor wenigen Tagen dieses Banner


seinen Weg durch's Netz fand, erschien heute das erste, offizielle Film-Poster.


Und was für eines... ;-) :

gefunden bei ign


Wow! Ich persönlich finde es fantastisch gelungen, tolle Farben und es gefällt mir auch wesentlich besser als das Banner, welches im Netz und auf den entsprechenden Seiten die ersten "Ah's" und "Oh's" verursacht hat. Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack und meine Meinung.^^

Weitere offizielle Filmposter sollen noch diese Woche folgen. Dies schreiben zumindest ign.com auf ihrer Website: ein weiteres mit Sparrow (J. Depp), eines mit Angelica (P. Cruz), eines mit Barbossa (G. Rush) und schließlich noch eines mit Blackbeard (I. McShane).

Nun, ich bin gespannt auf die weiteren Bilder/Poster. Insbesondere freue ich mich schon sehr auf das Bild von Ian McShane/Blackbeard. Der Mann hat ein wirklich so wunderbares Charakter-Gesicht -auch ohne das Pirate-Outfit und das ganze Make-up- und sah schon in den Trailer-Bildern so grandios aus, dass er neben dem beeindruckenden Gesicht von Keith Richards (alias Capt. Teague) absolut bestehen kann. Ich bin sehr neugierig und gespannt darauf, ob er auch mit dessen Leinwand-Präsenz mithalten kann.

Und trotz des Synchronstimmen-Desasters (jawohl, es ist eines!), wirkt sich dieses gelungene Plakat (und hoffentlich auch die weiteren) doch durchaus wieder etwas positiv auf die Vorfreude aus, die unter selbigem ziemlich gelitten hat. Da bekommt man wieder eindeutig etwas mehr Lust auf  PotC 4. :)

Eine detailliertere Beschreibung des Posters findet sich im Nachbarblog hier . ;-)

Wir hier wollen uns damit begnügen, das Poster einfach nur höchst erfreut und bewundernd anzustarren. *g*
(P.S.: Nein, sabbern tun wir weder hier noch sonst irgendwo, aber starren und sich daran erfreuen wird ja wohl erlaubt sein! ;-) )

Und mit dieser ausgesprochen gelungenen Aussicht (ähem), lässt es sich doch auch gut in Morpheus' Arme sinken.


Gute Nacht allerseits!





Edit am 15.03.2011 von Sunshine:
Mittlerweile gibt's dann auch ein weiteres Poster, dass mir persönlich aber etwas zu sehr gephotoshopped wurde (und Oellig vermutlich von der Kajal-Menge nicht so anspricht *g*).


gefunden bei ign

Samstag, 26. Februar 2011

The King's Speech


Hier folgt nun mein Versuch, trotz der unglaublich lauten Entwässerungsmaschine direkt neben mir (danke an den Wasserrohrbruch) und der daraus resultierenden kaum zu ertragenen Hitze irgendetwas Ergiebiges über Tom Hoopers "The King's Speech" zu schreiben. Für zwölf Oscars nominiert, darunter in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller, Beste Regie, Beste Nebendarsteller... eigentlich für so ziemlich alles. Und einige Preise wird der Film mit Sicherheit mit nach Hause nehmen - vollkommen zu Recht.

Erzählt wird die Geschichte von Albert, dem Duke of York, der seit frühester Kindheit unter starkem Stottern leidet, was für ihn öffentliche Auftritte, die er nun einmal als Sohn des englischen Königs zu absolvieren hat, zur Qual macht. Unzählige Ärzte konnten ihn nicht heilen und als letzten Ausweg bittet ihn seine Frau Elizabeth, den Sprachtherapeuten Lionel Logue aufzusuchen. Mit seinen unkonventionellen Methoden schafft er es tatsächlich, Alberts Stottern zu reduzieren. Dann allerdings dankt sein älterer Bruder David ab, der nach dem Tod des Vaters der neue König von England geworden war, um seine Geliebte, eine zwei Mal geschiedene Amerikanerin, zu heiraten. Albert muss als George VI nun mit Reden sein Volk unterstützen, denn der 2. Weltkrieg steht unmittelbar bevor...

Ein großartiger Film! So einfach kann man es zusammenfassen - jede Oscar-Nominierung ist vollkommen verdient. Bei "The King's Speech" handelt es sich um einen richtig guten, unterhaltsamen, mitunter sogar spannenden Schauspielerfilm. Die großartige Besetzung trägt den Film, ohne sie würde es nicht funktionieren.

Colin Firth als Albert ist grandios. Wie er die innere Aufgewühltheit dieses Mannes glaubhaft ausdrückt, der auf gar keinen Fall König werden will, der eine unglückliche Kindheit hatte, der unter seinem Stottern leidet und die Hoffnung schon fast aufgegeben hat. Sein Zusammenspiel mit dem immer wieder wunderbaren Geoffrey Rush als Logue ist perfekt und richtig unterhaltsam. Da stimmt die Chemie. Die besten Szenen des Films sind dann auch die, in denen Firth und Rush gemeinsam vertreten sind, gerade weil die Wortgefechte zwischen ihnen einen herrlich trockenen Humor beinhalten.

Auch Helena Bonham-Carter als Elizabeth (die spätere Queen Mum) ist vollkommen überzeugend - sie ist sympathisch, weich, aber man spürt trotzdem eine gewisse Bestimmtheit in ihrem Handeln, dass sie glaubhaft macht als den großen Rückhalt ihres Mannes. Sie steht bedingungslos hinter ihm und unterstützt ihn so gut sie kann. Ebenfalls sehr gut, teilweise sogar augenzwinkernd besetzt sind die Nebenrollen. Als großer Fan der BBC-Verfilmung von "Stolz & Vorurteil" mit Colin Firth habe ich mich sehr gefreut, nicht nur den Mr. Collins (David Bamber) in einer kleinen Nebenrolle als schmierigen Theaterregisseur zu sehen, sondern vor allem Jennifer Ehle, die hier Logues Ehefrau Myrtle spielt und damals die Elizabeth Bennett gab. Zugegeben, man muss zweimal hinschauen, um sie zu erkennen, aber es macht das Zusammentreffen zwischen Albert und Myrtle gleich doppelt lustig. *g*

Guy Pearce als David (Edward VIII) und Eve Best als seine Geliebte Wallis Simpson sind sofort richtig unsympathisch und damit ebenfalls gut besetzt.Etwas seltsam war es allerdings schon, Timothy Spall als Churchill zu sehen. Ich kann nicht anders, Spall wird für mich auf ewig die Ratte Pettigrew aus "Harry Potter" bleiben...

Überraschend fand ich, wie humvorvoll "The King's Speech" ist. Vor allem die schon erwähnten Wortgefechte zwischen Albert und Logue sind urkomisch, aber es schimmert immer wieder auch in anderen Szenen trockener Humor durch, der einen schmunzeln lässt. Besonders gut angekommen ist die Szene, in der Logue Albert auffordert, alle Schimpfwörter, die ihm einfallen, herauszuschreien. Das böse F-Wort kommt besonders häufig zum Einsatz, was dem Film in den USA ein R-Rating einbrachte. Ist ja auch logisch. Warum sollten Jugendliche auch einen Film sehen dürfen, in dem so ein böses Wort mehr als drei Mal gesagt wird? Das könnte sie für den Rest ihres Lebens traumatisieren. Wen interessiert da noch die Geschichte, in der mit Hilfe von Freundschaft und Vertrauen persönliche Schwierigkeiten und Schwächen überwunden werden. Dann schon lieber "Transformers 2", das sind wenigstens Identifikationsfiguren!

Ähm ja. Möglicherweise merkt man, dass ich diese Entscheidung der MPAA absolut lächerlich finde.

Weiter im Text. Nicht nur die Schauspieler sind großartig, auch die Musik passt sich sehr gut dem Geschehen an und unterstützt die Szenen. Sehr gute Kameraarbeit, realistische Kostüme, tolle Ausstattung, effektvoller Schnitt... was will man mehr? Gut, möchte man unbedingt etwas monieren, dann könnte man vielleicht anführen, dass die historischen Fakten etwas gedreht wurden, um die Dramatik zu erhöhen (so hielt Albert bereits 1927 dank Logues Hilfe eine stotterfreie Rede in Canberra), aber schließlich ist es ja immer noch ein Film und ein bisschen Dramatik gehört dazu. ;)

Interessant war es, das Publikum zu beobachten. Bei beiden Vorstellungen haben wir das Durchschnittsalter deutlich gesenkt - ich habe noch nie so viele Leute über 50 im Kino gesehen. Das führte aber auch dazu, dass es sehr angenehme Kinobesuche waren. Keine kichernden Teenies, keine Handyspielereien, kein lautes Tütenknistern. Warum kann es nicht immer so sein?

Fazit: Unbedingt reingehen! Großartige Schauspieler und gute Inszenierung fesseln den Zuschauer bis zur letzten Minute - und das ganz ohne Effekthascherei!

Dienstag, 14. Dezember 2010

Gedanken zum "On stranger Tides" Trailer, bunt zusammengewürfelt


  • Jack ist so, wie man ihn kennt und mag: Viel Show, immer einen blöden Spruch parat, und natürlich wieder voll in der Bredouille. *g* Tatsächlich aber mehr Kajal um die Augen. Und ich will wissen, woher die Narbe auf der Wange kommt.
  • Barbossa, was ist mit dir passiert? Das hast du doch nicht freiwillig gemacht? Wer ist Schuld an dem Holzbein? Wo ist die Pearl hin abhanden gekommen? (Ist sie vielleicht jetzt die QAR, also auch im Film, nicht nur in der Produktion? Gäbe Jack ja auf jeden Fall einen verdammt guten Grund, Blackbeard das Schiff abjagen zu wollen...) Barbossa, du sauber?! Und anscheinend wieder gezwungen, Jack hinterherzujagen, oder mit ihm zusammezuarbeiten.
  • Cruz gefällt mir besser als erwartet. Auf jeden Fall stimmt die Chemie zwischen ihr und Depp und das könnte eine unterhaltsame Dynamik werden. Bitte nicht in süßliche "Die einzig Wahre Liebe"-Gewässer abdriften, ja? Andererseits, die gefahr besteht wohl nicht, wenn Jack sie (vermutlich *g*) nach einer netten Nacht im Bett sitzen lässt mit "Ach, ich wollt dir nur sagen, wir übernehmen das Schiff. Nix Persönliches, also, gegen dich. Für deinen Vater ist es möglicherweise etwas Persönliches. Aber bleib du einfach hier. Übrigens, letzte Nacht war wirklich gut. Wie in alten Zeiten - wer richtet hier spitze Dinge auf wen, Schätzchen?!"
  • Von diesem Philipp hat man ja, öhm, nicht sonderlich viel gesehen. In die Luft starren kann er aber mindestens genauso gut wie Orlando Bloom. *g* Und ich erahne eine mögliche Romanze zwischen ihm und der gefangenen (gefangenen? Ja, doch, würd ich sagen.) Meerjungfrau. Die sieht auf jeden Fall hübsch aus. Hier kann es von mir aus etwas kitschig werden. Aber nicht zu sehr.
  • Mir gefällt, dass die Meerjungfrauen hier tatsächlich Sirenen sind. Zombies, naja, gab's ja auch im Buch, aber kann man sich nach dem bisschen kein Urteil zu erlauben. Außerdem sind Zombies in.
  • Gibbs! *hearts*
  • "Hat das jeder gesehen, denn ich mach das ganz sicher nicht noch mal!" :D
  • Jap, Jacks Weiber-Kreischalarm ist herrlich. Überhaupt, Jack! Alles!
  • Die Locations gefallen mir. Sieht interessant aus und soweit man das beurteilen kann auch sehr schöne Kamerarbeit.
  • Haha, Depp muss tanzen! :D
  • War das da im Hintergrund Gillette?! *bittebittebitte*
  • Keith! Und sein Satz, "The Fountain will test you" gefällt mir sowas von gut. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Jack offenbar in der einen Szene gegen sich selbst kämpft. Würde vermuten, dass das einer der Tests (oder der Test?) ist. Auf jeden Fall eine faszinierende Idee und würde auf die Locker-Szene in AWE aufbauen, in der ja schon deutlich wurde, dass Jack mit sich selbst nicht auskommt.
  • McShane sieht toll aus als Blackbeard. Bin wirklich gespannt, wie er in die Story reinspielt, außer, dass er offensichtlich auch zur FoY will und Angelica seine Tochter ist... Okay, er ist der Antagonist, aber warum? Naja, im Buch war das ja zu Beginn auch nicht so ganz klar, und da gab's eh mehrere Bösewichter. *g*
  • Generell erinnert mich der Trailer stärker an Teil 1 als and Teil 3, was ja mit der Aussage übereinstimmt, eher wieder zum Anfang zurückkehren zu wollen. Hab ich nix gegen, denn ehrlich: Noch bombastischer als AWE, und die Leinwand explodiert. Und das wäre Michael Bay gegenüber unfair, der doch schon seit Jahren genau darauf hinarbeitet.
Joa, alles in allem: Gefällt mir. Bin angetan.

Ach verdammt. ICH WILL JETZT ENDLICH MAI HABEN!

Montag, 13. Dezember 2010

Whoaaaaaaa!!!

Aus aktuellem Anlass *g* :

Der offizielle Trailer zu Pirates of Caribbean 4 - On Strangers Tides


Geil! Geilo! Geilissimo!!

Hammersupertoll!

Besser als erwartet. Viiiiieeeel besser!! Juchu!

Das wird gut. Das wird gut! Das wird guhuuuut!!


Waaaaaaaaaaaaaahhhhhhh!

Ich freu' mich so (bzw. WIR freu'n uns so ;-)... )!!


(I couldn't resist, mate ;-)... )

Und EDIT(h) meint noch:

Der offizielle Trailer zu Pirates of Caribbean 4 - On Strangers Tides
auf DEUTSCH

("zusammengetackert" mit dem schon länger veröffentlichten Teaser *g*)



Hoffe mal, dass D. Nathan's Stimme nur als Provisorium f. d. Trailer gedacht ist. Ich mag die Stimme von Depp's derzeitigen Stammsprecher wirklich sehr gern, aber bei JS muss einfach Markus Off wieder her. Dessen Stimme passt einfach ZU gut zu diesem Charakter. Alles andere wäre ein Verlust für diese Figur (zumindest für mich^^).

Depp/Cruz scheinen tatsächlich gut zusammen zu funktionieren. Sieht seeeehr unterhaltsam aus. *g*

Ian McShane als Blackbeard sieht einfach nur f.a.n.t.a.s.t.i.c.o. aus. WOW! Was für ein Gesicht! Perfekt. (ebenso wie sein Kostüm/Maske)

Depp scheint in einen Schminktiegel gefallen zu sein. Da haben sie ihm aber diesmal reichlichst Schwarz um die Augen geklatscht, Du liebe Güte...*g*. Etwas weniger hätt's auch getan^^.

Auf die "Mermaids" (und wie sie aussehen) bin ich gespannt. Auf die Zombies hätte ich verzichten können.

Barbossa sieht so "sauber" aus in seiner Uniform, sehr ungewohnt. *lol* Und der Arme hat also tatsächlich nur ein Bein......hm, wo er das nur gelassen hat? Tse.

Der Waschweib-Schrei von Sparrow ist ja mal wieder zum wiehern. Ich weiß jetzt schon, dass ich im Kino vor Lachen unter den Stuhl rutschen werde, wenn die Szene auf Großbildleinwand kommt. Und diese Mimik dazu. Das beherrscht der gute, alte Depp wirklich perfekt. *g*

Scheint so, dass sie tatsächlich wieder etwas mehr zu den Ursprüngen zurückgekehrt sind. Zumindest sieht es im ersten Moment so aus^^. Find ich gut. Ich mag jeden der drei Vorgänger-Teile gern. Jeden für sich. Bei AWE war es mir teils allerdings auch etwas zuviel. Etwas zu überladen. Etwas zu bombastisch. Etwas weniger wäre mir da lieber gewesen. Gefallen hat er mir aber trotzdem, genauso wie CotBP und DMC. ;-)

Hans Zimmer macht also wieder den Soundtrack. Yay! Obwohl....irgendwie bin ich da ja sowieso stillschweigend von ausgegangen. *g*

Nun denn, dann kann man ja jetzt beruhigt schlafen gehen. :D

Gute Nacht!

Samstag, 20. März 2010

Barbossa is back! YAY!



Eine gute Nachricht!

Geoffrey Rush ist in  On Strangers Tides, dem 4. Teil der Filmreihe "Pirates of the Caribbean" wieder mit dabei. Endlich endlich ist es bestätigt!

Produzent Jerry Bruckheimer höchstselbst beantwortete die Nachfrage nach einer Rückkehr desselben in einem Interview mit MTV-News positiv: "Geoffrey Rush will be back!" Auf eine solch offizielle Bestätigung habe ich die ganze Zeit gewartet und gehofft. HURRA! Ich freu' mich sooooo sehr! Der gute alte Barbossa ist also doch  wieder mit an Bord. Gott sei Dank! Den alten Haudegen und sein "Arrh!" hätte ich auch einfach ZU schmerzlich vermisst.
 
Wie gesagt, das war die GUTE Nachricht! ;)





Hinweis:    


*mögliche Spoiler*   - *mögliche Spoiler*  -  *mögliche Spoiler* 

 
Bruckheimer äußerte sich auch kurz über das Hinzukommen von Ian McShane als Blackbeard sowie ein wenig genauer über die Rolle, die Penelope Cruz übernehmen wird. Sie spielt die Tochter des Piraten Blackbeard, soll aufsässig, frech und sehr humorig daherkommen. Klingt im Grunde nicht schlecht, bis zu der Stelle, an der er erwähnt, dass auch eine kleine Romanze zwischen Jack und der Blackbeard-Tochter geben wird/soll. Oh NOOO! Genau also das, was ja nicht nur Sunny und ich befürchtet hatten, als bekannt wurde, Penelope Cruz ist in einer Rolle als Piratin mit dabei. Nämlich, dass sie des Captain's "Love Interest" spielen wird bzw. dass es zumindest zwischen den beiden knistern wird/soll (in welcher Form auch immer^^). Hat uns unser Bauchgefühl also doch nicht getrogen.*seufz*
 
Geht's denn nicht auch mal ohne olle Romanze? Und sei sie auch noch so "klein" (lt. Bruckheimer). Für mich persönlich war auch die Romanze zwischen Will und Elizabeth völlig überflüssig. Mich langweilt sowas einfach zu Tode (auch, wenn es zu der Figur des Will gepasst hat^^).

Können die den alten Jack nicht einfach in Ruhe seiner (See-)Wege ziehen lassen? Kichernde asiatische Mädchen in Singapur und die Ohrfeigen verteilenden Damen des...ähm..horizontalen Gewerbes in Tortuga reichen doch völlig aus für den alten, eloquenten Trunkenbold *g*. Mehr kriegt der in seinem Rum-Nebel doch sowieso nicht mehr geregelt.:D

Ich hoffe nur, dass -wenn's denn schon so geplant ist und so sein soll- das Ganze auch nicht im klitzekleinsten Ansatz zum Kitsch tendiert oder ausartet (das wäre echt unerträglich und würde einfach nicht zu der Sparrow-Figur passen) und dass es dann wenigstens SO mit Humor angereichert ist, dass man's hinterher auch einfach nicht mehr missen möchte und einen immens hohen Unterhaltungswert hat. Savvy?!

Zum Nachlesen (inkl. Clip): Interview Bruckheimer


*mögliche Spoiler ENDE*   - *mögliche Spoiler ENDE*  -  *mögliche Spoiler ENDE*